19. September 2019

Heimat: “Ein Nachmittag mit Nogay von der Pinseria Bufala”

Das ist Nogay. Er hat auch fast alle Fotos gemacht.

Neu für Karlsruhe & Ettlingen: Die Pinseria Bufala

In einem Bistro in Rom entdeckte Nogay seine Liebe zur Pinsa. Ein fluffig-knuspriger Teig in Kombination mit fruchtigen Cherry-Tomaten und Büffel-Mozzarella: „Das war eine richtige Geschmacksexplosion – ich war vom ersten Bissen an restlos begeistert“, erinnert sich der 26-Jährige heute noch ganz genau daran.

Nur zufällig war er damals mit einem Freund in dem kleinen Restaurant in Italien gelandet, der große Hunger hatte sie spontan dort einkehren lassen. Die beiden Herren überflogen die Speisekarte – und blieben an dem Angebot „Pinsa“ hängen. „Was ist das?“, fragte Nogay den Kellner. „Die leichte und ovale Doppelgängerin der Pizza – mit weniger Zucker, weniger Gluten und weniger Kalorien“, bekam er als Antwort. Nogays Neugierde war geweckt. Er bestellt eine Pinsa und wartete gespannt.

Als 15 Minuten später die Pinsa dampfend und duftend vor ihm stand, wusste er, dass es die richtige Entscheidung war. „Die Pinsa hat mich nachhaltig beeindruckt“, erzählt er mir. Wieder Zuhause im Süden Deutschlands musste er ständig an sie denken, hatte Sehnsucht. Nur: Nirgends fand er in der Region ein vergleichbar gutes Angebot. „Das gibt es doch nicht“, dachte er sich und begann zu überlegen: Warum nicht selbst einen Laden aufmachen?

Der Traum vom eigenen Laden

Nogay, der ansonsten als SEO-Manager den ganzen Tag am Computer sitzt und das Internet durchforstet, begann sich in seiner Freizeit umzuhören: Wo finde ich Menschen, die eine Pinsa backen können? Gibt es eine passende Immobilie? Kann ich genügend Budget auftreiben? Welche Genehmigungen brauche ich?

Er fand auf alle Fragen die passenden Antworten und außerdem einen Partner. Am 1. September 2019 war es nun soweit: Die Pinseria Bufala öffnete – erstmal als Lieferservice für Ettlingen und das Stadtgebiet Karlsruhe. Ab 2020 wird es im Pappelweg 73 in Ettlingen außerdem bis zu 70 Sitzmöglichkeiten geben

Jede freie Minute geopfert

Wenig Schlaf, viel Arbeit: Die vergangenen Wochen waren für Nogay eine kleine Herausforderung. „Unsere Ladenfläche war zwei Jahre lang leer gestanden und in einem entsprechend schlechten Zustand“, erzählt er mir, als wir an einem sommerlichen Mittag gemeinsam einen Kaffee trinken.
Ausräumen, putzen, neugestalten: „Wir mussten in stundenlanger Arbeit alles auf Vordermann bringen“, sagt der 26-Jährige. Allein bis der Pinsa-Ofen in der Küche war, verloren sie einige Schweißtropfen. „Die Spedition lud ihn einfach auf dem Gehweg ab – dort stand er dann, 500 Kilogramm schwer“, sagt Nogay. Wie bekommen wir ihn nur in die Küche? Die beiden Herren überlegten, riefen sieben Freunde an, bauten gemeinsam eine provisorische Rampe und beförderten den Ofen mit einem Hubwagen in den Laden.

Tastings mit Familie und Freunden

Um ihren Kunden von Anfang an Qualität und Geschmack bieten zu können, veranstalteten sie Tastings mit ihrer Familie und mit Freunden. Welche Tomatensoße schmeckt am besten? Welches Olivenöl und welcher Mozzarella? Danach wählte sie aus. Das Ergebnis: Tomatensoße aus San Marzano, “den besten Tomaten der Welt”, hochwertigen Mozzarella und Nudeln, die von einer Bronze-Walze geformt sind. Das bedeutet: Sie haben eine raue Struktur und nehmen deshalb die Soße besser auf.

Leichter verträglich als eine Pizza

Das Besondere an einer Pinsa ist aber der definitiv der Teig: „Er ist eine Mischung aus Mais- und Reismehl, Sauerteig und Soja“, erklärt mir Nogay. Außerdem lagert er zwischen 48 und 72 Stunden lang im Kühlschrank – bis er sich vollständig entfaltet hat. „Dadurch entstehen im Magen keine Gärungsprozesse mehr, die Pinsa ist leichter verträglich als eine Pizza.“

Extra Heizplatten für das Auto

Damit die Qualität ihrer Speisen auf dem Lieferweg zu den Kunden nicht verloren geht, haben Nogay und sein Partner extra Heizplatten für ihre beiden Geschäftswagen besorgt. Auch bei den Verpackungen sparen sie nicht: Sie sind im schwarz-goldenen Firmendesign gestaltet, biologisch abbaubar und zertifiziert als kompostier- oder recyclebar. Die Materialien, Farben und Grundstoffe ihrer Sticker sind außerdem ausschließlich auf pflanzlicher und mineralischer Basis. „Wir wollten von Beginn an ein ganzheitliches Konzept haben, bei dem alles stimmig ist“, betont Nogay.

Nun sind die ersten Wochen der Pinseria Bufala bereits vorbei, die Nachfrage ist riesig. „Wir sind superhappy, dass alles so gut gestartet ist und hoffen, dass in Zukunft auch viele Menschen in Karlsruhe und Ettlingen ihre Liebe zur Pinsa entdecken“, sagt Nogay mit einem Lachen. „Wir werden auf jeden Fall unser Bestes dafür tun.“

Infos: Mehr zur Pinseria Bufala gibt es auf Facebook und Instagram und auf der Speisekarte.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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