21. März 2013

Melodien: „Princess Chelsea“

Es war in einer kleinen Boutique in Brighton, als ich Princess Chelsea zum ersten Mal hörte. Es waren herrlich entspannte Tage in Südengland und die Musik, die dort aus den Lautsprechern tönte, passte wunderbar dazu. Ich musste einfach wissen, wer hinter diesem Song steckt und fragte die Verkäuferin danach. „Princess Chelsea“, meinte sie und schrieb mir den Namen auf einen kleinen weißen Zettel. Eine Elektro-Pop-Sängerin aus Neuseeland, die einst in der Band „The Brunettes“ sang.

Noch im Urlaub lud ich mir „The Cigarette Duet“ auf mein Handy und hörte es ständig. Wieder zuhause lief auf Spotify das Album „Lil golden book“ hoch und runter. Ich war begeistert.

Die Texte sind witzig und ironisch. Princess Chelsea singt über das Rauchen („The Cigarette duet“) und warnt vor zuviel Alkohol: „Please, don’t drink so much, i worry, that you will die“ („Too fast to live“). Die Melodien sind leicht und eingängig. Interessant ist auch der Song „Monkey eats bananas“. Ein wenig erinnert sie an Lily Allen. Die Musik ist perfekt für sonnige Tage. Frühling bitte, sofort.

Anspieltipps:

The Cigarette Duet
Yulia
Ice Reign
Caution repetitive

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15. März 2013

Flimmerkasten: „Once“

Wie oft im Leben trifft man die wahre Liebe? Der irische Sänger Glen Hansard spielt in „Once“ einen Straßenmusiker. Als er eines Tages in der Fußgängerzone in Dublin voller Leidenschaft seine Songs singt, bleibt eine junge tschechische Frau (Markéta Irglova) stehen. Sie ist Pianistin und lebt mit ihrer kleinen Tochter und ihrer Mutter in der irischen Stadt. Um sich über Wasser zu halten, verkauft sie Blumen, der Straßenmusiker repariert Staubsauger. Sie kommen ins Gespräch, verbringen viel Zeit miteinander, nehmen gemeinsam eine Demo-CD auf. Es entsteht schnell eine tiefe Verbundenheit, die jedoch dadurch gestört wird, dass die junge Frau  eigentlich verheiratet ist und der Straßenmusiker an seiner alten Liebe hängt….

„Once“ ist für mich einer der schönsten Musikfilme überhaupt. Zufällig sah ich ihn vor Jahren auf 3sat und musste mir danach sofort die DVD sowie den Soundtrack kaufen. Es ist eine Low-Budget-Produktion, die aber so voller Gefühl und wunderbarer Songs ist, dass alles andere nebensächlich wird. Das Lied „Falling Slowly“ gewann 2008 den Oscar für den besten Filmsong.

Glen Hansard ist  Sänger der Band „The Frames“. Im wirklichen Leben waren er und Markéta Irglova tatsächlich ein Paar. Außerdem haben sie eine Band: The Swell Season. http://www.spiegel.de/kultur/musik/oscar-gewinner-the-swell-season-ganz-tastend-ganz-intim-a-656915.html

In „Once“ werden sie nur als „The Guy“ und „The Girl“ bezeichnet. Es ist empfehlenswert, den Film im Original zu schauen. „Once“  geht ans Herz und verzaubert.

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14. März 2013

Melodien: „Bosse“

Bosse brachte mir bereits vor vielen Jahren ein Freund näher. „Kamikazeherz“ lief damals hoch und runter.  Die Beziehung zerbrach, Bosse blieb. Vor allem „Wartesaal“ ist eines meiner liebsten Alben überhaupt. Es sind die Texte, die so nahe am Alltag sind, die Melodien, die so schnell ins Ohr gehen, aber auch nach unzähligem Male hören nicht überdrüssig werden. Ich weiß nicht, wie oft mich im Zug auf dem Weg zur Arbeit „Roboterbeine“, „Du federst“ oder „Metropole“ begleiteten.

Sehr gespannt war ich auf „Kraniche“, das vergangenen Freitag erschien. Es ist ein sehr unbeschwertes Album geworden. Es zündet zwar im Ganzen nicht so schnell wie sein Vorgänger, aber umso häufiger ich es nun hörte, desto mehr hängt mein Herz an den einzelnen Liedern. An dem leicht orientalisch angehauchten „Istanbul“, an „Alter Affe Angst“, an „Vive la danse“, aber ganz besonders an „So oder so“.

Bosse erzählt auf „Kraniche“ ganze Geschichten („Familienfest“), schafft es unglaublich schöne Bilder zu erzeugen („heulte auf Papier/du warst wie ein Polaroid im Regen), selten hörte ich so genau hin. Für jeden, der die deutsche Sprache und entspannte, eingängige Musik mag, lohnt es sich, zumindest reinzuhören.

„So oder so“:

Das Leben ist bitter und süß wie Feigen
Du musst runterkommen und dich entscheiden
Zwischen hinterher rennen und gelassen
Ich mein‘ unverkrampft die Dinge kommen lassen

Denn dein Glück geht tanzen
dein Glück kommt heim

Dinge gehen, Dinge bleiben

Ist nicht gesund, Kampf um Kampf,
weil du es grad nicht ändern kannst

Das Leben beißt, das Leben küsst

Aber was Gutes wird passier’n
und wenns gut ist, bleibts bei dir
Jede Liebe wird irgendwann ans
Licht kommen
Es ist so einfach und nicht schwer
Is nur so, dass es sich nie so anfühlt

Wenn du lebst und lebst und lebst und lebst
(Und Lebst und Lebst und Lebst)

So oder so oder so
So oder so oder so
So

Lalelalela,“lamentier nicht“ sagt der Vater zu dem Emo-Mädchen
Unser Herz hängt oft an Dingen,
die schrecklich wehtun und nur austeiln‘

Oder eben so für immer bleiben,
weil sie gut tun, passen,heilen und ja
so musst du nicht nur weinen
nur weil irgend ein Idiot gegangen ist

Aber was Gutes wird passier’n
und wenns gut ist, bleibts bei dir
Jede Liebe wird irgendwann ans Licht kommen
Es ist so einfach und nicht schwer
Is nur so, dass es sich nie so anfühlt

Wenn du lebst und lebst und lebst und lebst
(Und Lebst und Lebst und Lebst)

Was Gutes wird passier’n

Wenns gut ist, bleibts hier

Wenn du lebst und lebst und lebst und lebst

Lebst und Lebst und Lebst

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6. März 2013

Melodien: „Nicolas Sturm“

Und seine Musik mag ich sehr gerne (mein BNN-Artikel vom 6. März).

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5. März 2013

Heimat: „Liedermachernacht Teil 2“

http://creative.arte.tv/fr/space/KAVANTGARDE_TV/message/23875/Liedermacher_Nacht__1_mit_Perry_O_Parson/

Die Premiere mit Perry O’Parson und Kristina Neureuther glückte. Nun steht im Kulturraum „Vanguarde“ die zweite „Liedermachernacht“ an. Mit dabei: Der Sänger Nicolas Sturm sowie Yannik. Eigentlich war Lea Braun vorgesehen, sie ist jedoch krank und wird erst bei der nächsten Veranstaltung am 1. Mai auftreten.

Bei der neuen Veranstaltungsreihe im Karlsruher Westen handelt es sich um ein gefilmtes Konzert, das später auf dem „arte Creative Channel“ zu sehen sein wird. „Es soll damit einem überregionalen Publikum zugänglich gemacht werden“, sagt Constantin Sanders. Der Student steht mit David Bruchmann hinter dem Projekt – unter dem Dach des Karlsruher Netzwerkes Kavantgarde.

Video statt Bares: „Wir wollten im Vanguarde eine Veranstaltung der etwas anderen Art ins Leben rufen“, sagt Constantin Sanders. Er ist in Hamburg aufgewachsen, studiert nun Germanistik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Bereits in der Vergangenheit arbeitete er für Kavantgarde, schrieb unter anderem für den Blog „Urban Artillery“. Der 22-Jährige erinnert sich: „Wir überlegten uns, lokale Künstler zu suchen, die im Vanguarde auftreten möchten – und als Gage dafür ein Promovideo erhalten.“ Das Besondere: Die musikalischen Auftritte sollen nicht nur gefilmt, sondern in mehrere Blöcke unterteilt und mit Interviews kombiniert werden, erklärt der Organisator. Alexander „Kim“ Bressel übernimmt die Moderation. „Durch die Interviews soll die Distanz zwischen Künstler und Publikum schwinden“, sagt Constantin Sanders: „Jeder darf Fragen stellen.“

Die erste Veranstaltung machte Freude, Moderator Bressel wirkte stellenweise zwar ein wenig aufgesetzt, aber die Auftritte der beiden Künstler und das interessante Konzept ließen diesen kleinen Makel gerne übersehen.

Die „Liedermacher Nacht“ im Kulturraum Vanguarde (Hardtstraße 37a) ist am Mittwoch, 6. März. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Infos im Internet: www.vanguar.de/liedermacher-nacht

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25. Februar 2013

Melodien: „Leslie Clio“

Eine interessante Stimme

Sie klingt ein bisschen nach Retro, Soul und Pop: Leslie Clio. Es war im Spätsommer, als ich sie auf der Fahrt von der Arbeit nach Hause zum ersten Mal hörte. Ich saß im Auto, schaltete das Radio ein und „I told you so“ tönte es mir entgegen. „Wer ist diese junge Dame?“, fragte ich mich. Der Moderator verweigerte mir eine Antwort. Schade, sie gefiel mir. Ich wollte mehr wissen. Also begab ich mich im Internet auf die Suche – und wurde fündig. Weiterlesen »

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24. Februar 2013

Heimat: „Song Slam im Kohi“

Interessante und schräge Abende beim Song Slam

Per Zufall bin ich mit Freunden im Sommer 2011 zum ersten Mal beim Song Slam im Kulturraum Kohi gelandet. Was mich dort erwartet, was für Musiker auftreten? Ich hatte keinen Plan, war aber sehr neugierg. Das Konzept klang spannend: Jeder Künstler hat sieben Minuten Zeit, einen eigenen Song vorzustellen. Das Publikum stimmt dann darüber ab, die Besten kommen eine Runde weiter. Am Ende müssen die zwei Finalisten in etwa 15 Minuten aus zehn Wörtern einen Song kreieren. Eine große Herausforderung, die so manchem Künstler schon Kopfzerbrechen bereitete. Weiterlesen »

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23. Februar 2013

Melodien „Jonathan Kluth“

Musikalische Sternstunde

Es kam bislang selten vor, dass mich bei einem Konzert eine Vorband zutiefst beeindruckte. Doch im Herbst 2012 beim Tina Dico-Konzert im Tollhaus in Karlsruhe war solch eine außergewöhnliche musikalische Sternstunde. Wir kamen an, als Jonathan Kluth bereits spielte, im Dunkeln mussten wir uns Sitzplätze suchen. Wir wussten gar nichts über den jungen Herrn mit der Gitarre auf der Bühne – nicht einmal seinen Namen. Aber innerhalb kürzester Zeit hatte er all unsere Aufmerksamkeit. Seine Stimme berührte, ließ uns den grauen Alltag vollkommen vergessen. Und auch seine leidenschaftliche und ehrliche Gitarrenmusik, es war einfach nur ein Genuss ihm zuzuhören, ihm zuzuschauen. Weiterlesen »

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19. Februar 2013

Melodien: Friska Viljor

Ein Abend mit Friska Viljor

Die Musik ist laut, das Bier fließt in Massen und es wird getanzt – wild, heftig, als gäbe es kein Morgen. Das Konzert von Friska Viljor im Substage ist wie eine bunte Party. Nicht nur für die Zuschauer, vor allem für Sänger Joakim. Er erinnert zwar stark an einen schiffsbrüchigen Matrosen, der die vergangenen Monate mit viel Rotwein verbrachte (seine Haare sind verfilzt, der Bart struppig und die Aussprache ein wenig verwaschen). Macht aber nix: Die Show läuft bestens, der Unterhaltungsfaktor ist hoch. Und die Songs sitzen trotz des Alkoholpegels. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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