26. Dezember 2015

Heimat: „Weihnachten“

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Kein Weihnachtsfreund im klassischen Sinne

Ich muss gestehen: Ich bin nicht der Weihnachtsfreund im klassischen Sinne. Meine innerliche Skepsis beginnt schon im November. Dann tauchen unter Kollegen oder im Freundeskreis bereits die ersten Gespräche auf mit: “Oje, ich habe noch gar kein Weihnachtsgeschenk…”. Ich auch nicht, nie. Ich klinke mich dann meist aus und laufe weit weg, physisch, wenn möglich. Gedanklich, wenn nicht: Ich nicke dann meist nur noch, während ich in meinem Kopf die Urlaubsziele für nächstes Jahr durchgehe. Nach Barcelona könnte ich mal wieder fahren, beispielsweise.  

Romantik: Fehlanzeige

Ich bin jetzt auch nicht so der Freund von zuviel Schnickschnack und Romantik. Weihnachtsdekoration gibt es in meinem Haushalt nicht. Am 23. Dezember kommen immer meine liebsten Schulfreundinnen zu mir. Weihnachtlich sind da höchstens die roten Servietten. Leise Beschwerden ignoriere ich konsequent. Ich bekam deshalb in den vergangenen Jahren öfter mal entsprechende Geschenke. Tannenbaumschmuck unter anderem. Aber wer mich kennt, weiß eigentlich, dass es ausgeschlossen ist, dass ich früh Morgens losziehe, mir ein nadeliges Exemplar besorge, dieses mit meinem Fahrrad nach Hause transportiere, durch das ganze Treppenhaus schleife und dann aufstelle. Allein die Vorstellung ist absurd.

Auch der Weihnachtsmarkt reizte mich in den vergangenen Jahren kaum noch. Die ganzen Rempeleien und von Glühwein beschwipsten Menschen, Männer, die einem voller Überschwang was ins Ohr grölen. Neeeeeeeeeee.

Irgendwie anders

Aber irgendwie ist dieses Weihnachten doch besonders, ich muss es zugeben, ehrlicherweise. Es begann mit einem sehr netten Wichtel-Geschenk von einem unbekannten Absender bei der Arbeit. Die Person hatte scheinbar meine Geschichte über die neue Bäckerei-Fachverkäuferin gelesen und schenkte mir in einem Paket Indusch-Produkte, Trockenshampoo und weitere wichtige Utensilien, die mir helfen sollen, meinen morgendlichen Ablauf zu optimieren. Das fand ich sehr freundlich.

Danke!

Auch die Begegnungen mit den Flüchtlingskindern in der Adventszeit waren so voller Herzlichkeit, dass ich danach oft sehr friedvoll und glücklich zuhause saß. Und der 23. Dezember mit meinen Freundinnen war ein Fest – vielleicht lag es auch an den zahlreichen Flaschen Sekt, die nun alle leer sind. Aber ich bin so unendlich dankbar, für all’ die lieben Menschen in meinem Leben, die mich teilweise schon seit 22 Jahren durch ganz schön bewegte Zeiten begleiten. Danke. Ihr seid toll. Das möchte ich nun doch mal sagen.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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