28. Juni 2015

Heimat: “Ka300 – die ersten Tage des Festivalsommers”

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Die Stadt Karlsruhe feiert ihren 300. Geburtstag – mit mehr als 500 Veranstaltungen in 100 Tagen. Viel Skepsis hörte ich in den vergangenen Monaten über das Programm und den extra für den Festivalsommer geschaffenen Pavillon im Schlossgarten. Er sei zu teuer, hässlich, grünflächenraubend. Die Vielzahl an Events sei irritierend und unübersichtlich. Auch die Eröffnungsshow am 20. Juni polarisierte. Während ich noch in Palma weilte, waren Freunde und Bekannte dort. Sie berichteten von „professioneller Show ohne Herz“ bis zu „langen Warteschlangen an den Getränkewagen“. Meine Erwartungen waren dementsprechend gering, als ich mich am Donnerstag zum ersten Mal selbst in den Schlossgarten wagte. Doch: Ich bin positiv überrascht.

Für jeden etwas dabei

Rund um das Schloss herrscht in diesen Tagen eine wunderbare Stimmung. Nicht nur wegen der Sonnenstrahlen. Alt und jung, deutsch und international: Es ist ein Querschnitt der Bevölkerung, der sich dort gemeinsam versammelt und friedlich feiert. Alle zusammen schauen sich die spektakulären Schlosslichtspiele sowie das abwechslungsreiche Programm an. Denn es ist tatsächlich für jeden etwas dabei.

Nützlicher Pavillon

Oper meets Schlager: Am Donnerstag hörte ich von der Wiese aus zunächst ein illustres Konzert, dem am späteren Abend ein Filmscreening folgte. Am Freitag legte DJ Shahrokh Dini im Pavillon auf – dabei verwandelte sich der Schlossgarten unter Laserstrahlen quasi in einen Open-Air-Club. Dass der Pavillon nicht nur von innen, sondern auch von außen bespielt werden kann, war am Samstagabend beim Science Slam anlässlich des Effekte-Festivals nützlich. Das Publikum konnte auf der Wiese Platz nehmen – und es gab so kein Gedränge um Sitzgelegenheiten.

The City is the Star

Aber nicht nur rund um das Schloss ist die Stadt aufgeblüht, auch die „The City is the Star“-Kunstwerke in der Stadt sind interessant: das schwebende Haus über der Baustelle direkt am Marktplatz, der Kleintransporter am Weinbrennerhaus in der Zähringerstraße, der ganz karlsruhetypisch schon einen Strafzettel bekam und die Ufo-Klanginstallation vor dem Naturkundemuseum. http://zkm.de/event/2015/06/die-stadt-ist-der-star-kunst-an-der-baustelle

Schöne Entwicklung

Mit dem Stadtgeburtstag setzt sich eine positive Entwicklung in der Fächerstadt fort. Karlsruhe wird facettenreicher, blüht auf, wird mehr und mehr lebenswert. Es gibt inzwischen viele Cafés, Restaurants und Veranstaltungen mit Herz. Allein der Schlachthof bietet mit dem alina Café, der Fettschmelze, mit WamS, den Netzstrategen und espresso Tostino soviel Gutes. Auch die „Spiel mich“-Aktion mit den zahlreichen Klavieren in der ganzen Innenstadt ist geglückt. Es gibt zwar nach wie vor viel Luft nach oben, aber vielleicht muss man in diesen Tagen auch sehen, was sich bereits alles getan hat. Ich freue mich auf jeden Fall auf die nächsten Wochen hier in der Stadt.

Infos zum Programm unter www.ka300.de


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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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