14. Mai 2013

Schmöker: “Dienstags bei Morrie” von Mitch Albom

morrie

Mitch Albom ist Journalist und erfährt eines Tages, dass sein alter Soziologie-Professor an der grausamen und unheilbaren Nervenkrankheit ALS erkrankt ist. Albom besucht den damals liebgewonnenen Mentor deshalb zuhause. Ein tiefgründiges Gespräch kommt auf. Bewegt verlässt Albom das Haus, beschließt, nun jeden Dienstag bei Morrie vorbeizugehen und mit ihm über die wirklich wichtigen Dinge im Leben zu reden. Über die Unendlichkeit der Liebe, über Familie, Erfolg, Reue oder Selbstmitleid.

Lange stand “Dienstags bei Morrie” in meinem Bücherregal, großen Respekt hatte ich davor, mich auf die Geschichte des sterbenden Morrie einzulassen. Im Herbst 2012 packte es mich dann doch – und ich las es innerhalb kürzester Zeit. Albom schreibt sehr gradlinig und kurzweilig, keineswegs sentimental. Vielmehr ist es ein wunderschönes Buch über den Sinn des Lebens – ohne dass es abgehoben oder theatralisch wird. Das Werk beruht dabei auf einer wahren Geschichte.

“Hier spricht der kleine Prinz, nachdem er erwachsen geworden ist”, das steht auf dem Buchrücken von “Dienstags bei Morrie”. Und dieses Zitat aus dem Hamburger Abendblatt trifft es wohl genau. Selten hat mich ein Buch so sehr dazu angeregt, über mein Leben nachzudenken, mich so sehr bewegt. Es hat mich aber auch bestätigt, mein Leben genauso weiterzuführen, wie ich es tue. Denn in ihrem letzten “Kurs” macht der kranke Morrie seinem ehemaligen Schüler deutlich, dass es wichtig ist, jeden Tag bewusst zu leben. Nicht alles auf morgen zu verschieben, sondern einfach das sofort zu tun, wonach einem ist, was einem am Herzen liegt.

Morrie betont in seinem Rückblick auf sein Leben, dass Familie und enge Freunde das Wichtigste im Leben sind. Kein Job, kein Gehalt kann enge Bindungen ersetzen. Denn:”Liebe ist der einzige rationale Akt”.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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