25. Juni 2017

Heimat: “Drei Fragen an Norina Quinte von ,Die Anstoß'”

 

“Die Tanzßtelle – Ein Fest mitten in der Stadt” am 1. Juli

Es wird bunt am kommenden Samstag, 1. Juli, am Parkhaus am Kronenplatz. Der Verein “Die Anstoß” lädt zu seinem eintägigen Festival: “Die Tanzßtelle – Ein Fest mitten in der Stadt”. Ich habe mich deshalb mit Norina Quinte von “Die Anstoß” über das Programm, die Projekte sowie die Erfahrungen des Vereins in Karlsruhe unterhalten. Viel Spaß beim Lesen.

Das ist Norina.

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28. Mai 2017

Heimat: “Ein Nachmittag im Lebowski”

Trauer über das Carambo-Aus

Als ich hörte, dass das Carambo schließt, stand meine Welt kurz still. Erinnerungsfetzen blitzten wild in meinem Kopf auf – von all den durchtanzten Nächten zwischen Vintagesofas, abstrakten Kunstwerken und Billardtischen. Von den Knutschereien mit mehr oder weniger bekannten Gesichtern und den Nacht-Flohmärkten. Das Carambo war meine erste Anlaufstelle, als ich vor neun Jahren nach Karlsruhe zog – nur fünf Minuten von meiner ersten WG entfernt, war es schnell wie ein Wohnzimmer, in dem das Wochenende schon mittwochs begann.

Die Nachricht, dass es nun für immer seine Türen schließen wird, machte mich traurig, melancholisch, wehmütig. Auch wenn ich bereits seit drei Jahren kaum mehr dort gewesen war, hatte diese endgültige Nachricht doch etwas Schweres, Endgültiges, zack, aus, vorbei.

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6. Mai 2017

Heimat: “Ein Abend bei Susanne in der ‘Offenen Küche'”

Alle Fotos sind von Sebastian Heck.

Gemeinsames Essen mit Unbekannten

Eine grüne Quiche mit Spargel, Lauch und Erbsen steht neben einem Quinoa-Kichererbsen-Salat auf dem rustikalen Holztisch. Geröstete Karotten liegen mit Cashews auf einer länglichen Schale. Auf dem Herd wartet ein großer Topf, in dem der Inhalt munter vor sich hin köchelt. „Darin ist ein afrikanischer Eintopf mit Süßkartoffeln, Linsen und Spinat“, erzählt Susanne, als wir alle in ihrem Esszimmer Platz genommen haben und mit Begeisterung auf die Leckereien blicken, die sie für uns gezaubert hat. Es sieht fantastisch aus.

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17. April 2017

Heimat: “Wehmut”

So viele Erinnerungen

Meine Mutter feierte vor kurzem einen runden Geburtstag. Mein Vater hatte ihr deshalb eine zehnminütige Bildershow zusammengestellt, bei der Fotos aus zahlreichen Jahrzehnten auf einem Bildschirm aufblitzten. Erinnerungen aus ihrer Kindheit, von meinem Bruder und mir als wir klein waren und aktuelle Aufnahmen. Es kam völlig unerwartet, aber eine riesige Wehmut überfiel mich, packte mich, ließ mich nicht mehr los. Die Zeit rast. Es wurde mir wieder so klar, dass alles im ständigen Wandel und vergänglich ist – und ich die Zeit, in denen es uns allen in der Familie gut geht, so sehr schätzen muss. Weiterlesen »

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16. April 2017

Melodien: “Ein Abend mit Magnus Sauer von ,The Tremolettes'”

Das ist Magnus. Foto: David Becker

Ein Konzert bei „Die Anstoß“

Stuttgart, Konstanz, Basel, Karlsruhe. Sieben Tage, vier Konzerte mit „The Tremolettes“ – es ist eine spannende Woche für Magnus Sauer. „Zum ersten Mal spielen wir live unsere neuen Songs“, erzählt mir der 26-Jährige, als wir uns am Werderplatz treffen und ein Feierabend-Getränk zusammen trinken. Erst vor wenigen Wochen waren die vier Musiker in einem Stuttgarter Studio und haben die Lieder für ihr erstes Album eingespielt. „Nun sind wir gespannt, wie sie beim Publikum ankommen“, sagt Magnus, der in der Band auf die Tasten der elektronischen Orgel haut.

Soul meets Darkness

Bei „The Tremolettes“ zieht sich ein düsterer Grundton durch die soulige Musik. „In unseren Songs tauchen immer wieder psychedelische Elemente auf“, beschreibt Magnus. Das klingt aber schwerer als es ist. Denn es groovt ganz schön, wenn die vier Jungs an ihren Instrumenten loslegen. In Karlsruhe sind sie am kommenden Donnerstag, 20. April, ab 19 Uhr im Projektraum von „Die Anstoß“ in der Fritz-Erler-Straße 7 zu hören. Der Eintritt ist frei, Spenden möglich. Weiterlesen »

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9. April 2017

Heimat: “Ein Abend bei Hasan und David von ,The Black Dog'”

Das sind David, Hasan und Juan (von links). Alle Bilder sind von Sebastian Heck.

Verrückte Hotdogs!

Mit eindringlichem Blick steht er vor der Eingangstür, schaut jeden Besucher still an, wacht genau über sein Zuhause, den kleinen Hotdog-Laden „The Black Dog“ im Passagehof nahe der Kaiserpassage. Stolz sieht er aus, eine silberne Kette baumelt um seinen steinernen Hals und Oberkörper, verbindet ihn mit der Tür. „Das ist unser Maskottchen, Karabasch heißt es, benannt nach dem türkischen Hirtenhund, der seine Herde beschützt“, erklärt mir David von „The Black Dog“, als ich dort vor einigen Tagen vorbeischaue. Es ist Karabasch, der Zweite. „Sein Vorgänger wurde uns kurz nach der Eröffnung direkt vor dem Laden gestohlen – wir konnten es gar nicht fassen, dass uns jemand quasi vor den Augen unser Maskottchen klaut“, sagt David und schaut verständnislos.

Das ist Karabasch.

Ansonsten läuft es bei „The Black Dog“ aber reibungslos. Seit sechs Monaten gibt es in dem Passagehof nun schon Hotdogs in den verrücktesten Varianten – mit Auberginen, Kartoffeln, Möhren oder geriebenem Schafskäse. Mit klassischem Würstchen, vegetarisch oder vegan. Hinter dem Laden steht Hasan, ein Koch aus Berlin, der schon in Kreuzberg Hotdogs verkaufte. Weiterlesen »

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2. April 2017

Heimat: “Ein Nachmittag mit Romy und Lisa von ,Slow Sunday'”

Das sind Romy und Lisa (von links). Die Bilder sind alle von Sebastian Heck.

“Slow Sunday” in der Fettschmelze

Es zischt leise, dann versinken die Karottenspiralen im wilden Öl-Strudel. Sie tauchen für einen kurzen Moment in der brodelnden Flüssigkeit ab, dann wieder auf – bis sie Romy Marquart aus dem großen Topf holt. „Ich bin gespannt, wie die frittierten Gemüsenudeln zu Salaten und Suppen schmecken“, sagt sie zu Lisa Gewecke, die neben ihr in der Küche steht.

Die beiden Mädels testen an diesem sonnigen Samstag in Romys Wohnung verschiedene Rezepte aus: Passt selbst gemachte Salzbutter zu Radieschen? Schmeckt ein Hefekranz auch mit Mandelmilch, Bärlauch, Petersilie, Ruccola und Feta? Das kreative Tüfteln hat einen Grund: Am kommenden Sonntag, 9. April, laden Romy und Lisa wieder zu „Slow Sunday“ in der Fettschmelze – zu einem Frühstücks- und Brunchbüffet voller besonderer Leckereien. Weiterlesen »

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24. März 2017

Heimat: “Stadtfenster 2017 in der Karlsruher Innenstadt”

Magdalena Vollmer gestaltete 2016 dieses Schaufenster – und gewann den Jurypreis dafür.

„Stadtfenster“ kehrt zurück

Malerische Kunstwerke, Illustrationen, Schriftzüge: Zahlreiche Schaufenster in der Karlsruher Innenstadt bekommen von 1. bis 23. Juli wieder ein neues Gesicht. Denn zum dritten Mal verwandelt sich durch die Aktion “Stadtfenster” das Zentrum in eine offene Galerie. Thema ist in diesem Jahr „Heimat“.

„Unser Ziel, Kunst und Handel zusammen zu bringen und neue Erlebnisräume zu schaffen, hat sich in den Vorjahren so gut bewährt, dass wir das Format deshalb weiterführen“, erläutert Felicitas Steck, die Verantwortliche der „Stadtfenster“-Aktion. Neu ist in diesem Jahr: Mit einer großen Eröffnungsfeier und Vernissage startet „Stadtfenster“ am 1. Juli. „Bands werden unter anderem spielen, und es gibt Theater sowie Tanz“, verrät Felicitas Steck. Bewerbungsfrist für die Künstler ist der 7. April. (Bewerbungsunterlagen stehen am Ende des Textes zum Download bereit). Weiterlesen »

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13. März 2017

Heimat: “Ein Besuch bei ,Inschrift Heimat'”


Wie klingt Heimat?

Es piepst, summt und klingelt auf die verschiedensten Arten. Hoch, tief, mehrmals hintereinander. Dann ist die Stimme eines jungen Manns zu hören. Er beginnt zu erzählen, von whatsapp und Instagram, den Apps, mit denen er sein Leben organisiert. Für die er viel Zeit aufwendet, die zu seinem Leben dazu gehören, die Verknüpfungspunkt zu seinen Freunden sind. „Nur Facebook ist bei uns inzwischen out“, sagt er. „Da sind auch meine Eltern angemeldet.“

Foto: Kai Rußwurm

Die Stimme des jungen Herrn tönt aus einer kleinen schwarzen Box, die in einer Unterführung auf dem Schlachthofgelände hängt. Insgesamt neun solcher Lautsprecher mit MP3-Player sind dort verteilt. Aus jeder einzelnen Box strömen an diesem Abend Geschichten und Klänge, die sich auf ganz unterschiedliche Art mit dem Thema „Heimat“ beschäftigen.

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6. März 2017

Heimat: “Ein Abend bei Sven Brunner von Nick & Nora”

Das ist Sven.

Ein Flohmarkt im Spirituosen-Laden

Leise klirrt der Eiswürfel, als ihn Sven Brunner vorsichtig in mein noch leeres Glas fallen lässt, Gin folgt dem transparenten Quader, umhüllt ihn sanft, vermischt sich dann mit dem Tonicwater, das den Drink komplettiert. Donnerstagabend, ich bin zu Besuch im Spirituosen-Laden „Nick & Nora“, den Sven Brunner seit November 2014 in der Körnerstraße 26 (Ecke Goethestraße) betreibt. Der Karlsruher ist in diesen Tagen damit beschäftigt, sein Lager auszumisten. Grund dafür: Am kommenden Samstag, 11. März, veranstaltet er zum ersten Mal einen Hausbar Flohmarkt. „Ich möchte unter anderem alte Regale, Gläser und Deko-Sachen verkaufen – ich brauche Platz für Neues, der Frühling kommt“, sagt er und lacht.

Nicht nur Sven Brunner wird an diesem Samstag ab 10 Uhr in seinem Laden Dinge anbieten, auch die Besitzerin des „MAPA”, Tati, kommt vorbei, verrät er. Nachdem sie ihr Café zu einer Bar verwandelte, sind nun Einrichtungsgegenstände übrig, die nicht mehr zum aktuellen „MAPA“-Konzept passen. „Es wird bunt“, sagt Sven Brunner mit einem Augenzwinkern.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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