25. Juni 2017

Heimat: “Drei Fragen an Norina Quinte von ,Die Anstoß'”

 

“Die Tanzßtelle – Ein Fest mitten in der Stadt” am 1. Juli

Es wird bunt am kommenden Samstag, 1. Juli, am Parkhaus am Kronenplatz. Der Verein “Die Anstoß” lädt zu seinem eintägigen Festival: “Die Tanzßtelle – Ein Fest mitten in der Stadt”. Ich habe mich deshalb mit Norina Quinte von “Die Anstoß” über das Programm, die Projekte sowie die Erfahrungen des Vereins in Karlsruhe unterhalten. Viel Spaß beim Lesen.

Das ist Norina.

Was genau steckt hinter eurem Festival? 

Norina: Da wir mit unserem Verein “Die Anstoß” ja nun schon seit einigen Jahren öffentliche Plätze in Karlsruhe bespielen, sind wir immer auf der Suche nach neuen Räumen für Aktionen. Wichtig ist es uns dabei, dass diese völlig unabhängig von Institutionen sind. Vergangenes Jahr organisierten wir beispielsweise auf der Seebühne im Zoo das kleine Festival “Sea Live”. Es war ein tolles Fest, es passte alles: schöne Beiträge, ein gut gelauntes Publikum und dann noch ein super Wetter. Daran würden wir nun gerne anknüpfen. Deshalb planen wir seit Anfang des Jahres die „Tanzßtelle“ im Rahmen des Eck-Kultur-Dörfle-Festes. Wir haben als Ort das Parkhaus “Ein- und Ausfahrt am Kronenplatz” gewählt, es ist direkt neben unserem Projektraum, dem “ßpace” in der Fritz-Erler-Straße.

Unsere Idee dahinter: Wo sonst Autos fahren und geparkt wird, treffen sich Leute, vernetzen sich und feiern zusammen. Das Programm wird vielfältig. Wir haben

  • vier Bands
  • eine Ausstellung von Verena Wippenbeck
  • eine Lesung
  • zwei DJs und
  • ein kleines Kinderprogramm

Und natürlich gibt es auch leckere Getränke, Fußbäder und sonstigen Quatsch. Wir freuen uns, dass wir soviel Unterstützung bekommen – von den Mitwirkenden, die auf ehrenamtlicher Basis das Programm mitgestalten und helfen. Das Festival beginnt um 14 Uhr und endet um 24 Uhr. Alle sind eingeladen, der Eintritt ist kostenlos. Es lohnt sich, schon früh da zu sein.

 

“Die Anstoß” gibt es nun seit drei Jahren – was ist eure Zwischenbilanz? 

Norina: Genau, wir sind seit drei Jahren ein eingetragener Verein. Die ersten Treffen sind nun sogar schon fast vier Jahre her. Verrückt, wie schnell die Zeit vergeht.

Einige der MitgründerInnen sind mittlerweile nicht mehr in Karlsruhe, dennoch ist es sehr schön, dass neue Menschen kommen und dazu beitragen, dass die Idee “Anstoß” weiterhin wachsen kann. Dass wir anfangs noch keinen festen Raum hatten, war rückblickend eigentlich genau richtig. Denn dadurch, dass wir temporär Orte besetzt haben, mussten wir erfinderisch sein und bemerkten, welche Art von Plattform in Karlsruhe eventuell noch fehlt.

Der ßpace, den wir seit knapp zwei Jahren bespielen, ist sozusagen das Ergebnis und funktioniert als Ausstellungsraum, Treffpunkt und Anlaufstelle. Gerade weil der Laden so zentral gelegen ist, lernen uns dadurch auch neue Leute kennen. Ziel ist es natürlich weiterhin, an unterschiedlichen Orten aufzutauchen und andere Formate zu realisieren.

Es geht in jedem Fall weiter und wir sind ganz optimistisch, erstmal nicht über einen Auszug nachdenken zu müssen – manchmal fühlt es sich trotz der rund 60 Aktionen in den vergangenen Jahren so an, als gehe es jetzt erst richtig los.

Was fehlt euch noch in Karlsruhe – was sind eure nächsten Projekte?

Norina: Das ist eine schwierige Frage. Viele Karlsruher BürgerInnen wünschen sich mehr Offenheit für neue Konzepte. Auch Veranstaltungen nach 22 Uhr im Außenbereich, oder sogar generell zu veranstalten, ist sehr schwierig – und das in einer von Sonne verwöhnten Stadt.

Grundsätzlich hat sich aber in den vergangenen Jahren sehr viel getan, es gibt einige Initiativen und Vereine, die sich für die Kreativszene einsetzen und das Stadtbild abwechslungsreicher machen. Es wäre schön, wenn sich die kreativen und soziokulturellen Gruppen besser vernetzen und gemeinsam noch mehr alternative Angebote schaffen.

Unser Plan ist es, Formate zu finden, in denen das funktionieren kann. Wir hatten ja auch bereits einen Vortrags- und Vernetzungstag mit vielen Vereinen im ßpace. Das hat super funktioniert und viele Horizonte erweitert. Ansonsten gibt es bereits einige konkrete Projekte in den nächsten Monaten – wie Ausstellungen und Konzerte, den Parkinn-Day und Diplom-Präsentationen, auf die wir uns freuen. Das monatliche Hangout „ßpaced“ am letzten Samstag im Monat mit Kaffee und DJs wird es auch weiterhin geben. Sowie den „Workßpace“ zum gemeinsamen Arbeiten.

Der Zeitplan für das Festival:

15h TRIO BAGATELLO mit einem folkigen Mix
16h ALPHA NORD improvisieren
17h10 CHICO & TIGHTS lesen und spielen
18h THE POCKET PROJECT spielen Soul, Blues, Jazz & Funk
19h LACHS & LEMKE steigern die Tanzbarkeit
20h SEBASTIAN HECK legt feinsten Funk, Soul und Reggae auf
22h LUTZ HARTMANN begeistert mit House, New Jazz und Hip Hop

Weitere Infos:
https://www.facebook.com/dieanstoss/ und http://dieanstoss.de/neu

 

One thought on “Heimat: “Drei Fragen an Norina Quinte von ,Die Anstoß'”

  1. Raphael sagt:

    Das klingt ja nach einem schönen Festival!

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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