2. März 2013

Flimmerkasten: “Monsieur Lazhar”

Kanada 2011

Monsieur Lazhar ist aus Algerien geflüchtet. Seine Familie hat er verloren, Zuflucht nun in Kanada gefunden. An einer Grundschule wird als Lehrer eingestellt. Dringend wird jemand für den Unterricht gesucht, schnell gehandelt und dabei übersehen, dass er gar keine Ausbildung hat. Der Start missglückt: Monsieur Lazhars Unterrichtsmethoden ecken an – kulturelle Unterschiede werden deutlich. Die Schüler sind irritiert, mit Kollegen hat der Flüchtling zu kämpfen und mit arroganten Eltern umzugehen. Doch die Kinder schließen ihn nach und nach mehr ins Herz. Alles scheint gut – bis Monsieur Lazhars Vergangenheit ihn einholt und alles durcheinanderwirft.

“Monsieur Lazhar” war mir völlig unbekannt, als ich ihn in der Sneak sah. Ich hatte keine Ahnung, um was es geht, um welches Genre es sich handelt. Aber schnell fand ich großen Gefallen. Es ist ein leiser Film. Die Musik, die Bilder: “Monsieur Lazhar” ist eine Wohltat für die Seele. Sophie Nélisse, die im Film die kleine Alice spielt, erinnert sehr an Anna Clumsky in “My Girl”, beide strahlen viel Wärme aus, bereichern.

“Monsieur Lazhar” war nominiert beim Oscar 2012 als bester fremdsprachiger Film. Er berührt, ohne sentimental zu sein. Ich mag ihn schrecklich gerne.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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