27. Oktober 2016

Fernweh: “Beautiful Brügge”

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Prunk, Pralinen und Pommes

Eine Reise ins märchenhafte Mittelalter: Brügge steht schon lange weit oben auf meiner Liste. Eine Freundin hatte mir von der belgischen Stadt erzählt – von der tollen Architektur, den Waffeln, Pommes und Pralinen. Ich hatte mich daraufhin durchs Netz geklickt, Bilder angeschaut und dachte mir: “Oh, das sieht hübsch aus. Da will ich auch hin.”

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WG mit einem Hund

Brügge wurde im Jahr 2000 zum Unesco Weltkulturerbe ernannt. Spätestens seit dieser Auszeichnung strömen die Touristen in Massen in die belgische Stadt. Knapp 120.000 Einwohner leben dort – wie unser Airbnb-Gastgeber Wim. Seine Wohnung ist nur begrenzt zu empfehlen. Sie war mit 30 Euro pro Nacht zwar für Brügge-Verhältnisse relativ günstig, jedoch durften wir die Küche nicht mitbenutzen und dass ein Hund dort lebte, war auch zu riechen. Etwa 15 Minuten brauchten wir zu Fuß bis zum Marktplatz. Ein Spaziergang, der aber keineswegs nervte, denn Brügge ist einfach überall schön. Ein Backstein-Haus reiht sich an das andere. Es ist wie ein riesengroßes Museum.

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dsc_0743 Der Belfried am Marktplatz - er ist 83 Meter hoch.

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img_8460Grachtenfahrt im Sonnenschein

Zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert war Brügge eine europäische Handelsmetropole. Das Wort “Börse” stammt beipielsweise von einer damals dort ansässigen Familie ab. Über das Flüsschen Reie war die Stadt mit dem Meer verbunden, so konnte der Handel florieren. Das ist heute nicht mehr der Fall. Aber dafür kann man mitten durch die Stadt ein Grachtenfahrt für acht Euro unternehmen – was wir sehr gerne taten.

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Pommes!!!!

Viel Zeit verbrachten wir auch in den Museen. Zuerst schafften wir es ins Frietmuseum. Dort erfuhren wir alles über Kartoffeln und Pommes. Im untersten Geschoss gibt es außerdem echte belgische Fries zu essen. Lecker!

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Pralinen!!!

Im Schokomusuem erfuhren wir dann alles über die Kakao-Bohne. Wie sie in Südamerika geerntet und getrocknet wird und dann den Weg nach Europa findet. Außerdem gibt es dort in regelmäßigen Abständen Live-Vorführungen von Konditoren.

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Waffeln!

Ich liebe Waffeln. Deshalb war klar, dass ich ganz viele in Brügge essen muss. Unter anderem waren wir bei Lizzie’s Wafels. Dort gibt es laut Internet die besten Waffeln der Stadt – extra groß. http://www.lizzieswafelsbrugge.be/ Jedoch war ich von keiner Waffel, die ich in Brügge probierte, besonders angetan. Sie schmeckten alle sehr nach Hefe. Ich bin enttäuscht.

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Geschichte!!!

Im Historium, einem Geschichtsmuseum, reisten wir zurück in das goldene Zeitalter von Brügge – mittels eines Films, der dort über mehrere Räume mit verschiedenen Spezialeffekten über 50 Minuten lang gezeigt wird. Der Informationsgehalt war jedoch eher gering und erinnerte mehr an einen Kino-Film für Kinder. Schade. Nach der Audio-Führung gibt es noch einen kleinen Bereich zum Nachlesen der geschichtlichen Infos, was aber dann wiederum sehr sperrig und monoton ist. Überzeugt hat mich dagegen die Aussicht von der Panorama-Terrasse, die einen tollen Blick auf den Marktplatz zulässt.

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Gent statt Brügge

Der Trip nach Brügge hat sich auf jeden Fall gelohnt, die 2,5 Tage netto waren perfekt für die Mischung aus Spaziergehen, Museen besuchen, Grachtenfahrt und leckeres Essen. Die Stadt ist aber verhältnismäßig teuer, keineswegs modern, sondern eher ein wenig schwerfällig, exklusiv und voller Touristen. Ich musste mehrere Male an Heidelberg denken. Deshalb wird es für mich wohl kein Wiedersehen geben. Eigentlich wollten wir auch noch nach Gent fahren, die zweitgrößte belgische Stadt liegt nur 30 Zugminuten entfernt. Jedoch schafften wir es letztlich nicht. Es ist aber nur aufgeschoben, Gent wurde mir gleich von mehreren Menschen sehr ans Herz gelegt, ich bin gespannt.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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