13. Februar 2016

Schmöker: “Drei auf Reisen” von David Nicholls

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Dieses Buch ist toll!

Ich bin David Nicholls-Fan. Seine Bücher kaufe ich alle – ganz egal, um was es geht. Meine Begeisterung für den Briten begann mit „Zwei an einem Tag“. Ich saß damals stundenlang auf meinem Bett und las hektisch Seite um Seite. Ich konnte gar nicht genug von dieser wunderbaren Geschichte um Emma und Dexter bekommen. Danach lief ich schnurstracks in die Buchhandlung und kaufte mir alle bereits erschienen Bücher von David Nicholls – las, las und las. Groß war meine Vorfreude deshalb nun auch auf sein neuestes Werk „Drei auf Reisen“. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Im Gegenteil. Ich bin erneut komplett begeistert. „Drei auf Reisen“ ist intelligent, witzig, melancholisch und einfach unfassbar kurzweilig. Viel besser kann Unterhaltung in Buchform nicht sein.

Eherettung in Europa

Dabei klingt der Plot nicht besonders spektakulär: Douglas und Connie sind seit 20 Jahren verheiratet. Während er sich immer noch rundum wohl in der Ehe fühlt, spielt sie mit dem Gedanken, sich zu trennen. Douglas ist vor den Kopf gestoßen und möchte nicht kampflos aufgeben. Deshalb fährt das Ehepaar mit dem 17-jährigen Sohn Albie nochmals gemeinsam in den Urlaub. Eine „Grand-Tour“ von Paris, über Amsterdam, München und Rom nach Barcelona.

Viel Dynamik

Das Besondere an dem Roman sind seine 180 Kapitel, die unterschiedlich lang sind – von einem Satz bis hin zu mehreren Seiten. Das bringt große Dynamik in das Geschehen. Die Geschichte spielt sich aus der Sicht von Douglas ab. Er erzählt auf muntere Art vom Ist-Zustand und blickt immer wieder zurück. So erfährt man, wie er sich in Conny verliebte und wie die Ehe verlief. Durch den detailliert beschriebenen Städte-Trip reist man als Leser quasi mit – ist mit im “Louvre” oder in den Coffee-Shops in Amsterdam.

Mitten aus dem Leben!

David Nicholls hat in “Drei auf Reisen” wunderbare Charaktere geschaffen, die so mitten aus dem Leben sind. Douglas, ein disziplinierter sowie promovierter Wissenschaftler und daneben Connie, eine im Chaos sich wohlfühlende Künstlerin. Dass das nur schwierig gut gehen kann, merkt man als Leser schneller als Douglas, der völlig vernarrt in seine Frau ist. Am liebsten hätte ich ihn an vielen Stellen geschüttelt und gesagt: Das macht doch keinen Sinn, lass es! Aber Douglas kämpft, auch um die Anerkennung seines Sohns, der seiner Mutter viel näher steht.

Sehnsucht nach Douglas

„Drei auf Reisen“ unterhält bis zum letzten Satz. Der Roman trifft viele Dinge genau auf den Punkt. Mit Douglas hat David Nicholls erneut einen männlichen Protagonisten konzipiert, der sich gerne selbst im Weg steht, aber das Herz am rechten Fleck hat – und für den ich unwahrscheinlich große Sympathien aufbaute. Ein toller Roman, den ich jedem nur mit vollster Überzeugung empfehlen kann! Sowohl Männern als auch Frauen.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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