24. September 2013

Fernweh: “Roadtrip V – Insel Møn”

2. Stopp: Insel Møn

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Krimskrams und ein idyllischer Park

Ein Trödelmarkt und zahlreiche Sozialkaufhäuser – nach dem Frühstück in Tiendegarden machten wir uns auf nach Stege, dem Hauptort der Insel Møn. Hauptort klingt riesig, Stege ist jedoch sehr überschaubar. Weniger als 4000 Menschen leben dort. Gleichwohl fanden wir in der Hauptstraße, der Storegarde, einige kleine Geschäfte, in denen wir unter anderem Porzellan und Seifenspender kauften. Außerdem ergatterte Catharina experimentelle Kleidung.

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DSC_0814Auch ein kleines Café gab es in einem idyllisch gelegenen Hinterhof. Sehr nett sah es dort aus, wir beschlossen dort Mittagspause zu machen. Leider keine gute Entscheidung. Der Kaffee schmeckte so fürchterlich bitter, dass er kaum genießbar war. Die Heißgetränke sollten nicht das einzig kulinarische Desaster an diesem Tag bleiben.

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Ein Ausflug mit Aufregung: Nachdem wir am Strand vorbeigeschaut hatten, ging es nach Liselund, dem romantischen Park auf Møn. Noch ahnten wir nicht, dass wir Zeuge eines Unfalls werden sollten. Noch ohne Vorahnung schauten wir uns in dem besterhaltenen romantischen Park Dänemarks genau um.

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DSC_0939Rasen, Hügel und Seen wechseln sich dort ab mit Schluchten und Wasserfällen. Angelegt wurde der Park 1784 von Antoine Bosc de la Calmette und seiner Gattin Elizabeth Iselin, genannt Lisa. Beide starben nur wenige Jahre später.

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DSC_0957Als wir es uns gerade auf unseren Decken und mit unserem Essen am Teich gemütlich gemacht hatten, hörten wir plötzlich einen lauten Schrei. Ein kleines Kind war vom Ufer ins Wasser gerutscht, die Oma hinterhergesprungen. Es war zwar überhaupt nichts Dramatisches passiert. Dem Kind ging es gut, es brüllte dann aber trotzdem los und wollte gar nicht mehr aufhören. Klatschnass war es außerdem. Der Opa zündete sich auf den Schreck eine Zigarette an und die Mama tröstete so gut sie konnte. Der Papa hatte sich derweil schon im Laufschritt zum Auto aufgemacht und holte trockene Kleidung. Es war ein bisschen wie Kino für uns.

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Hier geschah es.

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Zur Erholung machten wir nochmals Halt an einem Strand. Dort war es traumhaft schön. Catharina baute Steinmännchen.

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Am späteren Abend suchten wir uns in Stege etwas zu Essen. Es wurde ein Debakel. Da das Fischangebote in den gewöhnlichen Restaurants erneut stark dominierte und das für unsere Vegetarier suboptimal war, entschieden wir uns für den Asiaten in der Storegarde. Wir wunderten uns zwar, dass dort außer uns niemand war, dachten aber: “Das kann auch nur Zufall sein.” War es leider nicht.

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Bereits der Ablauf war völlig verquer. Während Sophie ihre Haupt- vor der Vorspeise essen musste, bekamen wir unsere Hauptspeisen nach und nach. Das wäre aber noch hinnehmbar gewesen, hätte das Essen wenigstens ein bisschen geschmeckt. Aber es war schlichtweg ekelhaft.

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DSC_1052Ob meine Garnelen jemals lebendig waren – ich wage es zu bezweifeln. Ich habe keine Ahnung, was da auf meinem Teller war. Es war auf jeden Fall sehr klitschig und schmeckte nach gar nichts. Ich entschied mich dazu, es nicht zu essen. Auch Ann-Sophie hatte kein Bedürfnis von ihren lieblos panierten und frittierten Hähnchenstückchen allzuviel zu kosten.

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Wir entschieden uns schnell zu bezahlen, noch kurz am Hafen entlang zu laufen und dann nach Hause zu gehen. Am nächsten Tag stand die Weiterfahrt nach Kopenhagen an – es sollte unser letzter Tag zu viert sein. Die Überraschung rückte näher.

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Hier geht es zum sechsten Teil: https://dieschreibmaschine.net/2013/10/11/fernweh-roadtrip-teil-vi/

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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