25. Februar 2016

Heimat: “3. Geburtstag”

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Geburtstag!!!

Dritter Geburtstag! Es ist total verrückt, wie „Die Schreibmaschine“ in den vergangenen 36 Monaten mein Leben durcheinander gewirbelt hat.

Dass es diesen Blog überhaupt gibt, liegt daran, dass ich vor drei Jahren eine Phase hatte, in der ich ganz schön geknickt war. Ich hatte damals mein Volontariat bei einer Tageszeitung gerade beendet und arbeitete dort als Redakteurin weiter. Voller Enthusiasmus und Idealismus war ich nach der Uni in meine journalistische Laufbahn gestartet – und ganz schön hart in die Realität geknallt. Statt über moderne und spannende Themen zu schreiben, durfte ich mich plötzlich in Außenredaktionen mit Dorffesten und Vereinsmeldungen abgeben. Eigeninitiative und abweichende Meinung? Unerwünscht. Die meisten meiner bunten Ideen und Vorschläge stießen bei den konservativen Herren auf Ablehnung. „Frau Steinbach, wir sind hier nicht in Berlin Mitte“, dieser Satz dröhnt mir bis heute noch in den Ohren. Konformität, Demut und nettes Aussehen: gerne! Aber bitte nicht anecken.

Sehnsucht nach dem Schreiben

Ich hatte damals solch eine unendlich große Sehnsucht, wieder über Menschen und ihre Geschichten zu schreiben. Es nicht tun zu können, machte mich zutiefst unglücklich. All das erzählte ich im Februar 2013 einem Freund. Wir hatten uns zwei Jahre nicht gesehen und als ich ihm an einem Samstagabend bei einem Glas Wein mein Herz ausschüttete, sah er mich nur an und meinte: „Miri, das geht so nicht weiter, mach was Eigenes, ich mag deine Geschichten, ich würde sie immer lesen.“ Er begann davon zu reden, dass online super wäre, denn dann könne er immer und jederzeit darauf zugreifen. Am Anfang lachte ich, nahm sein Gerede nicht ernst, aber dann schlief ich eine Nacht darüber, dachte den ganzen Sonntag darüber nach. Und begann mich montags mit WordPress auseinanderzusetzen.

Innerhalb von neun Tagen wurde aus einer diffusen Idee tatsächlich Realität. Kreative und praktische Unterstützung bekam ich von meinen liebsten Freundinnen und in Nachtschichten wurstelte ich mich durch den Technik-Kram. Als der Blog am 22. Februar 2013 online ging, hatte er bereits am ersten Tag 863 Aufrufe. Ich hätte vor Freude einfach nur heulen können.

Die Welt vergessen

Unendlich dankbar bin ich, dass es “Die Schreibmaschine” gibt. Ich habe in den vergangenen drei Jahren so tolle Menschen dadurch kennengelernt. Und ich kann endlich wieder die Dinge loswerden, die mir so auf der Seele liegen. Einfach schreiben, schreiben, schreiben. Die Welt um mich herum kurz zu vergessen, das ist Glück für mich. Und das alles ohne Druck, ohne Zwang, ohne Restriktion, nur über das, was mein Herz mir sagt und was sich richtig anfühlt. Ich freue mich so sehr!

Danke, Rouven!

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4 thoughts on “Heimat: “3. Geburtstag”

  1. Linda K. sagt:

    Danke liebe Miriam, dass ich dich kennen lernen durfte. Es ist deine textlich umgesetzte Wahrnehmung von Gesellschaft, Kultur und Stadtgeschehen, die positiv aufleben lässt. Sie spiegeln zugleich das Wesen deiner Person wieder. Weiter so.

  2. Paula sagt:

    Alles Gute zum 3. Geburtstag
    Lese Dich immer wieder gern!

    Liebe Grüße

    1. Miriam Steinbach sagt:

      Danke, Paula! Das freut mich sehr! :)

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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