10. Juli 2016

Fernweh: “Crazy in love: Barcelona”

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Bezauberndes Barcelona

Ich bin verliebt. Barcelona hat mich komplett verzaubert. Eigentlich dachte ich bis zu diesem Städtetrip, dass für mich nichts an die skandinavischen Städte Stockholm und Kopenhagen rankommt. Auch der Roadtrip durch Südengland hatte etwas Magisches für mich gehabt. Aber ich muss gestehen: So wohl wie in Barcelona habe ich mich noch nie in einer Stadt gefühlt. Es war einfach alles perfekt.

Kultur, Strand, tolle Restaurants und ein munteres Treiben auf der Straße – in Barcelona war es mir keine Sekunde langweilig. Ich saß oft stundenlang nur in einem Café, trank je nach Uhrzeit Kaffee oder Wermut, las Zeitung und beobachtete Menschen. Das Schöne: Mehr als ein Mal kamen Fremde zu mir, sprachen mich an – unaufdringlich, einfach zum Plaudern. Danach ging wieder jeder seiner Wege. Das war toll.

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Wiedersehen!

Nach den sieben Tagen in Barcelona stehen für mich zwei Sachen fest: Ich werde auf jeden Fall nächstes Jahr dort wieder hinfliegen und all die Dinge tun, die dieses Jahr keinen Platz fanden (und das sind ganz schön viele).

Außerdem hat es mich darin bestärkt, noch öfter alleine in Urlaub zu gehen. Gerade wenn der Alltag stressig ist, tut es unwahrscheinlich gut, morgens aufzustehen, keine bestimmten Pläne zu haben und spontan zu entscheiden, auf was man Lust hat. So gab es Tage, an denen ich ohne Straßenkarte kreuz und quer durch Stadtviertel lief – keinen Schimmer hatte, wo ich landen werde und dabei die schönsten Plätze entdeckte.

In diesem ersten Teil geht es nun um die Stadtviertel in Barcelona, im zweiten dann um Essen und Trinken. Shopping-Tipps kann ich leider keine geben. Ich war tatsächlich in keinem einzigen Laden.

Raval

Viel Zeit habe ich in meiner Hood, Raval, verbracht. Das ist ein ganz schön buntes Stadtviertel. Es gibt dort Kunst, viele Kneipen und Restaurants – aber auch Prostitution und Armut. Wie nah die Grenzen verschwimmen, merkte ich, als ich nebem dem Filmoteca in einem Straßencafe im Chinesischen Viertel Platz genommen hattte. Irgendwann registrierte ich die Frauen, die neben mir in Reihe auf mehreren geparkten Motorrollern saßen. Als ich dann genau hinschaute, sah ich die Bauchtaschen und es machte klick. In Raval ist eben alles ganz dicht beieinander. Es scheint sich aber niemand daran zu stören.

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Von einer Freundin, die vergangenes Jahr vier Wochen in Barcelona verbrachte, bekam ich den Tipp, am Museu d’Art Contemporani vorbeizuschauen. Dort treffen sich Skater, um vor dem Museum Tricks zu üben. Die Stimmung dort ist toll, überall sitzen junge Menschen auf dem Boden sowie auf Mauern und genießen den Tag.

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Raval bietet außerdem den Vorteil, dass man nahe am Meer ist. Zu Fuß brauchte ich etwa 35 Minuten, um zum Strand nach La Barceloneta zu kommen. Eine nette Strecke zum Spazieren.

Gràcia

Großer Fan bin ich außerdem von Gràcia. Das ist ein ebenfalls alternatives Stadtviertel. Ich kam dort zum ersten Mal hin, weil ich im Park Güell war, der sich auch in dieser Gegend befindet. Als ich danach durch die vielen kleinen Gassen lief, war ich so begeistert, dass ich an meinem letzten Abend nochmals dorthin fuhr. Vom Angebot ist es ein wenig wie in Kreuzberg oder am Prenzlauer Berg. Es gibt kleine Cafes, vegane Läden und ganz schön viel Bio-Kram. Vor allem rund um die Placa del Sol finden sich viele nette Möglichkeiten zum Essen und Trinken.

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Das gothische Viertel (Barri Gòtic)

Davon hatte ich im Vorfeld soviel Gutes gehört – und war dann enttäuscht. Besonders abends ist in dem Viertel, das östlich der La Rambla anschließt, ein furchtbares Gedränge. Vor Pubs standen ständig grölende Fußball-Fans und es war mehr ein durch die Gassen schieben, als ein Schlendern. Da ich außerdem keine Lust auf Shopping hatte, konnten mich auch die kleinen Läden nicht überzeugen. Als ich meinem Airbnb-Vermieter von meinem Unmut erzählte, markierte er mir kleine Plätze und Straßen in meinen Faltplan, in denen es in dem Viertel noch erträglich war: unter anderem den Placa del Pi und die Carrer Avinyo.

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Dort ist unter anderem das Picasso Museum. Ein wirklich sehr schönes Viertel. Aber auch voll mit unfassbar vielen Menschen. Ich lief dort zum Antic Mercat del Born und die Carrer Argentería entlang. Mein Vermieter erzählte mir, dass Picasso dort die Prostituierten malte. Danach reichte es mir auch – es gibt dort aber sehr viele schöne Restaurants und lohnt sich sehr, wenn man einen schönen Ort zum Essengehen sucht.

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La Barceloneta

Strand! Mein erster Weg in Barcelona führte mich zum Wasser – erst entlang des Hafens, dann direkt zum Sandstrand. An der Promenade liegen Motor- und Segelyachten. Außerdem gibt es sehr viele gefälschte Taschen, Schuhe und Decken zu kaufen.

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In Barceloneta lief ich an zwei verschiedenen Tagen planlos kleine Straßen ab, trank am Marktplatz Kaffee und machte außerdem einen Ausflug zum Parc de la Ciutadella. Das ist eine wunderschöne Grünanlage im nordöstlichen Teil der Altstadt. Ein wahres Idyll: In dem Park gibt es einen See, Seifenblasen fliegen durch die Luft und es ist alles sehr entspannt.

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Gaudi!

Casa Battló, Sagrada Familia, Casa Milà (La Pedrera), Parc Güell – ich mag Antoní Gaudí sehr. Und eigentlich war mein Plan auch, zwei seiner Werke genauer anzuschauen. Aber es war verflixt, da ich keine Online-Reservierung hatte, hätte ich jeweils stundenlang anstehen müssen. Dazu war mir dann meine Zeit aber zu schade. Denn auch von außen sind die Gebäude imposant. Mein Plan für meinen nächsten Barcelona-Trip lautet aber: Ich werde auf jeden Fall für die Sagrada Familia vorab ein Ticket kaufen – und mich eben mal rechtzeitig festlegen und den Rest darum planen.

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Im zweiten Teil folgen dann Tipps für Cafés und Restaurants.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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