5. Mai 2014

„Melodien: Ein Nachmittag mit Mine“

Was bleibt ist ein wohliges Glücksgefühl. 70 Minuten mit Mine und ihrer Musik verzaubern an diesem sonnigen Nachmittag im „Peer 23“ in Mannheim. Begeistert applaudiert das zahlreich erschiene Publikum am Ende, fordert Zugaben. Mine gibt sie gerne. Covert unter anderem „B-Seite“ von Jan Delay. Als die Sängerin und ihre Band kurz danach die Bühne verlassen, ist einzig der Gedanke übrig: Schade, dass es vorbei ist.

Mal lauter, mal leiser, immer auf den Punkt. Es sind verschiedene Dinge, die Mine besonders machen, sie von anderen auf Deutsch singenden Künstlerinnen abheben. Texte voller Poesie, eingängige Melodien, ihre klare Stimme. Und ihre sympathische, unaufgeregte Art.

Unterstützt wird die Absolventin der Mannheimer Popakademie bei ihrer Tour von einer vierköpfigen Band. Darunter auch eine Geigenspielerin. Mine selbst sitzt am Piano, bedient die Loop-Maschine. Außerdem entlockt sie der Autoharp Töne. Mit einem Gurt hat sie das Instrument bei „Du scheinst“ an ihren Oberkörper gebunden. „So kann ich tanzen“, erklärt sie.

Es sind dabei nicht nur die älteren Songs wie „Hinterher“ und „Sie kann es tragen“, die überzeugen. Sondern auch ganz neue Lieder wie „Pusteblumenfeld“ und „Findelkind“ werden voller Freude beim Konzert aufgenommen. Und besonders: „Rot“. „Ein Song, der gerade erst fertig wurde“, wie Mine verrät. Sie singt ihn gemeinsam mit Martin Haller, der in ihrer Band auch Bassist ist, ansonsten Frontmann der Band „Haller“.

Gänsehautstimmung. Die sich wie ein Faden durch das Konzert zieht. „Ich schlag die Hände überm Kopf zusammen, hoffe, dass ich mich damit schützen kann. Aber du siehst es nicht. Lauter kann ich nicht“, singt Mine gegen Ende in „Lauter“. Musik, so schön, dass nur ein wohliges Glücksgefühl bleibt.

Am Donnerstag, 8. Mai, ist Mine in Karlsruhe im Kulturzentrum „Tempel“. Support: Curlyman.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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