11. Juni 2013

Flimmerkasten: “The Place Beyond The Pines”

Ryan Gosling im Unterhemd

Ryan Gosling. Meine Freude war groß, als ich gestern Abend mit seinem neuesten Film “The Place Beyond The Pines” konfrontiert wurde. Ich wurde nicht enttäuscht. Die meiste Zeit ist Ryan Gosling in dem Werk von Derek Cianfrancesin in einem zerfledderten T-Shirt zu sehen.

Er spielt in dem Film den Stuntmann Luke, ist ziemlich heruntergekommen, seine Haare sind gelblich blondiert, er raucht viel und sein Körper ist voller Tätowierungen: Totenköpfe, Buchstaben und mehr Fragmente als richtige Bilder. Gosling spielt einen völlig unberechenbaren Typen, der kaum redet, zum Soziopathen neigt. Allein sein Aussehen spricht Bände. 

Spannend ohne grausame Elemente

Aber nicht nur wegen des gleichen Hauptdarstellers musste ich während “The Place Beyond The Pines” öfter an “Drive” denken. Die Stimmung ist eine ähnliche, die Bilder ziehen einen förmlich in den Bann – von der allerersten Szene an. Was im Vergleich zu “Drive” fehlt, sind die grausamen und bestialischen Szenen. “The Place Beyond The Pines” kommt ohne viele Tote und Gemetzel aus. Was die Spannung aber nicht im geringsten trübt. Gegen Ende zieht sich der Film ein wenig, aber nicht so, dass ich es als störend empfand.

Um was es eigentlich geht? Motorradstuntmann Luke ist bei einem Wanderzirkus engagiert und trifft in einer Kleinstadt auf seine alte Romanze Romina (Eva Mendes), er erfährt, dass er einen kleinen Sohn mit ihr hat. Er kündigt bei seinem Arbeitgeber und bleibt in der Stadt. Romina ist jedoch in einer neuen Beziehung, glaubt nicht, dass Luke für sie und den gemeinsamen Sohn sorgen kann. Aus Mangel an Alternativen beginnt Luke Banken zu überfallen. So kreuzen sich eines Tages seine Wege mit einem zielstrebigen und korrupten Polizisten (Bradley Cooper), auch er ist Vater eines kleinen Sohns…

Der 140 Minuten lange Film ist in drei Teile gegliedert – über eine Zeitspanne von mehr als 15 Jahren hinweg. Die Episoden hängen zusammen, Schuld und Vergebung ziehen sich wie ein roter Faden dadurch. Der  Film ist ein optisches Meisterwerk. Anschauen lohnt. Nicht nur wegen Ryan Gosling.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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