5. März 2016

Heimat: “Mein neues Hobby”

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Pläne über Bord

Eigentlich wollte ich über die Freedom Skaters nur schreiben. Ich suchte keine neuen Projekte für meine Freizeitgestaltung, mein Leben ist schon turbulent genug. Außerdem kann ich gar kein Skateboard fahren. Als stille Begleiterin wollte ich so für den Blog dabei sein, keine aktive Rolle übernehmen. Deshalb plante ich mir etwa eine Stunde ein, als ich am 12. Dezember um 10.45 Uhr vor dem 1&1 Gebäude auf die Helfer traf. Doch dann war mir schnell klar, dass dieses Zeitmanagement nicht funktionieren wird, ich meine Pläne über Bord werfen muss.

Plötzlich mitten drin

Neustart. Es war schon fast 11.30 Uhr, bis alle Kinder in der Kriegsstraße 200 eingesammelt waren. Plötzlich stand ich zwischen den Helfern und hatte selbst zwei bezaubernde Mädchen an der Hand. Hajar und Maryam. Ich war mitten drin, nicht nur dabei. Und merkte in der Halle schnell, dass ich auch ohne Skateboard-Expertise den Kindern helfen kann. Irgendwas passierte in den nächsten Stunden mit mir. All die freundlichen Gesichter um mich herum, dazu die Kinder, die viel Leid erlebt haben und sich nun so über die Workshops freuen. Es gab einen Knall und unendlich viele Glücksgefühle strömten durch mich.

Ich komme wieder

Normalerweise geht ein Workshop der Freedom Skaters von 10.45 bis 16 Uhr. Fast ein ganzer Wochenend-Tag. Eigentlich habe ich diese Zeit wirklich nicht. Aber als ich mich an diesem Samstag im Dezember von der Gruppe verabschiedete, sagte ich zu Angela vom Organisations-Team: Ich komme wieder.

Zweifel waren weg

Es war kein leeres Versprechen, ich setzte mich an meinen Terminplan und überlegte. Einmal im Monat geht auf jeden Fall. Ich war mir sicher. Als der Tag dann da war, hatte ich nachts schlecht geschlafen und hoffte, dass ich den Workshop durchstehe. Aber es trat wieder derselbe Effekt ein, kaum stand ich vor dem Tor an der Kriegsstraße, waren alle Zweifel weg. Ich freute mich nur noch.

Sehnsucht!

Aus einmal im Monat wurden zweimal. Inzwischen bin ich jede Woche dabei. Es ist völlig verrückt. Ich weiß selbst nicht, wie das mit meinem Alltag funktioniert. Aber irgendwie ist mit ein bisschen Organisation die Zeit da – ohne dass irgendetwas darunter leiden muss. Als der Workshop vergangenen Sonntag kurzfristig ausfallen musste, war ich richtig traurig. Das war ein ganz komisches Gefühl, aber ich bin so gerne mit der Gruppe und den Kindern zusammen, dass ich Sehnsucht hatte.

Jajaja!

Genau in diese Gefühlslage hinein, schrieb mir Anna. Sie hat das ganze Projekt ins Leben gerufen und ich bewundere sie wirklich dafür. Sie fragte mich: „Miriam, hast du nicht Lust, beim Organisations-Team mit dabei zu sein?“ Ich habe nicht mal eine Millisekunde überlegt. Jajaja! Ich will, unendlich gerne!

Nichts Besseres

Gestern war ich nun bei der Einführung. Es ist viel Neues. Neue Aufgaben, Verantwortung, regelmäßige Sitzungen. Aber ich freue mich sehr. Alles ist in diesen Zeiten so unverbindlich geworden, viele wollen sich nicht mehr festlegen, nicht planen. Ich war selbst solch ein Kandidat, bloß keinen Tag in der Woche schon im Voraus fix verplanen, es könnte ja was Besseres passieren. Aber bei den Freedom Skaters weiß ich einfach, dass nichts Besseres kommen kann!

Mehr zu den Freedom Skaters:

Heimat: „Ein Tag mit den Freedom Skaters“

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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