11. April 2014

Fernweh: “Hongkong”

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Hongkong. Bis vor wenigen Monaten war es für mich völlig ausgeschlossen, dass ich jemals in ein Flugzeug steige, welches mich so viele Kilometer weit weg von zu Hause bringt. Länger als vier Stunden in der Luft? Nein. Viel zu groß ist meine Angst vor dem Fliegen.

Viele Jahre verweigerte ich kategorisch jegliches Urlaubsziel, das nicht mit Zug und Auto zu erreichen ist. Dresden, Prag, Hamburg. Brüssel. Das sind schließlich auch schöne Städte.

Doch meine Sehnsucht nach Stockholm ließ mich nicht los, half 2009, meine Angst zumindest für Kurzstrecken zu überwinden. Reisen nach Istanbul, London, Krakau und Mailand folgten. Routine stellte sich jedoch nie ein. Neben mir im Flugzeug zu sitzen, das ist kein Vergnügen.

Und nun Hongkong. Allein wegen Susi. Mein halbes Leben bin ich mit ihr befreundet. Nach dem Abitur zog es sie erst nach Stuttgart, ok, dann nach Berlin, auch gut. Aber dann sollte es vor 15 Monaten Hongkong sein. Hmmmm. Mit Skypen und Nachrichten schreiben haben wir weiter großen Anteil am Leben der anderen, hören meist mehrmals die Woche voneinander, aber es ist trotzdem was anderes, wenn wir uns sehen, Zeit miteinander verbringen.

Deshalb beschloss ich im November, das Abenteuer Hongkong einzugehen, sie zu besuchen. Seither treibt die Angst mich aber um, ist mein steter Begleiter, viel Schlaf fand ich in den vergangenen Tagen nicht. Aber kneifen geht nicht, es muss klappen. Irgendwie.

Schließlich bin ich nicht alleine. Fünf Mitstreiterinnen fand ich, die mich begleiten. Ganz reibungslos verliefen die Vorbereitungen nicht. Unsere Airbnb-Unterkunft war kurzzeitig nicht verfügbar. „Von der Regierung beschlagnahmt“, hieß es. Das hat sich nun geklärt. Zum Glück.

Nur noch wenige Stunden, packen muss ich nun noch. Ich bin gespannt, was die nächsten zehn Tage mit sich bringen.

Und das ist die Susi: http://wp.me/p3915e-Cv

2 thoughts on “Fernweh: “Hongkong”

  1. Jenny sagt:

    Sehr schön geschrieben- wünsche Dir viel Spaß und einen ruhigen Flug :-)

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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