14. Juni 2016

Heimat: Ein Abend mit Hannah Gahlert”

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Das ist Hannah. Von ihr sind auch alle Bilder.


Voller Energie!

Malerei, Mode, Makeup. Es ist unmöglich, Hannah Gahlert in eine Schubalde zu stecken. Sie ist ein Tausendsassa. Seit Ende April hat die 28-Jährige nun ihre erste eigene Ausstellung – bei KULØR, dem Laden von Sabrina Kuhn auf dem Werderplatz. Zu sehen sind etwa 25 Arbeiten: Illustrationen und großflächige Kunstwerke, vereint unter dem Titel „Zwischen Gestern und Gesten“.

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Glückliche Fügung

„Dass es zu der Ausstellung kam, war ein glücklicher Zufall“, erzählt mir Hannah, als wir uns an einem sonnigen Abend treffen. Für ein Shooting der KULØR-Produkte suchte Sabrina Kuhn mit der Fotografin Katrin Lautenbach eine passende Loction – sie landeten bei Hannah in der Wohnung. „Sabrina entdeckte auf dem Schreibtisch und an der Wand meine Arbeiten“, erinnert sich Hannah. Die Idee für die Ausstellung kam auf.

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„Gestern und Gesten“ läuft unter Hannahs Label „hope.“. Seit sieben Jahren dokumentiert sie auf dem gleichnamigen Blog ihren vielseitigen kreativen Output – mittels Fotografien, Texten und animierten Illustrationen. „Ganz am Anfang stand die Idee eines Modelabels, das mit nachhaltigem Inhalt gefüllt ist und eine Message transportieren soll“, erinnert sich Hannah. Es entstanden damals T-Shirts, Halsketten und Broschen. In einem kleinen Laden in der Luisenstraße gab es die Dinge zu kaufen.

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Weg von der Modewelt

„Es blieb aber nicht dabei, das Label hat sich mit mir verändert“, sagt Hannah. Ihr Weg war in den vergangenen sieben Jahren keineswegs gradlinig. Nach einer Friseur- und Grafikdesignausbildung hatte sie sich in Pforzheim in Modedesign eingeschrieben. „Bei einem Praktikum in Berlin bemerkte ich aber, dass das nicht meine Welt ist.“ Was nun? Weitermachen? Aufhören? Hannah brach ab und kam zurück nach Karlsruhe – ohne zunächst einen Plan zu haben, wie es genau weitergehen soll.

In die Tiefe

„Einfach machen und oft erst rückwirkend verstehen, was da eigentlich passierte – das prägt mein Handeln generell“, sagt Hannah und lacht. Meist geht es trotzdem auf. Auch damals, als sie wieder zurück in der Fächerstadt war. Hannah überlegte nicht lange und machte sich selbstständig – mit all ihren Styling- und Design-Kompetenzen. Der Plan funktionierte, innerhalb kürzester Zeit hatte sie zahlreiche Aufträge. „Das war eine schöne Erfahrung“, sagt sie heute. Trotzdem schrieb sie sich vor einem Jahr noch an der Kunstakademie Karlsruhe ein. „Ich wollte bei der Kreativtät nicht an der Oberfläche bleiben, sondern in die Tiefe gehen.“


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Jeden Tag eine Zeichnung

All ihre großflächigen Arbeiten, die derzeit bei KULØR zu sehen sind, entstanden im Rahmen ihres Studiums. Ihnen ist der Teil-Titel „Gesten“ gewidmet. Unter „Gestern“ fallen all die DINA3-Werke, die Hannah anlässlich ihres „365 Tage“-Projektes schuf. „Ich erstelle seit einiger Zeit jeden Tag eine Zeichnung, die meine aktuelle Emotion widerspiegelt.“ Am Ende möchte sie die Karlsruherin alle in einem Buch bündeln.

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Keine Wiederholungen

„Ich freue mich sehr über die Ausstellung bei KULØR“, sagt die 28-Jährige, sie strahlt nun. Bereits bei der Vernissage verkaufte sie einige ihrer Werke. Und ein zeitliches Ende der Ausstellung ist nicht vorgesehen. „Nur die Drucke sind jeweils auf 50 Stück beschränkt – wenn sie weg sind, werde ich keine neuen erstellen.“ Hannah möchte sich nicht wiederholen, ihre Richtung geht nach vorne, nur nach vorne.

Mehr Infos:

Hier gehts zum Blog von Hannah: http://ahopeproject.de

Die Ausstellung ist zu sehen in der Werderstraße 29. Mehr zum Laden gibt es hier 
https://dieschreibmaschine.net/2016/03/24/heimat-ein-abend-mit-sabrina-kuhn-im-kulor-laden/

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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