20. September 2016

Heimat: “Ein Nachmittag mit beschriftet”

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Das sind Jörg, Simon, Dominik, Johanna, Thomas und Aleksej (hinten von links) sowie Annegret und Daniela (vorne von links).

Junge Straßenliteraten mit Texten to go

Sie ziehen durch die ganze Stadt – an vier Tagen, ausgerüstet mit Mikrofon und ganz schön vielen Worten. Die Autorengruppe beschriftet bringt vom morgigen Donnerstag bis Sonntag unter dem Motto „Unterwegs“ moderne Literatur mitten auf öffentliche Plätze in Karlsruhe – zweimal täglich, jeweils 20 Minuten lang.

„Diese Teaser-Lesungen sind Werbung für unsere zweistündige Hauptveranstaltung im Kinosaal in der ,Kurbel’ am Montag, 26. September,“, sagt Daniela Waßmer, ein Mitglied der beschriftet-Gruppe. Diese Hauptlesung ist ab 19 Uhr und läuft unter dem Motto „Angekommen“. Eingebettet sind die Veranstaltungen von „beschriftet“ in die Karlsruher Literaturtage 2016. Weiterlesen »

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18. September 2016

Schmöker: “Literaturtage Karlsruhe 2016”

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Kneipenlesung in der Südstadt

Literatur zwischen illustren Gestalten, Bier und Rauch: Das Pilskarussell in der Rüppurrer Straße 48 verwandelt sich am Mittwoch, 28. September, zu einem ganz besonderen Ort. Anlässlich der Karlsruher Literaturtage ist dort um 21 Uhr eine Kneipenlesung zu Adam Seides „ABC der Lähmungen“.

Dichter, Denker, Junkies, Linke, Geschäftsleute: Adam Seide setzt mit „ABC der Lähmungen“ den Stammgästen in der Hannoveraner Kneipe “Bei Erich” ein Denkmal. „Wir wollten für diese Lesung eine besondere Kneipe mit Charakter – so fiel die Wahl auf das Pilskarussell“, erzählt mir Literaturtage-Organisator Matthias Walz bei unserem Treffen vor wenigen Tagen. Startschuss der einwöchigen Karlsruher Literaturtage ist am Mittwoch, 21. September, mit einem Dead-and-Alive-Slam im Badischen Staatstheater. Das Motto der Literaturtage ist in diesem Jahr „Literatur offensiv“. Weiterlesen »

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11. September 2016

Heimat: “Ein Nachmittag mit dem HopOn/HopOff-Bus”

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Bequem durch Karlsruhe

Eigentlich kannte ich den roten Doppeldecker nur aus Großstädten. Berlin, London, Istanbul. Wer Sightseeing bequem und gebündelt haben möchte, kann sich in die Busse setzen und bekommt Information in passender Sprache ins Ohr gequasselt. Super easy, wenn auch nicht billig und eben für die Masse gemacht. Insider-Tipps exklusive.

Nun also auch Karlsruhe. Ich muss gestehen, ich war irritiert, als ich davon hörte, verdrehte die Augen und dachte: Was bitte bietet Karlsruhe alles für Stopps für eine zweistündige (!) Rundfahrt?! Ich mag Karlsruhe ja wirklich ganz gerne, aber dieses Projekt fand ich überdimensioniert. Große Sehenswürdigkeiten sind in der Stadt Mangelware, das kann man sich nur begrenzt schön reden. Da helfen auch keine Filter. Nun wollte ich aber nicht lästern, ohne mir selbst ein Bild zu machen. Ich suchte mir eine nette Begleitung, los ging es. Weiterlesen »

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15. August 2016

Heimat: “Ein Abend mit COLA TAXI OKAY”

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Neunanfang für Msallam

Msallam floh mit dem Schiff nach Deutschland. 16 Monate ist das nun her. Bomben und Granaten hatten sein Leben in Damaskus unmöglich gemacht, der Tod war allgegenwärtig. Der Syrer unterbrach sein Wirtschaftsingenieurs-Studium, packte seine wichtigsten Habseligkeiten und begab sich mit seinem Bruder auf eine ungewisse Reise. Sie endete in Karlsruhe. „Als wir hier ankamen, sprach ich kein Wort Deutsch und musste mich erstmal zurechtfinden – außer meinem Bruder kannte ich niemanden“, erinnert sich Msallam. Ganz einfach war das nicht.

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Das ist Msallam.

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8. August 2016

Heimat: “Ein Abend bei Nyta”

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Das sind Johannes Marmon (links) und Johannes Müller.

Nyta: preisgekrönte Lichtmarke

Nicht in Berlin, London oder Paris, sondern in der Karlsruher Weststadt ist das leuchtende Herz von Nyta. In der Lessingstraße sitzen an diesem sommerlichen Abend Johannes Müller, Johannes Marmon und Tina Schmid an ihren Schreibtischen – und koordinieren die Anfragen rund um die preisgekrönte Lichtmarke. Transparent, nur durch eine Glasfront von der Straße getrennt.

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23. Juli 2016

Heimat: “Freunde”

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Juhu!

Ich sitze hier und warte. Gleich kommt eine meiner besten Freundinnen, wir kennen uns noch von Schulzeiten. Erst ging sie nach dem Abitur nach Stuttgart, dann nach Berlin, nun lebt sie in Hongkong. Endlich sehen wir uns wieder, mehr als 18 Monate sind seit unserem letzten Aufeinandertreffen vergangen, das ist ganz schön lange. Zum Glück gibt es Skype, Facebook und whatsapp. So haben wir mehr Kontakt, als ich es mit manchen Freundinnen in Karlsruhe habe.

Sprachlos am Tisch

Ohne meine Mädels aus Schulzeiten könnte ich mir mein Leben nicht vorstellen. Das klingt nun vielleicht ganz schön theatralisch, ist aber so. Vor kurzem war ich für die Arbeit zur Fortbildung in München. Dort war ich abends mit einem Mädchen essen, sie erzählte mir, dass sie keine Freundinnen mehr bräuchte, sie hätte ja ihren Freund. Das hat mir wirklich die Sprache verschlagen. Weiterlesen »

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17. Juli 2016

Heimat: “Ein Nachmittag bei ,Unverpackt'”

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Für ein bewusstes Einkaufen!

Immer wenn Kunden sie fragen, warum sie den „Unverpackt“-Laden eröffnet hat, zückt Antonia ein Bild. Sie hat es extra neben der Kasse drapiert, um es schnell zur Hand zu haben. Darauf zu sehen: ein Einkaufswagen voll mit leeren Verpackungen – Papier, Folie, Karton. „Das war das Überbleibsel von einem einzigen Einkauf“, sagt sie. In ihrem Kopf ploppte ein Gedanke auf, der sich dann zunehmends festigte: „Das kann doch nicht sein – ich möchte das so nicht.“ Mitte Mai wurde aus diesem Vorsatz Realität: Gegenüber dem Hauptbahnhof hat der „Unverpackt“-Laden eröffnet – und wird seither von den Karlsruhern sehr positiv angenommen.

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4. Juli 2016

Heimat: “Kunstfestival im Nordbecken, die IV”

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Das Kunst-Festival im Nordbecken naht

Licht! Bevor am Freitag offiziell das große Kunst-Festival im Nordbecken startet, hängen sie endlich: die fünf weißen Lampen des Karlsruher Labels Nyta. „Wir wollten für die Ausstellung eine passende Licht-Atmosphäre schaffen“, erklärt Nemanja Sarbajic, als ich ihn vor einigen Tagen besuche. Die Vorbereitungen für die inzwischen vierte Auflage des Kunst-Festivals im Rheinhafen laufen da schon auf Hochtouren.

Kunst, Lesungen Performances, Filmvorführungen und Konzerte: Der Ablauf ist wie in den Vorjahren, das Konzept hat sich bewährt. Eine Neuheit gibt es gleichwohl: Das Nordbecken-Kollektiv und der Projektraum Pool laden bereits am Donnerstag (7. Juli) ab 13 Uhr zur Pre-View in das 900 Quadratmeter große Atelier im Rheinhafen. Damit soll ein Tag vor der offiziellen Eröffnung der Kunst mehr Aufmerksamkeit zukommen. Was hinter dem Nordbecken-Kollektiv genau steckt, ist übrigens hier festgehalten: https://dieschreibmaschine.net/2013/06/29/heimat-ein-abend-im-nordbecken/

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25. Juni 2016

Heimat: “Ein Besuch bei Goldzünglein”

Das sind Marcel und Daniel (von links)

Zack, Boom, überrannt.

Es klackert, klirrt und kracht ganz leise: Knapp drei Minuten dauert es, bis Daniel und Marcel in ihrem Eiscafé „Goldzünglein“ ein gerolltes Eis in den Becher zaubern. Mit einer silbernen Spachtel verteilen sie dazu eine cremige Masse auf einer kalten Platte, werfen Oreo-Kekse oder Früchte dazu, hacken sie klein, verteilen die Masse erneut – solange, bis am Ende alles gefroren ist.

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Tüfteln und Werkeln

Seit Anfang Mai verkaufen die beiden Studenten die selbst kreierten Eis-Becher am Zirkel 11. Ein altes Kiosk haben sie dafür umgebaut, in Eigenarbeit. „Wände ziehen, eine Verkaufstheke schaffen, streichen – wir haben seit Dezember viel Zeit hier verbracht“, sagt Daniel. Das Werkeln und Tüfteln hat sich ausbezahlt. Ihre Idee ist eingeschlagen – seit Anfang Mai bilden sich ununterbrochen Menschen-Schlangen am Kiosk. „Es ist verrückt, besser hätte es einfach nicht laufen können“, sagt Marcel. Das Strahlen der Jungs ist kaum zu überbieten.

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18. Juni 2016

Heimat: “Die Künstler beim StadtFenster”

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Schaufenster zur “Generation Look down”

Gewischt, getippt, Mails gecheckt. Das Smartphone steht bei der „Generation Look down“ im Mittelpunkt. Ihr Blick wandert stets nach unten – alle Aufmerksamkeit liegt auf dem Display, auch beim Gehen auf der Straße. Der Karlsruher Künstler Freddy Witz setzt die Smartphone-Junkies nun in den Mittelpunkt seines Projektes „Look up – hear over“. Anlässlich der Aktion „StadtFenster“ gestaltet er das Schaufenster des Hauses des Hörens (Kaiserstraße 190). Zu sehen ist sein Werk von 2. bis 30. Juli.

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Foto: Bernhard Schmitt

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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