18. September 2016

Schmöker: „Literaturtage Karlsruhe 2016“

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Kneipenlesung in der Südstadt

Literatur zwischen illustren Gestalten, Bier und Rauch: Das Pilskarussell in der Rüppurrer Straße 48 verwandelt sich am Mittwoch, 28. September, zu einem ganz besonderen Ort. Anlässlich der Karlsruher Literaturtage ist dort um 21 Uhr eine Kneipenlesung zu Adam Seides „ABC der Lähmungen“.

Dichter, Denker, Junkies, Linke, Geschäftsleute: Adam Seide setzt mit „ABC der Lähmungen“ den Stammgästen in der Hannoveraner Kneipe „Bei Erich“ ein Denkmal. „Wir wollten für diese Lesung eine besondere Kneipe mit Charakter – so fiel die Wahl auf das Pilskarussell“, erzählt mir Literaturtage-Organisator Matthias Walz bei unserem Treffen vor wenigen Tagen. Startschuss der einwöchigen Karlsruher Literaturtage ist am Mittwoch, 21. September, mit einem Dead-and-Alive-Slam im Badischen Staatstheater. Das Motto der Literaturtage ist in diesem Jahr „Literatur offensiv“. Weiterlesen »

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11. September 2016

Heimat: „Ein Nachmittag mit dem HopOn/HopOff-Bus“

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Bequem durch Karlsruhe

Eigentlich kannte ich den roten Doppeldecker nur aus Großstädten. Berlin, London, Istanbul. Wer Sightseeing bequem und gebündelt haben möchte, kann sich in die Busse setzen und bekommt Information in passender Sprache ins Ohr gequasselt. Super easy, wenn auch nicht billig und eben für die Masse gemacht. Insider-Tipps exklusive.

Nun also auch Karlsruhe. Ich muss gestehen, ich war irritiert, als ich davon hörte, verdrehte die Augen und dachte: Was bitte bietet Karlsruhe alles für Stopps für eine zweistündige (!) Rundfahrt?! Ich mag Karlsruhe ja wirklich ganz gerne, aber dieses Projekt fand ich überdimensioniert. Große Sehenswürdigkeiten sind in der Stadt Mangelware, das kann man sich nur begrenzt schön reden. Da helfen auch keine Filter. Nun wollte ich aber nicht lästern, ohne mir selbst ein Bild zu machen. Ich suchte mir eine nette Begleitung, los ging es. Weiterlesen »

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17. November 2015

Heimat: „Tweet-up zur Ausstellung ,Ich bin hier. Von Rembrandt zum Selfie’”

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„Die Ricotta-Esser“ von Vincenzo Campi © Lyon MBA – Foto Alain Basset

 

Selbstporträt mit Freunden

Ein strahlendes Lächeln ist das nicht. Die Zähne der “Ricotta-Esser“ sind gelblich verfärbt, ungepflegt, verwahrlost. Aus dem 16. Jahrhundert stammt das Werk von Vincenzo Campi. Er selbst hat sich darauf mit Freunden festgehalten, er ist der Herr neben der einzigen Frau. In vollen Zügen genießen sie den saftigen, weißen Käse. Doch der fröhliche und ausgelassene Schein trügt, der Ricotta-Käse gleicht mit den runden hineingelöffelten Löchern einem Totenschädel, eine Fliege krabbelt außerdem darüber. Carpe Diem paart sich mit Vergänglichkeit. (Quelle: Antenna International)

Rembrandt, Dumas, Ai Weiwei

Das Werk von Vincenzo Campi ist eines von 140 Selbstporträts, die anlässlich der Ausstellung “Ich bin hier. Von Rembrandt zum Selfie” derzeit in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe zu sehen sind. Sie stammen von 100 Künstlern aus sechs Jahrhunderten. Darunter: Selbst-Darstellungen in alten und neuen Medien – von intimen Zeichnungen bis zum Selfie im Internet. Die Ausstellung ist Teil des trinationalen Kulturereignises “Ich bin hier. Europäische Gesichter”, das die Staatliche Kunsthalle mit Einrichtungen in Lyon und Edinburgh konzipiert hat. Beim “Tweet-up” führte Kurator Alexander Eiling durch die Räume in Karlsruhe. Der komplette Tweet-up ist bei Twitter unter #iamhere nachzulesen. Weiterlesen »

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28. Juni 2015

Heimat: „Ka300 – die ersten Tage des Festivalsommers“

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Die Stadt Karlsruhe feiert ihren 300. Geburtstag – mit mehr als 500 Veranstaltungen in 100 Tagen. Viel Skepsis hörte ich in den vergangenen Monaten über das Programm und den extra für den Festivalsommer geschaffenen Pavillon im Schlossgarten. Er sei zu teuer, hässlich, grünflächenraubend. Die Vielzahl an Events sei irritierend und unübersichtlich. Auch die Eröffnungsshow am 20. Juni polarisierte. Während ich noch in Palma weilte, waren Freunde und Bekannte dort. Sie berichteten von „professioneller Show ohne Herz“ bis zu „langen Warteschlangen an den Getränkewagen“. Meine Erwartungen waren dementsprechend gering, als ich mich am Donnerstag zum ersten Mal selbst in den Schlossgarten wagte. Doch: Ich bin positiv überrascht. Weiterlesen »

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1. April 2013

Heimat: „Larissa Mantel“

Larissa Mantel

Larissa Mantel

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Es waren bunte Kopffüßler, mit denen Larissa Mantel ihre Zeichenkarriere begann. „Als ich klein war, tobte ich mich hauptsächlich mit Stiften auf Papier aus.“  Stundenlang malte sie mit ihrer Schwester Kreise sowie Kringel.

Kopffüßler malt sie heute keine mehr. Die Leidenschaft für das Zeichnen blieb. Inzwischen studiert Larissa Mantel Kommunikationsdesign an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und ist freiberuflich als Illustratorin tätig. Mehr als 60 verschiedene Postkartenmotive hat sie bereits entworfen, außerdem macht sie Kalender, Etikette, kleine Büchlein und verschiedene Auftragsarbeiten.

Bereits in der Oberstufe fing sie an, ihre ersten Postkarten in einem Secondhand-Laden in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) auszustellen. Etwa 16 Jahre war sie damals alt. Kleine Lebensweisheiten und Zitate standen darauf. „Die Nachfrage war von Anfang an da“, sagt Larissa Mantel mit Blick zurück. Weitere Geschäfte im Stuttgarter Raum kamen dazu. Als sie zum Studieren vor knapp fünf Jahren nach Karlsruhe zog, fand sie außerdem in Karlsruhe im ZKM-Museumsshop und in der Libelle in der Kaiserstraße neue Verkaufsstellen für ihre Postkarten.

Seit rund 18 Monaten besitzt die 24-Jährige außerdem  einen Shop bei Dawanda, bietet dort etwa 50 verschiedene Postkartenmotive an. „Das Sortiment variiert“, erzählt sie.  Neue kommen hinzu, alte fallen weg. Gekauft werden viele. Viel Zeit verbringe sie damit, kleine Päckchen für die Kunden zu packen, diese zur Post zu bringen.

Sehr gefragt sind vor allem die Karten mit Lebensweisheiten. Zum Beispiel die Karte mit „Tipps zum Leben verbessern“: „Hosen flicken“ oder „Vögel am Gesang erkennen“ steht darauf.  Auch Karten mit Fabelwesen gehörten zu ihrem Sortiment. „Die Idee entstand bei meinem Auslandssemester in Wien, als ich dort für die Oper ein Jahrbuch mitentwarf.“

Eine Schwäche für Schreibwaren: „Mehrere Hundert verschiedene Stifte liegen in meiner Schublade“, erzählt Larissa Mantel mit einem Schmunzeln. Darunter: Bunt- und Kalligraphienstifte, Eddings und ihr Lieblingsstift: ein Fineliner der Marke Muji.

Wie sie ihre Zukunft sieht? „Ich weiß es noch nicht genau“, sagt sie. Ein konkretes Ziel habe sie nicht. Sie könne sich aber vorstellen, in Karlsruhe zu bleiben. „Ich mag die Südstadt und den Werderplatz gerne“, meint Larissa Mantel. „Aber erstmal wolle sie fertig studieren und dann schauen, was kommt.“

Infos unter
www.shop.larissamantel.com
www.larissamantel.com

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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