Posted on April 4, 2013

Sarah Hähnle

Das ist Sarah. Sie hat netterweise alle Bilder zur Verfügung gestellt.
Das ist Sarah. Sie hat netterweise alle Bilder zur Verfügung gestellt.
Atelier Hinterhaus
Atelier Hinterhaus

Etwa 13 Jahre war Sarah Hähnle alt, als sie von ihrem Vater ihre erste Spiegelreflex-Kamera geschenkt bekam. Aus Interesse wurde schnell Leidenschaft. Urlaube, Spaziergänge, Partys und Ausflüge mit Freunden: „Überall hatte ich die Kamera dabei“, erzählt die 30-Jährige. Klick. Unzählige Male drückte sie auf den Auslöser, ließ die Fotos entwickeln, klebte sie in Alben. Zahlreiche Erinnerungen hielt sie dadurch aufrecht.

Der Zeitvertreib wurde zum Beruf. Seit Anfang Februar hat Sarah Hähnle in der Uhlandstraße 7 in Mannheim ihr eigenes Atelier. „Hinterhaus“ heißt es. Dort bietet sie in regelmäßigen Abständen Workshops an. Die nächsten Kurse zu „Grundlagen und Geschichte der Fotografie“ sind am Samstag, 13., und Sonntag, 21. April.

Argentinien, USA, Barcelona, Paris – viel ist die 30-Jährige in den vergangenen Jahren herumgekommen. „Nach meiner Ausbildung zur Fotografin bei der Stadt Mannheim blieb ich dort ein weiteres Jahr, danach zog es mich nach Spanien“, erzählt sie. Dort leben Verwandte von ihr. Für ein Möbelstudio begann Sarah Hähnle zu arbeiten. „Die neuesten Einrichtungs-Serien wurden dort mit dem Lastwagen angeliefert, ein Set aufgebaut und das Ergebnis für Kataloge festgehalten.“ Sechs Monate lang hatte sie große Freude daran. „Dann wollte ich zurück nach Deutschland.“

Sarah Hähnle begann für einen Fotografen im Schwarzwald zu arbeiten. „In Freudenstadt war aber nur die Basis.“ Für zahlreiche Automobil-Kunden flog sie durch die Welt. Sah Wüsten, Berge und viele imposante Gebäude. „Eine tolle Erfahrung“, sagt die Fotografin heute.

Sehnsucht nach Selbstständigkeit: „Nach zweieinhalb Jahren war aber auch das genug“, sagt sie. „Der Wunsch, mein eigenes Ding zu machen, wuchs.“ Die Idee für das Atelier kam auf. In der Uhlandstraße in Mannheim fand sie einen passenden Raum. Etwa 30 Quadratmeter ist er groß – lichtdurchflutet. Dort bietet sie nun am Wochenende ihre Workshops an. Eine Kombination aus Theorie, Praxis und Wissenswertem über bekannte Fotografen sowie rund um die Kunst. Insgesamt sechs Stunden dauert der Workshop, für jeweils vier Personen ist Platz.

„Viele haben eine Spiegelreflex-Kamera, wissen aber gar nicht, was damit alles möglich ist“, sagt Sarah Hähnle. Welche Einstellung ist wann am besten geeignet? Wie hoch sollte die Iso-Zahl sein? Sarah Hähnle gibt Antworten darauf.

Catering bei den Workshops
Catering bei den Workshops

Wenn sie nicht gerade Workshops gibt, arbeitet sie außerdem als freischaffende Fotografin. Hat Kunden in verschiedenen Branchen, lichtet Dinge und Gebäude ab. Aber auch Menschen stehen bei ihr vor der Linse – kleine, große und romantisch verliebte. Sarah Hähnle sagt: „Wichtig ist es mir, den Moment festzuhalten – ästhetisch schön und ehrlich.“

Für den Workshop am 13. April ist noch ein Platz, für den Workshop am 21. April sind noch zwei Plätze frei. Anmeldungen erforderlich via Email an: fotoworkshops@sarahaehnle.com.

Weitere Infos unter:
https://www.facebook.com/atelierhinterhaus


www.sarahaehnle.com

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Posted on April 1, 2013

Larissa Mantel

Larissa Mantel
Larissa Mantel

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Es waren bunte Kopffüßler, mit denen Larissa Mantel ihre Zeichenkarriere begann. „Als ich klein war, gaben mir meine Eltern Papier und Stifte – mit denen konnte ich mich austoben.“ Stundenlang malte sie mit ihrer Schwester Kreise sowie Kringel und gab den Formen anschließend ein karikiertes Gesicht.

Kopffüßler malt sie heute keine mehr. Die Leidenschaft  für das Zeichnen aber blieb. Inzwischen studiert Larissa Mantel Kommunikationsdesign an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und ist freiberuflich als Illustratorin tätig. Mehr als 60 verschiedene Postkartenmotive hat sie bereits entworfen, außerdem macht sie Kalender, Etikette, kleine Büchlein und verschiedene Auftragsarbeiten.

Bereits in der Oberstufe fing sie an, ihre ersten Postkarten in einem Secondhand-Laden in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) auszustellen. Etwa 16 Jahre war sie damals alt. Kleine Lebensweisheiten und Zitate standen darauf. „Das lief gut“, sagt Larissa Mantel mit Blick zurück. Sie begann im Stuttgarter Raum weitere Geschäfte zu suchen.  „Es war ein richtiges Türklinkenputzen.“ Das sich letztlich aber auszahlte. Als sie zum Studieren vor knapp fünf Jahren nach Karlsruhe zog, fand sie in Karlsruhe im ZKM-Museumsshop und in der Libelle in der Kaiserstraße Platz, um ihre Postkarten zum Verkauf anzubieten. Sie sind dort heute noch erhältlich.

Seit rund 18 Monaten besitzt die 24-Jährige außerdem  einen Shop bei Dawanda, bietet dort etwa 50 verschiedene Postkartenmotive an. „Das Sortiment variiert dabei“, erzählt sie.  Neue kommen hinzu, alte fallen weg. Die Nachfrage ist groß. „Ich konnte inzwischen meinen Nebenjob im Museum aufgeben“, sagt sie. Viel Zeit verbringe sie damit, kleine Päckchen für die Kunden zu packen, sie zur Post zu bringen. „Was schön ist“, sagt sie.

Sehr gefragt seien vor allem die Karten mit Lebensweisheiten. Zum Beispiel die Karte mit Tipps zum Leben verbessern. „Hosen flicken“ oder „Vögel am Gesang erkennen“ steht darauf.  Auch Karten mit Fabelwesen gehörten zu ihrem Sortiment. Die Idee entstand bei ihrem Auslandssemester in Wien, als sie dort für die Oper ein Jahrbuch mitentwarf. „Viele Kostüme zeichnete ich dafür.“ 30 verschiedene Fabelwesen entstanden, vier Motive ließ sie auf Postkarten drucken. Ihre persönliche Lieblingspostkarte ist derzeit die Einladung für einen Kurztrip. „Wo es hingeht, das kann jeder selbst entscheiden.“

Eine Schwäche für Schreibwaren: „Mehrere hundert verschiedene Stifte liegen in meiner Schublade“, erzählt Larissa Mantel mit einem Schmunzeln. Darunter: Bunt- und Kalligraphienstifte, Eddings und ihr Lieblingsstift: Ein Fineliner der Marke Muji. Zu Weihnachten bekomme sie immer wieder neue Stifte geschenkt, außerdem halten einige auch sehr lang, erklärt die Studentin die Größe ihrer Sammlung.

Wie sie ihre Zukunft sieht? „Ich weiß es noch nicht genau“, sagt sie. Ein konkretes Ziel habe sie nicht. Sie könne sich prinzipiell aber vorstellen, in Karlsruhe zu bleiben, sagt Larissa Mantel. „Ich mag die Südstadt und den Werderplatz gerne“, fügt sie hinzu. „Nun aber erstmal fertig studieren und dann schauen, was kommt.“ Bis dahin ist die 24-Jährige weiter als freie Illustratorin tätig und entwirft mit viel Freude ihren schönen „Krimskrams“.

Infos unter
www.shop.larissamantel.com
www.larissamantel.com

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Posted on March 28, 2013

Café Vanguarde

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Nora Braun

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Schnell dreht sich die Mühle in Nora Brauns Hand. Aus den braunen Bohnen wird in Sekundenschnelle feines Pulver. Laut rattert kurz darauf die Kaffeemaschine, die heiße Flüssigkeit schießt in die weiße Porzellantasse, füllt sie aus. Es duftet angenehm im Café Vanguarde.

Wo am Wochenende Hip-Hop und elektronische Klänge ertönen, getanzt wird bis in die frühen Morgenstunden, dort ist seit Mitte März tagsüber auch ein Cafébetrieb. Zwischen 10 und 17 Uhr steht Nora Braun hinter der Theke, bedient die Gäste, sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Auch an diesem Tag stehen Tulpen auf den Vintagemöbeln. Ihre Blüten sind orangefarben, rot und weiß. Magazine warten auf Holztischen auf Leser.

Ein Co-Working-Space: Hinter dem Kulturraum Vanguarde steht Jakob Siegmund. Ihm war es bereits bei der Eröffnung im September wichtig, einen Ort zu schaffen, wo junge Kreative und Selbstständige arbeiten und sich austauschen können. So gibt es im Café nun außer Kaffee, Tee und Fritz-Cola auch freies W-Lan. Oben auf der Galerie hängen an den Wänden noch bis zur ersten Aprilwoche die Werke von David Bruchmann.

Zu Essen gibt es bislang noch nichts. „Wir haben keine Küche“, erläutert Nora Braun. Mittelfristig soll es aber Snacks geben. Bis es soweit ist, dürften beispielweise Sachen zum Frühstücken mitgebracht werden. „Ich sorge dann für die Getränke“, meint die Karlsruherin schmunzelnd. Normalerweise ist das Café am Wochenende geschlossen. Eine Ausnahme ist nun über Ostern. „Sowohl am Karfreitag als auch Ostersonntag ist offen“, erzählt Nora Braun. Über zahlreichen Besuch freue sie sich.

Weitere Informationen unter www.vanguar.de

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Werke von David Bruchmann

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Posted on March 28, 2013

Pâtisserie Ludwig

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Miriam Kungl

Miriam Kungl

Es ist wie eine Reise in ein kleines französisches Café: Eclairs und Macarons liegen hübsch drapiert in der Glasvitrine, Croissants, Brioches und Pain de Chocolat warten in Körbchen auf Hungrige und Genießer. Am 22.Februar hat Konditormeister Sven Ludwig mit seiner Freundin Miriam Kungl in der Amalienstraße 39 sein kleines Geschäft eröffnet – eine Kombination aus Pâtisserie, Confiserie und Café.

Nur wenige Wochen nach der Eröffnung herrscht bereits ein munteres Treiben in dem kleinen Lädchen. „Die Resonanz ist toll“, sagt Konditorin Miriam Kungl erfreut. Sie kümmert sich an diesem Morgen um den Verkauf und berät die Kunden. An sieben kleinen Tischen ist Platz, um in der Pâtisserie einen Kaffee zu trinken und eine kleine Köstlichkeit zu probieren.
Sven Ludwig steht wenige hundert Meter weiter im Karlshof in der Backstube und sorgt mit Josia Ockert für Nachschub. „Wir machen alles selbst“, betont Miriam Kungl. Von der Schokolade über die Konfitüre bis hin zu leckeren Keksen. Sven Ludwig wurde für seine Arbeit mit dem Titel „Deutscher Meister im Konditorenhandwerk“ belohnt.

Auch die Osterhasen, die im weißen Holzregal stehen, sind selbst kreiert – sowohl von der Optik als auch vom Geschmack. Ein Knickohr und große Kulleraugen machen sie besonders. Neben ihnen liegen Pralinenostereier. „Es gibt sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen“, verrät die 23-jährige Konditorin. Unter anderem in Himbeer/Rosé/Litchi und in Passionsfrucht/Karamell.

Keine Mogelpackung: „Der Geschmack ist uns sehr wichtig“, sagt sie. Die Törtchen sollen nicht nur schön aussehen, sondern auch gut sein. Sie arbeiteten viel mit saisonalen Lebensmitteln. „Im Sommer beispielsweise mit Erdbeeren und Himbeeren.“ Außerdem wird es selbstgemachtes Eis geben. „Wir bereiten kleine Schächtelchen mit zwei verschiedenen Sorten und Soße vor und bieten sie dann in einem Kühlschrank zum Verkauf an“, erläutert sie.

Kennengelernt haben sich Miriam Kungl und Sven Ludwig bei der Arbeit in Köln. Selbstständig machen wollten sie sich aber in Karlsruhe. „Ich mag die Stadt“, sagt Miriam Kungl. Auch die Nähe zu Frankreich schätze sie sehr.

Wer selbst einmal versuchen möchte, Törtchen, Macarons oder Pralinen zu backen, kann freitagabends bei einem Kurs in der Pâtisserie teilnehmen. Die Dauer beträgt zwischen drei und vier Stunden. Mitgebracht werden muss nichts – außer guter Laune, sagt Miriam Kungl schmunzelnd. Eine Anmeldung ist erforderlich. Auf der Homepage sind außerdem Rezepte abrufbar: www.patisserie-ludwig.de.

Schön, dass es sowas in Karlsruhe gibt. Ein Besuch lohnt!

Die Pâtisserie hat auch am Karfreitag und Ostersonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Ansonsten sind die Öffnungszeiten von dienstags bis samstags von 9 bis 18 Uhr. Sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr. Montags ist geschlossen.

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Posted on March 27, 2013

Bento

Interessanter Artikel von meiner Kollegin Karin.

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Posted on March 9, 2013

„Tatort in der Kurbel“

Noch konkurriert leises Gemurmel mit der Stimme der Tagesschausprecherin. Aber es sind nur wenige Minuten, bis die Lichter im Saal 1 in der „Kurbel“ ausgehen und der Tatort-Jingle einsetzt. Dann herrscht Ruhe. Gespannt wandern alle Blicke Richtung Leinwand, Popcorn-Tüten werden fest umklammert.

Kinosessel statt Couch: In der „Kurbel“ kann jeden Sonntag kostenlos Tatort geschaut werden – auf der großen Leinwand. Ab 20 Uhr läuft das ARD-Programm. Getränke und Knabbersachen werden an einem extra Tisch vor dem Saal verkauft.

Schade nur, dass Mehmet Kurtulus (Cenk Batu) nicht mehr dabei ist. Selten waren Tatorte so interessant und sehenswert. Er fehlt. Nun steht der erste Hamburger-Tatort mit Til Schweiger an. Gespannt wird er erwartet. Actionreich soll er sein. Ich bin alles andere als ein Fan von Schweiger, freue mich aber ein wenig auf Fahri Yardim. Ihn sah ich bereits in „Chiko“, „Almanya“ und „Wer’s glaubt, wird selig“. Ende des Jahres soll der Tatort mit Nora Tschirner und Christian Ulmen ausgestrahlt werden – das wird mein Höhepunkt sein. Dann werde ich ganz sicher im Saal 1 auf einem der roten Kinosessel Platz nehmen – mit Popcorn in der Hand.
Wem das Wohnzimmer zu klein und das Kino zu groß ist, kann den Tatort in Karlsruhe außerdem im „Kap“ (Kapellenstraße 68) und in der „Zwiebel“ (Durlacher Allee 24) schauen.

http://mediathek.daserste.de/suche/13627786_vorschau-auf-willkommen-in-hamburg-so-10-3-?clipSearchFilter=allClips&s=tatort&datumBis=&sendung=&datumVon=

http://www.sueddeutsche.de/kultur/til-schweiger-gibt-tatort-einstand-1.1617985

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Posted on March 5, 2013

Liedermachernacht Teil 2

Die Premiere mit Perry O’Parson und Kristina Neureuther glückte. Nun steht im Kulturraum „Vanguarde“ die zweite „Liedermachernacht“ an. Mit dabei: Der Sänger Nicolas Sturm sowie Yannik. Eigentlich war Lea Braun vorgesehen, sie ist jedoch krank und wird erst bei der nächsten Veranstaltung am 1. Mai auftreten.

Bei der neuen Veranstaltungsreihe im Karlsruher Westen handelt es sich um ein gefilmtes Konzert, das später auf dem „arte Creative Channel“ zu sehen sein wird. „Es soll damit einem überregionalen Publikum zugänglich gemacht werden“, sagt Constantin Sanders. Der Student steht mit David Bruchmann hinter dem Projekt – unter dem Dach des Karlsruher Netzwerkes Kavantgarde.

Video statt Bares: „Wir wollten im Vanguarde eine Veranstaltung der etwas anderen Art ins Leben rufen“, sagt Constantin Sanders. Er ist in Hamburg aufgewachsen, studiert nun Germanistik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Bereits in der Vergangenheit arbeitete er für Kavantgarde, schrieb unter anderem für den Blog „Urban Artillery“. Der 22-Jährige erinnert sich: „Wir überlegten uns, lokale Künstler zu suchen, die im Vanguarde auftreten möchten – und als Gage dafür ein Promovideo erhalten.“ Das Besondere: Die musikalischen Auftritte sollen nicht nur gefilmt, sondern in mehrere Blöcke unterteilt und mit Interviews kombiniert werden, erklärt der Organisator. Alexander „Kim“ Bressel übernimmt die Moderation. „Durch die Interviews soll die Distanz zwischen Künstler und Publikum schwinden“, sagt Constantin Sanders: „Jeder darf Fragen stellen.“

Die erste Veranstaltung machte Freude, Moderator Bressel wirkte stellenweise zwar ein wenig aufgesetzt, aber die Auftritte der beiden Künstler und das interessante Konzept ließen diesen kleinen Makel gerne übersehen.

Die „Liedermacher Nacht“ im Kulturraum Vanguarde (Hardtstraße 37a) ist am Mittwoch, 6. März. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Infos im Internet: www.vanguar.de/liedermacher-nacht

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Posted on February 28, 2013

Ein Abend mit dem „Gott des Gemetzels“ (BLB)

Und alles wegen zwei abgebrochenen Schneidezähnen. Annette und Alain Reille sind bei Véronique und Michel Houillé zu Besuch. Ihr Sohn Ferndinand ging mit dem Bambusstock auf deren Sohn Bruno los, Versichungersfragen müssen nun geklärt werden. Zivilisiert und ruhig beginnt das Gespräch. Doch die Fassade bröckelt. Ein Wort gibt das andere, die Situation eskaliert von Minute zu Minute mehr. Verbale Entgleisungen, ertränkte Handys und durch die Lüfte fliegende Tulpen – am Ende herrscht im Wohnzimmer der Houillés ein kriegsähnlicher Zustand. Von der Contenance der bürgerlichen Paare ist nichts mehr übrig.

„Der Gott des Gemetzels“ hat derzeit Hochkonjunktur. Spätestens seit Roman Polanski das Theaterstück von Yasmina Reza mit Christoph Waltz und Jodie Foster verfilmte, ist es einem breiten Publikum bekannt. Seit Anfang Februar wird es nun auch an der Badischen Landesbühne in Bruchsal gezeigt. Zuviel des Guten? Nein. Auch wer den Film bereits sah, kann 80 sehr kurzweilige Minuten erleben. Das liegt zum einen an den herrlichen Dialogen, die auch beim zweiten Mal hören keineswegs langweilen. Zum anderen aber auch daran, dass die Schauspieler die Charaktere auf den Punkt treffen. Da ist Wolf E. Ralfs als kühler Anwalt Alain, dessen Handy ständig klingelt. Er verschwendet von Beginn an wenig Mühe darauf, irgendeinen Schein zu wahren. Seine Frau Annette, gespielt von Evelyn Nagel, Vermögensberaterin, anfangs noch sehr beherrscht, verliert im Laufe des Stücks die Nerven, wirft ihrem Mann vor, sich weder für Kindererziehung noch fur Haushalt zu interessieren. Véronique Houillé (Cornelia Heilmann) wird gar hysterisch. Heult, schreit, lacht ohne Ende, ihr Mann Michel Houillé (Markus Hennes) hat dagegen eher den weichen Part, der in Verachtung umschlägt.

Mehr und mehr entpuppt sich das Stück als eine grausame Offenbarung. Das liegt mit an dem Rum, der getrunken wird. Zwischen den Paaren kommt Unverständnis auf, wüste Beschimpfungen folgen, die klar definierten Parteien lösen sich auf. Es ist ein Kampf jeder gegen jeden. Das ist spannend und wird von den Akteuren gut transpotiert. Es gelingt ihnen dabei, die Dynamik im Laufe des Stücks immer weiter zu steigern. Eine faire Streitkultur ist letztlich nicht mehr vorhanden. Alain glaubt an den Gott des Gemetzels: „Die Moral schreibt uns vor, unsere Triebe zu beherrschen, aber manchmal ist es besser, ihnen freien Lauf zu lassen.“ Kurzum: Ein Ausflug nach Bruchsal ist lohnenswert.

Der Gott des Gemetzels ist unter anderem am
1., 2. und 10.+17. März an der Badischen Landesbühne in Bruchsal zu sehen. Am 3. März gastiert das Theater in der Stadthalle in Eppingen, am 21. März in Bretten in der Stadtparkhalle. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Weitere Termine unter http://www.dieblb.de/spielplan/termine_detail.php?sort=title&title=Der+Gott+des+Gemetzels

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Posted on February 24, 2013

Interessante (und schräge) Abende beim Song Slam

Per Zufall bin ich mit Freunden im Sommer 2011 zum ersten Mal beim Song Slam im Kulturraum Kohi gelandet. Was mich dort erwartet, was für Musiker auftreten? Ich hatte keinen Plan, war aber sehr neugierg. Das Konzept klang spannend: Jeder Künstler hat sieben Minuten Zeit, einen eigenen Song vorzustellen. Das Publikum stimmt dann darüber ab, die Besten kommen eine Runde weiter. Am Ende müssen die zwei Finalisten in etwa 15 Minuten aus zehn Wörtern einen Song kreieren. Eine große Herausforderung, die so manchem Künstler schon Kopfzerbrechen bereitete.

Insgesamt acht verschiedene Künstler gingen an diesem Abend an den Start. Es war ein wunderbar kurzweiliger Abend. Es traten Singer/Songwriter auf, die auf Deutsch sangen, auf Englisch, mit Gitarre oder ohne. Der Karlsruher Sänger Niklas gewann. http://niklas-musik.de/

Seither war ich bei fast jedem Song Slam und sah die unterschiedlichsten Nachwuchs-Künstler. Da war zum Beispiel der damals 18-jährige Taso aus Bruchsal, der schmachtend von „seinem Diamant“ sang – und gewann.

Oder Astra van Nelle, der ein Gedicht von Kurt Tucholsky vertonte.

Auch Max Giesinger stellte sich 2008 beim Song Slam im Kohi dem Publikum.

Selbst wenn die Qualität nicht immer die Beste ist: Abende beim Song Slam machen sehr viel Freude. Der Unterhaltungsfaktor ist groß und ab und an sind tolle Lichtblicke dabei. Es scheint sich in der Newcomer-Szene herumgesprochen zu haben, bei den letzten Abenden kamen aus ganz Baden-Württemberg Sänger. Und wenn es doof läuft und nur mäßig talentierte Leute dabei sind, tröstlich ist: Das Bier im Kohi kostet gerade einmal 1,50 Euro.

Der nächste Song Slam ist am 5. April.

Infos: www.kohi.de

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Posted on February 19, 2013

Ein Tag mit der Sew Crew

Ein selbst genähter Turnbeutel, eine Bluse oder ein Kleid – beim “Sew Crew”-Workshop im Vanguarde (Hardtstraße 37a) ist alles möglich. Jeden dritten Montag im Monat kommt Modedesignerin Melle Munz nach Karlsruhe. Mit ihr war ich in Bretten auf der Schule. Danach trennten sich unsere Wege – räumlich gesehen. Sie zog nach dem Abitur nach Karlsruhe, ich studierte in Heidelberg. Als ich im August 2008 in die Fächerstadt kam, zog sie ausgerechnet im gleichen Monat weg – nach Mainz. Dort arbeitete sie bei Designerin Anja Glockel als persönliche Assistentin. Die rund 145 Kilometer Distanz störten nicht, die Freundschaft hielt trotzdem. Im vergangenen Jahre machte sich Melle Munz selbstständig. Die „Sew Crew“ entstand, dahinter steht: Wer nähen mag, aber keine Erfahrung oder keine Nähmaschine hat, kann vorbeikommen. Vorbeikommen bedeutet in Mainz in ihr eigenes Atelier. “Zur Anprobe” heißt es. In Karlsruhe ist die Aktion im Vanguarde. Dort hilft Melle Munz bei der Umsetzung aller Näh-Wünsche. Es werden dabei immer zwei Kurse angeboten: einer am Nachmittag (15 bis 18 Uhr), einer am frühen Abend (18-21 Uhr). Kaffee gibt es dort übrigens auch.
Der nächste Kurs ist am Montag, 18. März.

Infos unter http://www.zuranprobe.de
Kontakt via E-Mail an mellemunz@zuranprobe.de oder unter Telefon (06131) 892 46 76

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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