10. April 2013

Flimmerkasten: “Girls”

Mitten aus dem Leben

Prosecco, Manolo Blahniks und ganz viel Glamour und Glitzer? Fehlanzeige. All das gibt es nicht. Die Serie „Girls“ spielt im wahren Leben. Im Mittelpunkt stehen Hannah, Marnie, Jessa und Shoshanna. Vier junge Frauen Mitte 20, grundverschieden, aber alle vier kämpfen sich durch das Leben. Es ist ein Blick hinter die Kulissen der jungen, modernen Frau in der Großstadt – ein Blick auf die Schattenseiten der Individualisierung. Alles ist möglich, aber einfacher dadurch nicht. „Sex and the City“ entzaubert.

Powerfrau: Lena Dunham

Das Drehbuch für die Serie schrieb Lena Dunham. Sie ist 26 Jahre alt und spielt die Hannah in der Serie. Hannah zog von der Provinz nach New York und bekommt gleich in der ersten Szene die finanzielle Unterstützung ihrer Eltern gestrichen. Seit dem College hangelt sie sich von einem unbezahlten Praktikum zum nächsten, scheibt Essays – und ist in den ersten Folgen vor allem in Adam verliebt. Ihr dabei zuzuschauen, das tut manchmal ein wenig weh.

Ihre Freundin Marnie ist seit vier Jahren mit Charlie zusammen. Aber eigentlich schon lange nicht mehr in ihn verliebt. Es ist die typische Jugendbeziehung, die ins Stottern geraten ist. Die aber lange weiterläuft, weil keiner sich eingestehen möchte, dass es eigentlich keinen Sinn mehr macht.

Außerdem ist da Shoshanna. Sie nimmt den leicht verschobenen Part in der Clique ein. Shoshanna redet schrecklich viel und hat mit Anfang 20 noch nie mit einem Mann geschlafen. Ihre attraktive Cousine Jessa dagegen ist eher freizügig und nimmt sich, was sie möchte.

„Girls“ macht so große Freude, weil viele Probleme der Mädchen tatsächlich die eigene Lebenswelt widerspiegeln. Es sind die typischen Sorgen, die die sogenannte „Generation Y“ so umtreibt. Wir können alle Wege gehen, aber welcher ist denn nun der richtige?! Letztlich hat jeder sein eigenes Leben. Ein richtig oder falsch gibt es nicht mehr. Das ist der Preis der Individiualisierung.

„Sex and the City“ schaute ich kaum, der Funke sprang nie über. Die zehn Episoden der ersten Girls-Staffel sah ich dagegen in nur drei Tagen – obwohl ich teilweise nur den Feierabend zur Verfügung hatte. Ich wollte einfach wissen, wie Hannah, Marnie, Shoshanna und Jessa weiter durchs Leben stolpern.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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