8. November 2017

Heimat: Ein Morgen bei Miriam und Sven in der Patisserie Ludwig”

Das sind Miriam und Sven.

Wie im Museum!

Grüne Pistaziensplitter haben sich auf weißen Baiserklecksen versammelt, dicht daneben befinden sich kleine Feigenstückchen. Unter ihnen ist eine fein geschichtete Mischung aus Feigenkompott, Mandelcrumble und Käsekuchencreme. „Cheesecake Feige“, der Name dieser Kreation ist festgehalten mit schwarzer Schrift auf weißem Papier an der Vitrine.

Dieses Törtchen ist nur eines von zahlreichen süßen Kunstwerken, die in der neuen Filiale der Patisserie Ludwig Am Stadtgarten 15 liegen. Macarons, Tartes, Eclairs: Sie sind alle perfekt beleuchtet. Ebenso wie die Quiches, Croissantes, Baguettes und die vielen anderen Köstlichkeiten, die daneben in Körben liegen. In den Regalen stehen außerdem Schoko-Nikoläuse und Adventskalender bereit.

Ein Take-away-Laden

Seit 23. September haben Miriam und Sven ihren neuen Laden geöffnet. „Der große Andrang in der Patisserie in der Südlichen Waldstraße hat uns dazu ermuntert“, erzählt mir Sven. Vor allem am Wochenende waren dort die Schlangen sehr lang.

„Wir möchten die Wartezeiten verringern“, erläutert der Konditormeister. Deshalb ist die neue Filiale nun vorrangig zum Mitnehmen der Köstlichkeiten gedacht. Der Standort am Bahnhof passt optimal. Parkplätze gibt es dort weitaus mehr als direkt in der Innenstadt. Außerdem sind die neue sowie größere Backstube der Patisserie und das Büro direkt nebenan.

Es läuft!

Die erste Patisserie eröffnete das Paar im Februar 2013. Bereits im März 2013 schaute ich dort für den Blog vorbei, erfuhr von Miriam, dass sie Sven in Köln bei der Arbeit kennenlernte, sie sich aber in Karlsruhe selbstständig machen wollten.

„Es war die absolut richtige Entscheidung“, resümiert Miriam nun. Es ist alles perfekt gelaufen. Die Nachfrage war von Beginn an da, wuchs immer weiter. „Inzwischen besteht unser Team aus 18 Mitarbeitern“, sagt Sven und strahlt. Die Workshops sind bis Juni 2018 komplett ausgebucht. „Es ist verrückt“, meint Miriam.

Woran ihr großer Erfolg liegt? „Wir sind mit Herz bei der Arbeit, die Qualität hat bei jedem Törtchen die höchste Priorität und der Preis ist angemessen – unsere Kunden scheinen das zu schätzen“, sagt Sven.

Dauerbrenner mit Cassis und Passionsfrucht

Vier bis fünf Törtchen gibt es in der Patisserie Ludwig fest im Sortiment, darunter die Dauerbrenner Cassis-Schokolade und Passionsfrucht. „Dazu kommen welche, die zur Jahreszeit passen“, sagt der Konditormeister. Nun im Herbst welche mit Maronen oder Ahorn-Quitte. Zu Weihnachten dann Kreationen mit weißem Glühwein oder Punsch. Außerdem wird es bald auch Plätzchen geben. „Wir sind stets auf der Suche nach neuen Rezepten, besuchen Fortbildungen und lassen uns in Städten wie Paris von anderen Patisserien inspirieren“, erzählt Miriam. Stillstand ist für das Paar keine Option.

Cleaner Look

Auch bei der Inneneinrichtung des neuen Laden tobten sie sich kreativ aus, planten jedes Detail selbst. „Wir wollten bewusst einen Kontrast zum französisch angehauchten und verspielten Laden in der Südlichen Waldstraße schaffen“, erläutert Sven. Im großen Verkaufsraum der neuen Filiale ist alles minimalistisch gehalten, die Möbel entwarfen sie gemeinsam mit einem Schreiner aus Rheinstetten.

Alles ist gut

Gibt es bei der großen Nachfrage noch Wünsche, die offen sind? „Es wäre schön, wenn alles so weitergeht“, sagt Sven und lässt seinen Blick schweifen über all die kleinen süßen Kunstwerke, die in der Vitrine stehen. „Wir können die Arbeit tun, die wir lieben und die Kunden kommen gerne vorbei – es könnte nicht besser sein.”

Info: 
Zur Homepage sowie zum Onlineshop der Patisserie Ludwig geht es hier: Patisserie Ludwig

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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