29. Juni 2014

Flimmerkasten: “Der letzte schöne Herbsttag”

Es kommt selten vor, dass ich mir einen Film gleich zweimal innerhalb von wenigen Tagen anschaue. Bei „Der letzte schöne Herbsttag“ war es der Fall. Eigentlich reizte mich der Film gar nicht, den Titel fand ich viel zu melancholisch. Noch so eine Geschichte über das Scheitern einer Liebe, nein danke. Nur über Wirrungen fand die Leih-DVD überhaupt den Weg zu mir.

Zum Glück. Die 89 Minuten über das Paar Claire und Leo haben mich verzaubert. Ich bin so begeistert von der Komödie von Ralf Westhoff, dass ich mir die DVD nun sogar gekauft habe. Ein wirklich schöner Film aus Deutschland.

Was passiert? Claire (Julia Koschitz) und Leo (Felix Hellmann) sind um die 30 Jahre alt und lernen sich kennen, weil Claire Leo einen Reifen flickt. Er lädt sie danach zum Kochen ein und dann kommt eines zum anderen. Verliebt. Erst läuft alles gut, dann kommt der Alltag. Probleme treten auf, Claire wünscht sich mehr Aufmerksamkeit, Leo scheint überfordert. Miteinander reden ist jedoch nicht ihre Stärke, so reihen sich Missverständnisse aneinander, die Distanz wird immer größer.

Es sind zwei Dinge, die mir an der „Der letzte schöne Herbsttag“ so gut gefallen: Zum einen ist die Konzeption sehr abwechslungsreich. Claire und Leo erzählen dem Zuschauer immer wieder direkt, was in ihren Köpfen vorgeht. Diesen pseudo-dokumentarische Stil fand ich auch bei „Stromberg“ sehr amüsant. Zum anderen sind die Dialoge wunderbar, stundenlange könnte ich den Gesprächen und Monologen lauschen: witzig, durchdacht, intelligent.

„Der letzte schöne Herbsttag“ ist ein leichter Film, der aber keineswegs trivial ist. Und vor allem das Ende fand ich so schön, dass ich mir alles gleich nochmals anschauen musste. Ein Film fürs Herz: zum Lachen und Weinen.

One thought on “Flimmerkasten: “Der letzte schöne Herbsttag”

  1. Chamomile sagt:

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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