3. November 2015

Fernweh: “7 Tage Portugal – Lissabon I”

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Lissabon Tag 1

Fünf Stockwerke. Kein Aufzug. Dafür ein vollgestopfter Koffer und eine Tasche, die gefühlt fünf Kilo wiegt. Den Marsch durch das edle Treppenhaus von Antonios Airbnb-Unterkunft überstehe ich nur fluchend. Da Antonio nicht persönlich kommen kann, legen wir im ersten Stock einen kurzen Zwischenstopp ein, um bei seiner Mutter die Schlüssel für die Loft zu holen. Dann geht es weiter. Eine knarzende Treppenstufe jagt die nächste.
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Als wir endlich ganz oben vor der großen Holztür unter dem Dach stehen, lasse ich vor Erleichterung alles fallen. Da! ABER: nicht drin. Denn leider lässt sich die Tür nicht öffnen. Fabi probiert die unterschiedlichsten Varianten aus, rütteln, ziehen, drücken. Nichts hilft. Die Tür bleibt zu. Da Antonios Mutter die 80 Jahre weit überschritten hat, scheint es uns aussichtslos, dass sie es die vier Stockwerke zu uns hoch schafft. Also rufen wir Antonio an. Doch alle Instruktionen über Handy bringen nichts – die Tür bleibt zu. Verdammt.

Portugiesische Hilfe

Antonio schickt uns seinen Freund. Einen Portugiesen, der gerade beim Joggen war. Mit seinem modischen Laufdress fliegt er quasi die Treppen hoch. Doch auch er scheitert an der Tür und weiß nicht weiter. Ein erneuter Anruf bei Antonio, dann läuft er nach unten, kommt wieder hoch, telefoniert nochmals, rüttelt an der Tür. Dann endlich: Sie geht auf. Erleichterung.

Viel Gebell

In Antonios über 100 Quadratmeter großen Loft am Campus Pequeno sieht es aus wie auf den hübschen Bildern auf Airbnb. Leider riecht es nicht besonders angenehm. Wir reißen die Fenster auf. Schon ist das nächste Problem da. Im Innenhof wohnt ein Hund. Sein Bellen und Jaulen ist in den nächsten vier Tagen unser Dauerbegleiter  – dazu kommen noch die tieffliegenden Flugzeuge, da der Flughafen nur wenige Haltstellen entfernt ist. Die Unterkunft ist definitiv nicht weiter zu empfehlen.
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An diesem Abend verzichten wir auf große Ausflüge, stattdessen genehmigen wir uns einen Burger bei „Honorato“ (empfehlenswert die Variante mit Spiegelei) und kaufen uns eine Flasche Portwein.

 

Lissabon Tag 2

Tour durch die Baixa

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Am nächsten Tag starten wir dann endlich unsere Erkundungstour  – bei Sonnenschein. Traumhaft. Wir beginnen am Praça do Comércio. Vor dem Erdbeben im Jahr 1755 befand sich dort das Palastgebäude mit dem königlichen Uferschloss. Direkt daran schließt der Praça do Muncipio (Rathausplatz) an. An diesem Tag begeistert dort ein Mann die Kinder mit Seifenblasen.
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Danach gehen wir weiter zum Rossio oder auch Praça Dom Pedro IV genannt. Er hat sich seit dem Mittelalter nicht verändert. Damals diente er als Sammelplatz für Militärparaden. Stierkämpfe wurden dort abgehalten.

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Westlich davon steht die einzige Klosterkirche der Dominikaner: Sao Domingo. Wir schauen hinein und sind angetan – besonders von den Farben.
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Ein weiterer zentraler Platz ist der Praça dos Restauradores. Dort befindet sich der imposante Rossio-Bahnhof mit seiner markanten Fassade.
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Chiado

Direkt an die Baxia schließt Chiado an. Es ist einer der beliebtesten und teuersten Stadtteile Lissabons. Hier trafen sich im 19. und 20. Jahrhundert Literaten, Künstler und Intellektuelle.

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Vor allem das Café A Brasiliera ist berühmt. Dort war früher der Dichter Fernando Pessoa zu Gast, eine Statue erinnert heute noch daran.

DSC_1841DSC_1844In Chiado befindet sich auch ein sehr ungewöhnliches Verkehrsmittel: Der Elevator de Santa Justa, der von einem Schüler Gustav Eiffels gebaut wurde. Der Aufzug verbindet Ober- und Unterstadt. Außerdem hat er eine Aussichtsplattform. In der Oberstadt befindet sich auch das Museu Arqueológico do Carmo.

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DSC_1882Nnach soviel Sightseeing darf es nun gerne etwas Süßes sein. Wir entscheiden uns für das schmucke Café Nicola und essen dort Mandel-Kuchen. Wunderbar.

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So erging es uns in Porto: https://dieschreibmaschine.net/2015/10/24/fernweh-7-tage-portugal-porto-ii/

So geht es in Lissabon weiter: https://dieschreibmaschine.net/2016/01/06/fernweh-7-tage-portugal-lissabon-ii/

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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