1. Juni 2013

Heimat: „Schauraum“

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Hamburg? Berlin? Oder doch vielleicht Köln? Nein, die Wahl fiel auf Karlsruhe, als sich Stephanie Schweigert und Alexander Küpper vor knapp zwei Jahren dazu entschlossen, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Beide sind sie zwar hauptberuflich beim Südwestrundfunk tätig. Stephanie Schweigert als freie Fotografin, Alexander Küpper als Cutter und Kameramann. „Wir müssen bei unserer Arbeit aber kreativ auf Abruf sein, genaue Vorgaben einhalten“, sagt die Fotografin. „Unser Wunsch war es, darüber hinaus etwas zu schaffen, bei dem wir freie Hand haben, uns vollkommen verwirklichen können.“ Sie überlegten gemeinsam, ein Mosaiksteinchen fügte sich zum anderen – bis feststand: Eine Möbel-, Kunst- und Fotogalerie soll entstehen, Lesungen und Ausstellungen dort regelmäßig stattfinden.

Die Beiden fanden einen passenden Raum in der Uhlandstraße 32 und im Oktober 2011 öffnete der „Schauraum“. Das Konzept stößt auf große Resonanz: Die Besucher sind zahlreich, unter anderem SWR-Moderator Pierre M. Krause hielt dort bereits eine Lesung, und am 14. Juni ist die Vernissage für die neueste Ausstellung „More, More, More“.

Etwa 50 Quadratmeter groß ist die Galerie, aufgeteilt in zwei Räume, lichtdurchflutet. „Vorher war hier ein Tattoo-Studio“, erzählt Stephanie Schweigert. Selbst schliffen sie den Holzboden ab, strichen die Wände hell, suchten Vintage-Möbel zusammen. „Unser ganzes Herzblut steckt im ,Schauraum‘“, sagt Alexander Küpper. Eine Art Wohnzimmer sollte entstehen, wo sich die Menschen wohlfühlen, gerne vorbeikommen, auch wenn es nur zum Reden oder Espressotrinken ist.

„Kunst To Go“: Zu Bestaunen und Kaufen gibt es im „Schauraum“ die Fotografien von Stephanie Schweigert und von Alexander Küpper. Als Postkarten, Poster, Kalender, gerahmt oder aufgezogen. „Wir wollten ein breites Preisspektrum anbieten“, erklärt Stephanie Schweigert die unterschiedlichen Formate. Jeder solle die Möglichkeit haben, die Kunst mit nach Hause zu nehmen – unabhängig vom Inhalt des Geldbeutels. Auch Werke von anderen Künstlern werden im „Schauraum“ angeboten. Die Porzellan-Lampen des Karlsruher Künstlers Friedrich Emde hängen im Eingangsbereich, Taschen des Modelabels „Turnbeutelfraktion Germany“ baumeln an Ständern.

Auffallend: Karlsruher Motive ziehen sich wie ein roter Faden durch die Fotografien von Stephanie Schweigert und Alexander Küpper. „Wir wohnen seit mehreren Jahren in der Fächerstadt – uns gefällt es hier sehr.“ Alexander Küpper arbeitet gerade an einem Kalender für 2014 mit Bildern aus der Stadt. Auf einem Vesperbrettchen, das es zu kaufen gibt, steht in geschwungener Schrift: Karlsruhe.

Außerdem laufen derzeit die Vorbereitungen für die neue Ausstellung. Hinter „More, More, More“ verbirgt sich eine Poster-Serie, die unter anderem von dem Karlsruher Graphiker Lars Harmsen entwickelt wurde. „Thema ist die kritische Auseinandersetzung mit Medien- und Ernährungskonsum“, erklärt Alexander Küpper, der glücklich ist, wenn er auf die vergangenen 19 Monate zurückblickt. „Unser Angebot wird gut angenommen, das freut uns sehr.“ Stephanie Schweigert fügt hinzu: „Wir haben hier schon viele schöne Stunden erlebt, der ,Schauraum‘ ist immer für eine Überraschung gut.“

Der „Schauraum“ hat geöffnet donnerstags und freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr. Weitere Infos unter www.schauraum-ka.de.
www.schauraumkarlsruhe.blogspot.de

Der Text ist heute auch in den BNN nachzulesen:
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MORE MORE MORE im Schauraum Karlsruhe
Vernissage: 14.6.2013
Ausstellung: 14.6. – 29.6.2013

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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