16. Mai 2013

Melodien: „Ein Abend mit Mine“

Es ist stockdunkel, als wir an diesem Abend in den kleinen Saal im Tollhaus hineinlaufen. Nicht zu stolpern: eine Herausforderung. Gespannt bin ich, wen sich Jonathan Kluth für sein Vorprogramm aussuchte.

Es ist Mine. Sie sitzt auf der Bühne, umgeben vom Licht, eine Erscheinung mit ihren langen dunkeln Haaren und ihrer großen Brille. Ihre Musik ist mir bis zu diesem Moment noch unbekannt. Noch.

Ihre Stimme erklingt, ich bin berührt. Es ist bezaubernd, wie sie am Piano sitzt, ihre Lieder singt. Mit ihrer authentischen und sympathischen Art das Publikum unterhält. Mines Musik: Facettenreich, ein Mix aus Folk, Hip-Hop, Elektronik und Jazz. Die Songs sind oft melancholisch, machen nachdenklich. Mine spielt unter anderem Piano und Autoharp.

Mine singt auf Deutsch. Von ihren Erfahrungen, Erlebnissen, dem Leben: „Das Glück ist scheu, es rennt und ich laufe hinterher“. Ihrem Freund habe sie den Song „Du scheinst“ gewidmet, erzählt sie dem Publikum im Tollhaus. Das Lied ist kostenlos auf ihrer Internetseite herunterzuladen.
http://minemusik.de/info/

Rund eine halbe Stunde spielt die Sängerin aus Mainz, erobert das Publikum mühelos. Ans Herz geht vor allem der letzte Song: „Der Mond lacht“. Danach steht für mich fest: Ich möchte Mines EP „Herzverleih“ haben. Sofort. Nach dem Konzert kaufe ich sie mir deshalb bei ihr am Stand – und stelle ein wenig enttäuscht fest: „Der Mond lacht“ fehlt. Schade. Macht aber nix. Auch die anderen Songs sind toll.

Randnotiz:
Unter dem Motto „Popkonzert mit Kammerorchester“ wird Mine am 15. Juni im Mannheimer Capitol singen. Eine Live-DVD wird von dem Konzert entstehen. 48 Musiker sind dabei: Unter anderem Streicher, ihre Band, Lichtkünstler und Gastmusiker. Mittels Crowdfunding bekam Mine die benötigten 10 000 Euro zusammen. Schön.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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