19. Februar 2013

Flimmerkasten: “Das Leben gehört uns”

Das Leben gehört uns
Tragi-Komödie aus Frankreich

Sie heißen Roméo und Juliette. Bei treibenden Beats lernen sie sich in einem Club kennen. Es macht klick. Gemeinsam genießen sie das Leben – voller Energie und Lebenslust. Alles läuft gut: Juliette wird schwanger, Adam kommt zur Welt. Doch wie bei Shakespeares Protagonisten tun sich Schwierigkeiten auf: Adam entwickelt sich nicht normal. Er übergibt sich, hält den Kopf schief. Ein Besuch bei der Ärztin bringt die schreckliche Diagnose: Adam hat einen Tumor. Roméos und Juliettes Kampf beginnt. Sie tun alles, um ihr Baby zu retten.

Als ich den Trailer für “Das Leben gehört uns” sah, stand für mich fest: Diesen Film werde ich mir nicht anschauen, auf keinen Fall. Ein Kind mit Tumor, Eltern, die verzweifelt sind. Nein, es klang mir zu schwer. Ich hatte Angst, dass mich der Film deprimieren würde. Dann kam der Film aber in der Sneak und ich musste mich damit auseinandersetzen – zum Glück. Es ist einer meiner Lieblingsfilme 2012. Denn trotz der Thematik ist der Film leicht und überhaupt nicht kitschig. Es ist ein Film, der Mut macht, der Lebensbejahend ist und der einen völlig mitnimmt – auf positive Weise. Das Ende überrascht außerdem. Ich ging damals aus dem Kino und war tief berührt. Die tollen Bilder, die Musik, die Geschichte. Zurecht der französische Beitrag zum Oscar 2012.
Randnotiz:
Besonders an diesem Film: Valérie Donzelli (Juliette) und Jérémie Elkaïm (Roméo) ist diese Geschichte tatsächlich widerfahren, sie haben ihr Erlebtes durch das Drehbuch festgehalten. Valérie Donzelli führte auch Regie. Vielleicht ist “Das Leben gehört uns” deshalb so eindringlich geworden.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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