5. August 2018

Melodien” Ein Abend mit Tamino auf dem Maifeld Derby”

Melancholische Melodien und eine eindringliche Stimme!

Ganz in Schwarz gekleidet steht Tamino an diesem Sonntagabend auf der Bühne beim Maifeld Derby in Mannheim – zwischen bunten Pompoms und Seifenblasen, die schwerelos durch die Luft schweben. Taminos Blick schweift in die Ferne, seine Finger lassen sanft die E-Gitarre erklingen, seine gefühlvolle Stimme, die über vier Oktaven reicht, berührt sofort. Den melodiösen und melancholischen Liedern des 21-jährigen Singer/Songwriters aus Belgien zuzuhören, ist etwas Besonderes. In Frankreich schaffte es seine EP „Habibi“ so bereits auf den ersten Platz, „Radiohead“-Bassist Colin Greenwood unterstützte ihn außerdem beim Song „Indigo Night“.

Als wir uns nach seinem Auftritt im Backstage-Bereich treffen, erlebe ich Tamino als einen Musiker, der sehr nachdenklich und ruhig über seinen Auftritt, seine Musik und seine Träume spricht. Immer wieder macht er beim Sprechen Pausen, um sich seine Sätze genau zu überlegen, bevor er sie laut ausspricht.

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25. Juni 2018

Melodien: “3 Tage auf dem Maifeld Derby”

Maifeld Derby: entspannte Stimmung und tolle Acts

Ihre Energie ist übermächtig. Als Tank and the Bangas die Bühne betreten, schwappt von der ersten Sekunde an unendlich viel Kraft durch das große Zirkuszelt. Besonders Sängerin Tarriona „Tank“ Bal ist eine Wucht. Hiphop, Soul, Jazz, Funk und kluge Texte. Die Musik der Gruppe aus New Orleans ist dynamisch, bunt und wild. Für mich ist ihr Auftritt definitiv ein Highlight des dreitägigen Festivals in Mannheim.

Blauer Himmel, Wimpelketten, keine Alkoholleichen und etwa 70 Konzerte verteilt auf vier Bühnen: Das Maifeld Derby ist auch in diesem Jahr wieder eine riesige Freude für mich. Das Besondere an dem mit insgesamt rund 15.000 Besucher relativ kleinen Festival: die große Bannbreite der außergewöhnlichen Acts. Elektro, Black Metal, Hiphop und Pop – von Musikern aus der ganzen Welt. Beim Maifeld Derby treffen 2018 Newcomer wie Tamino auf etablierte Größen wie die Eels.

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30. Mai 2018

Heimat: “Ein Abend im Neubau der Kunsthalle Mannheim”

„Offen“!

Sie stürzen von der Decke: Elf Krankenhausbettgestelle, die aneinander hängen, schwerelos wirken. Ihr Fall ist eingebettet in anklagende Töne – von Violinen, die einsam an der Wand vor sich hin spielen, angetrieben von kleinen Motoren.
Dieses „Inferno“ von Künstlerin Rebecca Horn regt die Fantasie an und lässt verschiedene Assoziationen entstehen. Ist es ein Sturz oder vielmehr in Kombinaton mit dem Licht, das durch die riesigen Fenster den Raum flutet, doch ein Standhalten? Spielen biblische Motive wie die Auferstehung eine Rolle?

Das expressive Werk von Rebecca Horn ist nur eines von zahlreichen Werken der Ausstellung „Offen“ in der Kunsthalle Mannheim, die mich an diesem Samstagabend beim Rundgang mit der Direktorin der Kunsthalle, Ulrike Lorenz, unglaublich faszinieren. Drei Jahre war das Museum geschlossen, am 1. Juni eröffnet es nun mit insgesamt fünf verschiedenen Ausstellungen wieder. Mein Fazit an diesem Abend: Der Neubau, den die gmp Architekten entwarfen, ist beeindruckend.

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28. April 2018

Kurioses: “Ü30”

Maifeld Derby 2015

Mit 30 gehts bergab

Es begann langsam und in Stufen. Als ich meinen 30. Geburtstag schon einige Monate hinter mir hatte, saß ich an einem Montag völlig verknittert bei der Arbeit und musste mir eingestehen: So wie früher, nein, so läuft das leider nicht mehr.

Früher, damit meine ich die Zeit, als ich nach dem Studium zunächst als Freelancerin arbeitete und es schaffte, bis morgens um 6 Uhr mit Freunden zu feiern, um 9 Uhr scheinbar fit bei Terminen erschien, drei Artikel an einem Tag schrieb – und am Abend wieder unterwegs war.

Das ist inzwischen unvorstellbar. Vielmehr wirkte sich dieser Alterungsprozess in den vergangenen Jahren langsam, aber schleichend immer drastischer auf meine Wochenendgestaltung aus:

  • Stufe 1: Der Kater war plötzlich dreifach schlimm – und das bei geringerer Menge Alkohol als früher. Seit geraumer Zeit ist es für mich schlichtweg unmöglich, freitags UND samstags bis in die frühen Morgenstunden in Clubs zu stehen.
    Bin ich an einem Abend aus, geht es mir am anderen Tag so schlecht, dass ich außer Pizza bestellen, gar nichts mehr auf die Reihe bekomme. Fällt dieser Kater-Tag auf einen Samstag, stehe ich regelmäßig am Sonntag in einer ungeputzten Wohnung vor einem nahezu leeren Kühlschrank.
  • Stufe 2: Es kamen zahlreiche Wochenenden dazu, an denen ich in gar keinem Club mehr bin, sondern Bars bevorzuge – solche, in denen DJs auflegen und es sich noch ein mini bisschen wie Feiern anfühlt.
  • Stufe: 3: Ich liege freitags nach einer Arbeitswoche platt um 22 Uhr im Bett, bin samstags um 8 Uhr von alleine wach und gehe auf den Markt. Abends bin ich auch mal in Bars anzutreffen, in denen die Musik leise ist und ich mich ernsthaft mit Freunden unterhalte – nüchtern und bei komplett klarem Verstand.

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14. Mai 2016

Melodien: “Ein Abend mit Mine in Mannheim”

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„Zieh den Anker aus dem Sumpf“

Dumpfe Klänge ertönen, die stürmische Fahrt beginnt, der Hafen ist noch nicht in Sicht. Mine startet ihr Konzert in der Alten Feuerwache in Mannheim mit „Anker,“ dem Opener ihres neuen, zweiten Albums „Das Ziel ist im Weg“. Was folgt sind 90 treibende Minuten – voller Energie, Tiefgang und wunderbarer Musik. Konzerte von Mine machen süchtig.

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12. November 2015

Melodien: “Ein Abend mit Friska Viljor”

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Tanz dich glücklich

Das Konzert beginnt mit einem Hit. Kaum stehen sie auf der Bühne, stimmen die schwedischen Herren von Friska Viljor „Shotgun Sister“ in Akustik-Version an. Das Publikum in der Alten Feuerwache in Mannheim klingt sich sofort textsicher ein. Die Stimmung ist prächtig – vom ersten bis zum letzten Ton. Die knapp zwei Stunden mit der Indie-Rock-Band verfliegen wie im Nu. Zurück bleiben Schweißperlen auf Stirnen und glückliche Gesichter.

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29. Juni 2015

Heimat: “Ein Besuch bei ,My Heart Beats Vegan'”

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Veganes Restaurant in der Kriegsstraße 94

Nur Pommes. Und dann auch noch ausgerechnet welche, die in Rindernierenfett schwimmen. Die Suche nach Essen bei den „Kölner Lichtern“ im Jahr 2013 löste bei den Veganern David Specht und Daniel Kretz großes Unverständnis aus. „Eine Million Besucher und kein einziges komplett fleischloses Essensangebot – das kann doch nicht wahr sein.“ Die Männer aus dem Raum Mannheim beschlossen, nicht nur zu lamentieren, sondern selbst eine Alternative zu schaffen. Mit ein wenig Glück hatten sie ein paar Monate später auf dem Schwetzinger Weihnachtsmarkt ihren ersten veganen Stand. Der Name: “My Heart Beats Vegan“. Der Andrang war enorm. „Die Besucher lechzten dort förmlich nach unserem frischen Angebot rund um Suppen und Currys“, erinnert sich David. Eine Geschäftsidee war geboren. Der mobile „My Heart Beats Vegan“-Wagen kam im Mai 2014 dazu. Und nun das erste Restaurant. Die Wahl fiel auf die Fächerstadt. Am kommenden Samstag, 4. Juli, geht die Tür in der Kriegsstraße 94 um 11 Uhr zum ersten Mal auf.

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Das sind David, Vanessa und Daniel (von links)

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20. März 2015

Heimat: Maifeld Derby”

FLYER

Musikfestival in Mannheim

Gerade rechtzeitig zum Auftritt der Wye Okas hörte der strömende Regen auf. Auf den Auftritt des amerikanischen Indie-Duos hatte ich beim Maifeld Derby im vergangenen Jahr mit am meisten gefreut. Nach ihnen setzten „The National“ im großen Zirkuszelt den fulminanten Schlusspunkt unter drei sehr angenehme Festival-Tage auf dem Mannheimer Maimarktgelände.

70 Künstler auf vier Bühnen

Róisín Murphy, Archive, Gisbert zu Knyphausen, José Gonzales, Sizarr und Mogwai: Auch dieses Jahr ist das Line-up wieder wunderbar. Insgesamt 70 Künstler sind laut Pressemitteilung auf den vier Bühnen zu sehen. Mit dabei ist auch die Karlsruher Sängerin La Petite Rouge, die mit ihrer klaren, eindringlichen Stimme in Kombination mit elektronischen Klängen berührt. Besonders groß ist meine Vorfreude auf Wanda, eine österreichische Band mit originellen Songtexten auf Deutsch.

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14. September 2014

Heimat: “Ein Nachmittag mit Lisa-Maria Seydlitz”

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19 Fragen an Lisa-Maria Seydlitz

Und dann gibt es diese Begegnungen, die das Leben verändern, schöner machen. Fräulein Seydlitz trat im Februar in mein Leben. Plötzlich war sie da – und ist geblieben. Die Liebe zur Sprache und zum Schreiben teilen wir. Ebenso wie den sehr regen Austausch über alles, was in unseren Köpfen spukt.

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12. Juni 2014

Heimat: “SeenSüchtig II”

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See in Plittersdorf

Zeit am See

Sommer, Sonne, “SeenSüchtig”: Die zweite Auflage des regionalen Bade- und Baggerseeführers ist da. Bereits im vergangenen Jahr schrieb ich über das Projekt von Daniel Rieck-Merkle:  http://wp.me/p3915e-oI

Die erste Ausgabe umfasste 50 Seen im Großraum Karlsruhe von Baden-Baden bis Germersheim und Bruchsal. “Die Resonanz darauf war enorm”, erzählt er mir heute.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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