27. Juli 2015

Melodien: “Ein Abend mit AnnenMayKantereit”

Wow

Ein verschmitztes Grinsen, eine leicht zerzauste Frisur und dann diese Stimme: Henning May sorgte am Sonntagabend für den größten Wow-Moment bei Das Fest 2015. Der Sänger von AnnenMayKantereit haute mit seinem Gesang einfach um. Kraftvoll, sicher und markant. Dazu die eingängigen Melodien und netten Texte auf Deutsch und Englisch. AnnenMayKantereit sind meine liebste Neuentdeckung vom Wochenende. Und bereits am 30. September im Karlstorbahnhof in Heidelberg wieder in der Region live zu sehen.

Drei junge Herren vor rotem Samt

Ohne Begrüßung fängt die Kölner Band auf der Hauptbühne an. Plötzlich ertönen die tiefen Töne des schlacksigen Sängers – und die Gespräche um mich herum verstummen sofort. Die Blicke wandern zur Bühne. Vor einem roten Samtvorhang haben sich die Herren drapiert, ihr leicht sperriger Bandname (die Nachnamen der drei Musiker) baumelt in großen weißen Buchstaben daran.

Ehrlich und eingängig

Ihre Musik ist komplett handgemacht und lädt zum Tanzen ein. Gitarre, Mundharmonika, Klavier Melodica, Drums: Alles spielen die Kölner selbst. Unterstützung haben sie live noch von Malte Huck (E-Bass). Ihre Songtexte: kurzweilig und lustig. Man hört gerne und aufmerksam zu – es sind kleine Geschichten, die Hennig May singend erzählt. Manchmal haben sie noch keinen Titel, manchmal erzählen sie von der Liebe und vom Älterwerden. Stillstehen fällt schwer. Maritime Stimme kommt bei „What he wanted the most“ auf. Romantisch wird es bei „Barfuß am Klavier“.

Wiedersehen erwünscht

Es ist ehrliche Musik – gepaart mit der wunderbar wuchtigen Stimme von Hennig May. Das Konzert mit AnnenMayKantereit ist durchweg eine große Freude. Die Zeit verfliegt im Nu – obwohl ich vorher kein einziges Lied kannte. Unbedingt wieder!

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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