14. Juni 2020

Heimat: “Ein Interview mit Benjamin Wurster über Leafy House Plants”

Alle Fotos sind von Benjamin Wurster

Leafy House Plants: eine moderne Enzyklopädie über Zimmerpflanzen

Blätter, Blüten, Stiele: Der Kommunikationsdesigner Benjamin Wurster hat sich in den vergangenen Monaten viel mit Zimmerpflanzen beschäftigt. Der Grund: Er hat eine 120 Jahre alte botanische Enzyklopädie neu gestaltet. Ende des Jahres soll Leafy House Plants auf dem internationalen Buchmarkt erscheinen, komplett zweisprachig auf Englisch und Deutsch. Seit dem 28. Mai kann das Werk auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter vorbestellt werden. Ich habe den Absolventen der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart gefragt, wie er auf die Idee zu diesem Projekt kam – und was die Herausforderungen waren.

Das ist Benjamin
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8. Juni 2020

Heimat: “Ein Abend mit Lisa Bergmann im Künstlerhaus Karlsruhe”

Das ist Lisa.

Warum sind Männer in der Kunstwelt erfolgreicher als Frauen?

Es ist eine pastellfarbene Wolke, die meine komplette Aufmerksamkeit auf sich zieht, als ich Anfang Juni zum ersten Mal im Künstlerhaus des Berufsverbands Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) Karlsruhe stehe. Künstlerin Takaso Azusa hat das flüchtige Gebilde, das sonst am Himmel vorüberzieht, mit Keramik festgehalten, ihm damit Konstanz verlieren. Schlieren befinden sich auf der Wolke. Ein Blitz hat sich außerdem in sie gegraben. Ihr Glanz lässt mich an vergangenen Regen denken, an ein Unwetter, das sie überstanden hat. Von ihrem Profil erinnert sie an ein Wesen – mit Augen, Nase und Mund. Die Wolke scheint skeptisch nach oben zu schauen, als suche sie nach Antworten.

Abstrakte Malereien, Skulpturen, Fotografien und Illustrationen. Die Arbeit von Takaso Azusa ist ist eine von mehr als 50, die derzeit im Künstlerhaus anlässlich der Ausstellung „In neuen Zeiten“ zu sehen sind. Eingeladen hat mich an diesem Abend Lisa Bergmann. Sie ist Vorsitzende des BBK Karlsruhe, freischaffende Künstlerin und Kuratorin. Es sind vor allem zwei Themen, über die wir in den nächsten 2,5 Stunden sprechen: die prekäre Lage vieler Künstler*innen und insbesondere die Situation von Künstlerinnen.

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30. Mai 2020

Heimat: “Ein Abend im Neubau der Kunsthalle Mannheim”

Kunsthalle Mannheim: „Offen“!

Sie stürzen von der Decke: Elf Krankenhausbettgestelle, die aneinander hängen, schwerelos wirken. Ihr Fall ist eingebettet in anklagende Töne – von Violinen, die einsam an der Wand vor sich hin spielen, angetrieben von kleinen Motoren.
Dieses „Inferno“ von Künstlerin Rebecca Horn regt die Fantasie an und lässt verschiedene Assoziationen entstehen. Ist es ein Sturz oder vielmehr in Kombinaton mit dem Licht, das durch die riesigen Fenster den Raum flutet, doch ein Standhalten? Spielen biblische Motive wie die Auferstehung eine Rolle?

Das expressive Werk von Rebecca Horn ist nur eines von zahlreichen Werken der Ausstellung „Offen“ in der Kunsthalle Mannheim, die mich an diesem Samstagabend beim Rundgang mit der Direktorin der Kunsthalle, Ulrike Lorenz, unglaublich faszinieren. Drei Jahre war das Museum geschlossen, am 1. Juni eröffnet es nun mit insgesamt fünf verschiedenen Ausstellungen wieder. Mein Fazit an diesem Abend: Der Neubau, den die gmp Architekten entwarfen, ist beeindruckend.

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29. Mai 2020

Heimat: Ein Nachmittag mit Jana Gruszeninks

Das ist Jana. Alle Bilder sind auch von ihr.

Jana Gruszeninks liebt Farben & Formen

Balance. Als ich mich an diesem sonnigen Mai-Nachmittag mit Jana Gruszeninks in einem Café auf dem Gutenbergplatz unterhalte, wird mir schnell klar: Gleichgewicht spielt für die 28-Jährige eine elementare Rolle – bei ihrer künstlerischen Arbeit und im gesamten Leben.

Nur wenige Meter von uns entfernt stehen ihre farbenprächtigen Bilder im Schaufenster von „Unser Onkel“. Darauf zu sehen: Linien, Kreise, abstrakte Formen. Pastellige Töne verbindet Jana oft mit Neon-Akzenten. Die Arbeiten sind zart, aber stark zugleich, strahlen Wärme aus, sind voller Ästhetik. Die Kompositionen sind stimmig.

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22. Mai 2020

Heimat: “Ein Abend mit Romy Marquart und Lukas Hechinger in der Fettschmelze”

Das sind Sophia, Simon, Romy und Lukas (von links).

Karlsruhe: Pizza in der Fettschmelze

Es ist ganz still, als ich die Tür zur Fettschmelze öffne, niemand steht hinter der Theke, kein Gast ist zu sehen, keine Musik läuft. Ein ungewohntes Bild. Nur ganz leise höre ich dann ein Gemurmel, folge den leisen Stimmen und entdecke Romy Marquart, Lukas Hechinger, Sophia Schroth und Simon Müller zusammen an einem Tisch im hinteren Bereich. „Wir sind gleich fertig mit unserer Team-Besprechung“, sagt Romy zu mir.

Okay, ich warte.

Kennengelernt habe ich Romy vor einem Jahr, sie kreierte damals gemeinsam mit ihrer Freundin Lisa den außergewöhnlichen Brunch „Slow Sunday“, der zunächst im Pop-up-Store in der Kaiserstraße Premiere feierte und dann in der Fettschmelze den Sommer über eine Fortsetzung fand.

Inzwischen ist sie fast jeden Tag in der Fettschmelze anzutreffen. Denn seit einigen Wochen gibt es in der Location auf dem Schlachthof außer Musik und wechselnden Events noch eine feste Konstante: „Die Kantine“ – und Romy ist nun gemeinsam mit Simon für die Geschäftsleitung der Gastronomie und Events verantwortlich. Was steckt genau hinter diesem Essensangebot rund um die Mittagszeit? Das erzählen mir an diesem Abend Romy und Lukas, der Geschäftsführer der Fettschmelze.

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29. April 2020

Heimat: “Ein Abend im Iuno@Home”

Iuno@Home: Willkommen in der virtuellen Iuno-Bar

Keine Menschenansammlungen auf dem Werderplatz, keine Musik bis fünf Uhr am Morgen, kein ausgelassenes Tanzen vor, hinter und auf dem Tresen: Es ist wird ein leiser Geburtstag für das Iuno am 30. April. Wegen der Corona-Pandemie ist auch die Bar in der Südstadt bis auf Weiteres geschlossen.

Um wieder regelmäßig in Kontakt mit den Gästen zu kommen, haben sich die Mitarbeiter nun etwas Besonderes einfallen lassen: ein virtuelles Barvergnügen, das Iuno@Home. Wie das genau funktioniert, haben mir Michi, Tim, Riccardo, Lex, Tobi, Kevin und Thes geschrieben.

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20. April 2020

Heimat: Ein Interview mit Hannah & Marina vom Hilda Café

Das sind Marina und Hannah. Alle Fotos kommen auch von ihnen.

Kaffee & Kunst im Hilda Café

Wer das Café “Hilda – Kaffee und Faden“ in Mühlburg betritt, spürt sofort, wie viel Leidenschaft darin steckt. Selbstgebackene Kekse stehen auf dem Tisch. Bunte Bilder von Künstlern sind an der Wand befestigt. Außerdem sind an vielen Stellen selbstgenähte Textilien zu entdecken – für Kinder und Erwachsene.

Anfang des Jahres eröffneten Hannah und Marina in der Hardtstraße 58 diese Kombination aus Laden und Café. Wochenlang werkelten die beiden Bauingenieurinnen dafür, schraubten und hämmerten. Auch einige Möbelstücke bauten sie selbst zusammen. Alte Nähmaschinentische dienten beispielsweise als Basis für die Tische. Diese sind nun in zwei Räumen verteilt, die über einen offenen Durchgang miteinander verbunden sind.

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5. April 2020

Coronavirus in Karlsruhe: Ein Gespräch mit Diana Böhm von “Unser Onkel”

"Unser Onkel" Karlsruhe
Credit: Katja Sievers I photography

Wie steht es um “Unser Onkel”?

Das Coronavirus hat das gesellschaftliche Leben komplett lahmgelegt. Sowohl Gastronomie als auch Kultureinrichtungen und Einzelhandel mussten schließen. Diana Böhm hat mit “Unser Onkel” in der Karlsruher Weststadt ein kleines Paradies geschaffen. Papeterie, Wohnutensilien, Accessoires, Kleidung und viele andere schöne Dinge verkauft sie in ihrem Laden. Die Coronavirus-Maßnahmen treffen sie hart. Ich habe sie deshalb gefragt: Wie geht es dir? Und wie können wir dich unterstützen?

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21. März 2020

Heimat: Ein Interview mit Caroline Götz vom Projekt “Sharing is caring”

“Sharing is caring”: Ein Hilfsprojekt aus Karlsruhe während der Coronakrise

Der Kühlschrank ist leer, der Geldbeutel leider auch? Hunger, aber Angst, das Haus zu verlassen, weil man selbst zur Risikogruppe gehört?

Für all die Menschen, die derzeit selbst nicht in den Supermarkt gehen können, hat Caroline Götz nun ein soziales Projekt gestartet: “Sharing is caring”. Die Doktorandin am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und Dozentin am “House of Competence” möchte auf der Plattform Menschen zusammenbringen, die Hilfe geben und benötigen – in Karlsruhe, aber auch bundesweit. Ich habe mit ihr über “Sharing is caring” geschrieben.

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17. März 2020

Heimat: Ein Nachmittag mit Tim Kaun vom “An Eye On”-Magazin

Das sind Robert (links) und Tim. Von ihnen stammen auch alle Fotos und Videos.

Ein Design-Magazin über Island von Tim Kaun und Robert Gutmann

Ein gelber Leuchtturm, dessen Spitze scheinbar in die weißen Wolken sticht. Ein blaues Haus eingerahmt von blühenden Pflanzen, Wasser und Bergen. Motive, die mich sofort in das Magazin hineinziehen, alles andere vergessen lassen.

Als ich zum ersten Mal das „An Eye On“-Magazin durchblätterte, war ich sofort begeistert. Die unfassbar schönen Fotografien der isländischen Natur kombiniert mit interessanten Interviews, dargestellt mit Typografie, die gradlinig, klar, aber dennoch spannend ist – ich wollte wissen, wer dahinter steckt, so viel Herz und Leidenschaft in dieses Printprodukt gesteckt hat.

Nur wenige Wochen später sitze ich mit Tim Kaun in einem Café in der Karlsruher Weststadt. Der Grafikdesigner hat seine Wurzeln in der Region, studierte an der Hochschule in Offenburg, wo er Robert Gutmann kennenlernte, mit dem er das „An Eye On“-Magazin auf die Beine stellte. Zwischen Milchkaffee, Apfelschorle und trubligen Gesprächen an Nebentischen blättern wir gemeinsam durch die Seiten. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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