14. November 2013

Flimmerkasten: “Blue Jasmine”

Einfach nur toll: der Film “Blue Jasmine”!

Nach dem zwar kurzweiligen, aber wenig beeindruckenden „To Rome with Love“ hat Woody Allen wieder ein sehr ansprechendes Werk auf die Leinwand gezaubert.  „Blue Jasmine“ ist böse, lustig, aber auch ernst, dabei keine Minute anstrengend, sondern einfach nur sehr unterhaltsam und zeigt einen Einblick in die groteske Welt der Superreichen.

Ein Blender als Ehemann!

Im Mittelpunkt steht Jasmine (Cate Blanchett). Viele Jahre lebte sie mit ihrem Mann Hal (Alec Baldwin) ein Leben in Saus und Braus. Wien, Cannes und Paris. Überall war sie schon. Das Problem: Der scheinbar erfolgreiche Hal entpuppt sich nicht nur als notorischer Fremdgänger, sondern auch als kriminell. Jasmines oberflächliches Society-Leben ist plötzlich futsch. Ihr bleibt nichts außer ein paar Louis Vuitton-Koffer,  in denen noch wenige exquisite Kleider liegen sowie ein First-Class-Ticket. Mit diesem fliegt sie von New York zu ihrer Schwester Ginger nach San Francisco.

Mitten im Chaos!

Zwei Welten prallen dort aufeinander: Ginger arbeitet als einfache Angestellte in einem Supermarkt. Ihr Zuhause ist keine noble Villa, sondern eine sehr solide Wohnung. Dort lebt sie mit ihren übergewichtigen und aufmerksamkeitsgestörten Söhnen. Die einzige Übereinstimmung zwischen den Schwestern: Bei Männern beweisen sie beide kein glückliches Händchen.

Nach und nach wird aus der schönen Vorzeige-Dame ein nervliches Wrack. Sie nimmt einen Drink nach dem anderen, Beruhigungspillen sind ihre ständigen Begleiter. Ständig kämpft sie gegen ihre Panikattacken, zittert, ist fahrig, heult und führt Selbstgespräche. Das grenzt streckenweise an Wahnsinn. Cate Blanchett geht dabei so in ihrer Rolle auf, dass es ein Genuss ist, ihr zuzuschauen.

Für mich ist “Blue Jasmine” gar einer der unterhaltsamsten Filme des Jahres 2013.

 

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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