11. März 2013

Flimmerkasten: “Nachtzug nach Lissabon”

“Nachtzug nach Lissabon”: Raus aus dem tristen Alltag

Es ist eine Begegnung, die sein Leben verändert: Lateinlehrer Raimund Gregorius sieht an einem verregneten Morgen in seiner Heimatstadt Bern eine junge Frau auf einer Brücke stehen. Sie möchte sich scheinbar das Leben nehmen. Er spricht sie an und nimmt sie mit in die Schule. Doch während des Unterrichts verschwindet die Frau wieder und lässt nur ihren roten Mantel zurück. Darin findet Raimund ein dünnes, altes Buch von dem portugiesischen Arzt und Philosophen Almeida Prado. Außerdem stecken in einer Innentasche Zugtickets für den Nachtzug nach Lissabon.

Der Lateinlehrer fängt an, in dem Buch zu blättern und wird neugierig. „Wenn es so ist, dass wir nur einen kleinen Teil von dem leben können, was in uns ist – was geschieht mit dem Rest?“ steht darin. Spontan setzt sich Raimund in den Nachtzug, entfliehet seinem grauen Alltag und begibt sich in Lissabon auf die Spurensuche von Almeida Prado. Weiterlesen »

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27. Februar 2013

Schmöker: “Ich habe sie geliebt” von Anna Gavalda

Ein tolles Buch: “Ich habe sie geliebt”

Es ist aus. Chloé ist am Boden zerstört. Ihr Mann liebt eine andere. Verzweifelt packt sie ihre Koffer und fährt mit ihren zwei kleinen Töchtern und ihrem Schwiegervater in die Berge. Pierre ist eigentlich ein wortkarger, kühler Mann. In der Abgeschiedenheit öffnet er aber sein Herz und erzählt Chloé eine Geschichte – die Geschichte von seiner großen Liebe Mathilde.

“Ich habe sie geliebt” kaufte ich vor Jahren unmittelbar nachdem ich “Zusammen ist man weniger allein” von Anna Gavalda gelesen hatte. Anna Galvaldas leichte, aber sehr gefühlvolle Art zu schreiben, ihre sympathischen, oft aber auch verqueren Charaktere – ich war angetan und wollte mehr von diesem wunderbaren Lesevergnügen. “Ich habe sie geliebt” verschlang ich an einem nur einzigen Abend. Ich konnte einfach nicht mehr davon lassen. Pierres Geschichte von Mathilde wuchs mir so sehr ans Herz, ich wollte wissen, was passiert, was er tut, wie es endet. Und ich litt schrecklich mit ihm. Weiterlesen »

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22. Februar 2013

Schmöker: “Tschick” von Wolfgang Herrndorf

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“Tschick” von Wolfgang Herrndorf: Auf in die Walachei

Zwei 14-jährige Jungs, ein geklautes Auto und eine spannende Reise: Andrej Tschichatschow, alias Tschick, sitzt nach den Osterferien plötzlich in der Klasse von Maik Klingenberg. Die Jungs kommen aus unterschiedlichen Welten. Tschick ist mit seiner Familie aus Russland übergesiedelt und haust in einem der heruntergekommenen Hochhäuser in Hellersdorf. Maik residiert mit seinen Eltern in einer Villa – Liebe und Aufmerksamkeit sind jedoch Mangelware. Da Tschick in den Sommerferien Langeweile hat und Maik ohnehin alleine zu Hause ist (Mutter auf Entzug, Vater mit der Geliebten auf Geschäftsreise), machen sich die beiden Jungs mit einem gestohlenen, klapprigen Lada auf die Reise. Ihr Ziel: Die Walachei. Es ist der Beginn eines abenteuerlichen Roadtrips. Weiterlesen »

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19. Februar 2013

Schmöker: “Die Wand” von Marlen Haushofer

Die Wand

“Die Wand” von Marken Haushofer:  Fern ab der Zivilisation

Über Nacht ist sie plötzlich da: die Wand. Sie ist glatt, kalt, undurchsichtig und trennt eine Frau, die in den Bergen alleine in einer Jagdhütte schläft, von der restlichen Welt. Warum die Wand da ist, was mit den anderen Menschen geschah? Es bleibt ein Rätsel. Nur mit einem Hund, einer Kuh, einem Stier und Katzen bestreitet die Frau von nun an ihr Leben. Fern ab der Zivilisation, mitten in der Natur. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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