27. September 2016

Kurioses: „Nackt“

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Nackt im WG-Zimmer

Nothing good happens after 2 A.M.: Wäre mein Leben eine Seifenoper, würde diese nächtliche Episode in das Sitcom-Genre fallen. Überdreht, mit ein wenig Sex und doch auch ein bisschen witzig. Es bestünde gar Plagiats-Verdacht. Denn der obskure Vorfall, der sich an einem grauen Winterabend mitten in meinem WG-Zimmer ereignete, ist ähnlich in „How I met your Mother“ zu sehen. In der vierten Staffel mit dem vielversprechenden Titel: „Der nackte Mann“.

Barney als Vorbild

Aber von vorne, der Reihe nach: Ich begegnete dem Herrn an einem Freitagabend. Es war kurz vor Weihnachten. Schneeflocken purzelten vom Himmel, der Duft von Glühwein und Waffeln erfüllte die Innenstadt. Überall leuchteten Lichter in grünen und roten Farben. Okay, stopp, genug Kitsch. Zum Wesentlichen: Also wir kannten uns bereits vom Sehen. Seit längerer Zeit schon verweilten wir in den ähnlichen Clubs, sahen uns vor der Bar, hinter der Bar, auf der Tanzfläche. Er adrett, Architekt, ja ein wenig wie Ted. Weiterlesen »

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21. September 2014

Flimmerkasten: „House of Cards“

Er ist zynisch, eiskalt und bitterböse: Kevin Spacey spielt in „House of Cards“ den skrupellosen Politiker Francis Underwood. Die Serie von David Fincher ist eine Wucht. Messerscharfe und brillante Dialoge, überzeugende Schauspieler und eine Handlung, die spannend ist, mitreißt. Ich bin äußerst begeistert. Weiterlesen »

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20. Juli 2014

Flimmerkasten: „Borgen – Gefährliche Seilschaften“

Eine moderne Frau zwischen Karriere und Familie: Die dänische Serie „Borgen“ zeigt genau diesen Zwiespalt. Und lässt darüber hinaus einen Blick zu hinter die Kulissen des Politikbetriebs. Es wird deutlich, wie nützlich Netzwerke sein können, wie Intrigen entstehen und welche Rolle die Medien dabei spielen. Ich bin ein großer Fan dieser Serie und habe mir allein an diesem verregneten Sonntag fünf Folgen hintereinander angeschaut.

Brigitte Nyborg wird zu Beginn der ersten Staffel die neue Premierministerin in Dänemark. Glücklich verheiratet ist sie mit Philipp, der selbst erfolgreicher Dozent an der Uni ist. Zwei Kinder haben sie gemeinsam. Der neue Job von Brigitte wirft nun alles durcheinander, sie ist kaum zuhause, hat weniger Zeit für ihren Mann und ihre Kinder. Da Philipp beruflich zwar zurücksteckt, aber nicht alles aufgeben will, treten ständig neue Konflikte auf.

Auch bei der Arbeit als Premierministerin wird Brigitte schnell klar, dass sie pragmatisch sein muss – und ihre Ideale nicht länger so umsetzen kann, wie sie es sich wünscht. Kompromisse sind notwendig. Sie muss beispielsweise erfahren, wie beim Thema Frauenquote Vertreter aus der Wirtschaft intervenieren. Oder beim Thema Menschenrechte Geld und Verträge eine Rolle spielen.

Viele aktuelle Probleme aus dem derzeitigen Politikgeschehen werden in „Borgen“ sehr interessant und spannend aufgegriffen – und es wird immer wieder mit der engagierten Journalistin Katrine gezeigt, inwieweit die Medien Einfluss auf das Gesehen haben und als vierte Gewalt agieren.

„Borgen“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für das Parlament in Kopenhagen. Drei Staffeln gibt es insgesamt, ich bin nun bei der zweiten angekommen und freu mich über jede einzelne Folge.

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10. April 2013

Flimmerkasten: „Girls“

Mitten aus dem Leben

Prosecco, Manolo Blahniks und ganz viel Glamour und Glitzer? Fehlanzeige. All das gibt es nicht. Die Serie „Girls“ spielt im wahren Leben. Im Mittelpunkt stehen Hannah, Marnie, Jessa und Shoshanna. Vier junge Frauen Mitte 20, grundverschieden, aber alle vier kämpfen sich durch das Leben. Es ist ein Blick hinter die Kulissen der jungen, modernen Frau in der Großstadt – ein Blick auf die Schattenseiten der Individualisierung. Alles ist möglich, aber einfacher dadurch nicht. „Sex and the City“ entzaubert. Weiterlesen »

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24. Februar 2013

Flimmerkasten: „Der Tatortreiniger“

Tatortreiniger Schotty (Bjarne Mädel) ist nicht zu beneiden: Seine Arbeit fängt nämlich dort an, „wo andere sich vor Entsetzen übergeben“. Angestellt ist er bei der Reinigungsfirma Lausen, von ihr erhält er seine Aufträge. Wenn ein Mord passiert und die menschlichen Überreste verschwinden sollen, macht er sich mit seinem weißen Lieferwagen voller Putzmittel und Chemikalien auf den Weg – und erlebt vor Ort die kuriosesten Geschichten.

Ich bin seit der ersten Stromberg-Staffel großer Fan von Ernie alias Bjarne Mädel. Als ich dann im „Spiegel“ las, dass es eine neue Serie mit ihm gibt, war ich neugierig. Wie bei Stromberg führt Arne Feldhusen Regie: Ein weiterer Grund, dem „Tatortreiniger“ eine Chance zu geben. Ich klickte mich durch das Netz und hatte Glück. Alle Folgen waren problemlos abrufbar.

Die Serie ist großartig. Die Dialoge sind witzig, aber auch intelligent und kein bisschen platt. Es ist eine fabelhafte Rolle für Bjarne Mädel. Er ist als Hanseat Schotty meist die Ruhe in Person. Ich schaute – obwohl ich ansonsten kein Serienjunkie bin – die vier Folgen der ersten Staffel hintereinander. Soviel Freude hatte ich daran. Inzwischen sind auch drei Folgen der zweiten Staffel im Netz abrufbar.

Die erste Staffel des „Tatorteinigers“ ging 2011 im Fernsehen völlig unter. Die Quoten waren miserabel – was absolut gar nichts aussagt. Eine Web-Kampagne bewirkte, dass die Folgen 2012 ein zweites Mal ausgestrahlt wurden. Der Erfolg war deutlich größer. 2012 bekam die Serie den Deutschen Comedypreis, auch Bjarne Mädel wurde ausgezeichnet. Nun wurde die zweite Staffel als DVD veröffentlicht. Ich freue mich sehr.

http://www.ndr.de/info/programm/sendungen/lokaltermin/audio149053_podcastID-podcast2996.html

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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