7. Januar 2015

Flimmerkasten: “Die süße Gier”

Toller und spannender Film!

Es erwischt ausgerechnet den unschuldigen Kellner. Zu später Stunde wird er auf dem Nachhauseweg auf seinem Fahrrad von einem großen Auto erfasst, er stürzt, stirbt später. Wie es zu diesem tragischen Unfall kommen konnte, wird in „Die süße Gier“ nun aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Der Film rund um die glitzernde Welt der Reichen und Schönen in Italien ist spannend sowie unterhaltsam. Er gehört gar zu den besten Sneak-Filmen, die ich in den vergangenen Jahren sah.

Riskante Spekulationen
Im Mittelpunkt des Filmes stehen zwei Familien. Die Bernaschis sind durch Finanzspekulationen zu Reichtum gekommen. Sohn Massimiliano ist mit Serena zusammen. Sie ist die Tochter von Dino, einem erfolglosen Immobilienmakler, der nun versucht, durch einen Einkauf in den Hedgefond der Bernaschis zu Reichtum zu kommen. Ein riskantes Unterfangen. Seine zweite Frau Roberta ist gerade mit Zwillingen schwanger, Geld wird dringend benötigt. Doch dann geschieht der Unfall und alles gerät noch mehr durcheinander. Wer ist schuld? Massimiliano und Serena stehen unter Verdacht.

Beste Unterhaltung
Der Film „Die süße Gier“ ist eine Adaption des Bestsellers „Human Capital“ von Stephen Amidon. Das Besondere an dem Thriller ist der Aufbau. Nach einem kurzen Prolog wird das Geschehen aus drei Perspektiven gezeigt: aus der Sicht von Dino, Carla Bernaschi (Massimilianos Mutter) und Serena. Nach und nach ergibt sich so ein immer klareres Bild, wie es zu dem Unfall kam und wer am Steuer des Autos saß. Die Charaktere sind stark und sehr differenziert. Ein Einblick in die Finanzwelt, die voller Habgier, Macht und Einsamkeit ist, wird möglich. Am Ende folgt das große Finale. Bis zur letzten Sekunde saßen wir gebannt vor der Leinwand. „Die süße Gier“ ist beste Unterhaltung und zurecht für den Oscar 2015 nominiert. Unbedingt anschauen.

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Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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