19. Juli 2017

Kurioses: “Achterbahn”

Gestatten: Sad Saturday

Hereinspaziert: Sad Saturday

Vor einigen Wochen hatte ich einen Sad Saturday, völlig unvorhergesehen kam er vorbei, durchkreuzte meinen Alltag und brachte mich gehörig durcheinander.

Der Grund: Eine Freundin hatte mir kurzfristig abgesagt. Sie war krank geworden, das hieß für sie: wunderschöner Sommertag ade, hallo Bett. Für mich: Abendplanung futsch. Aber sowas passiert. Manche Pläne gelingen, manche scheitern. Manchmal kann man da einfach nix machen. Und eigentlich macht mir das Alleinsein auch gar nichts aus.  Weiterlesen »

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15. Juni 2017

Kurioses: “Homie”

 

Lieber C.,

du bist seit sechs Monaten mein liebster Homie. Bevor du auf die Welt kamst, haben deine Mama und ich ganz schön viel Schabernack getrieben – und einige schräge Vögel kennengelernt. Damit meine ich nicht diese Tiere, die durch die Luft flattern, nein, ich meine komische Männer, die nicht wissen, wie man sich Damen gegenüber verhält.

Da wir uns beide ja sehr regelmäßig sehen, ist es mir ein Anliegen, dass du mal nicht zu diesen Chaoten gehörst – sondern zu den Guten. Deshalb habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie ich dich dabei unterstützen kann:

1) Die Welt braucht nicht nur Checker!

Du musst keine überdrehten Sprüche reißen und cool sein, um einer Dame zu imponieren. Es gibt ganz schön viele Frauen, die mögen auch leise Männer. Ihnen kannst du von Büchern erzählen, von Musikbands oder von Dingen, die du im Leben beobachtet hast. Interessiert sie das alles nicht, bist du keineswegs falsch, sondern es passt einfach nicht zwischen euch. Mach dir dann keinen Kopf, es kommt bestimmt bald die Nächste.

Wenn du aber keineswegs schüchtern bist, sondern gerne laut und mit viel Freude Witze und Geschichten erzählst, ist das natürlich auch okay. Dann hau raus. Es ist immer nur wichtig, du selbst zu sein, Eine aufmerksame Lady merkt es nämlich, wenn du ihr wochenlang etwas vorspielst. Und außerdem: Das ist ganz schön anstrengend. Weiterlesen »

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20. Mai 2017

Kurioses: “WG – Liebe”

Love- and Sex-Vermittlerin

In meiner Zeit in WGs hätte ich als Partner- oder One-Night-Stand-Vermittlerin reich werden können. So oft wie mich in dieser Zeit Freundinnen besuchten – das war rekordverdächtig. Der Grund für ihre Besuche: meine durchaus adretten Mitbewohner.

Es begann bereits wenige Tage, nachdem ich in die nette Vierer-WG neben der KSC-Kneipe eingezogen war. Es war August und eine Freundin aus einer anderen Stadt, die gerade Single war und Semesterferien hatte, hing gerne bei mir ab.

Wir schliefen lange, saßen tagsüber auf dem Balkon und gingen feiern. Auch einer meiner Mitbewohner leistete uns gerne Gesellschaft. Er trank Wein mit uns, war mit uns in den Clubs, groovte über die Tanzfläche und sorgte für gebrochene Herzen. “Ich mag ihn”, gestand mir dann meine Freundin. Nur, was wolle er? Knutschen, ja oder nein? Ich wusste es auch nicht. Ratlosigkeit herrschte. Weiterlesen »

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24. März 2017

Kurioses: “Der Bachelor”

Wie ein schlimmer Unfall!

Ja, ich gebe es zu, ich habe auch mal reingeschalten. Nicht nur einmal, sondern mehrmals, kurz, aber bewusst. Dabei sah ich Auszüge von der ach so romantischen Rosenübergabe oder den eigenartigen Einzeldates. Meine Gedanken dabei: So müssen sich Gaffer bei einem schlimmen Unfall fühlen – ich wusste, dass es absolut grotesk und falsch ist, aber gerade deshalb musste ich dann doch hinschauen. Und mich aufregen. Weiterlesen »

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18. März 2017

Kurioses: “WG – der Beginn”

Der Beginn.

Meine WG-Zeit war ein wenig wild. Wenn ich heute darauf zurückschaue, ist viel Melancholie in mir. Ja, ich werde richtig wehmütig, wenn ich an die tollen Sommerabende auf dem Balkon mit Kanister voller Wein, die Küchenpartys und die vielen netten Gespräche denke. Ach.

Top-Lage, schräges Haus!

Die erste WG in Karlsruhe war in der Kronenstraße. Sie lag zwischen einer Fußball-Kneipe mit Biergarten und einem alternativen Club. Unter meinem Fenster versammelten sich nachts Ultras und Punks, grölten, feierten Siege und trösteten sich bei Niederlagen. Es war immer etwas los. Weiterlesen »

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29. Dezember 2016

Kurioses: “Silvester”

Ach, Silvester!

Raclette, Raketen, Radau: Zu Silvester habe ich ein sehr gespaltenes Verhältnis. Wenn mich Menschen schon im November fragen: „Was machst du am 31. Dezember?“, beginne ich innerlich zu schreien. Äußerlich wahre ich meist noch die Fassung, lächele freundlich und äußere mich unentschlossen. „Mal schauen“, „entscheide ich spontan“ oder „keine Ahnung“ – das sind meine drei Standard-Antworten.

Ich finde, Silvester wird einfach maßlos überschätzt und überbewertet. Und es passiert überproportional viel Mist an diesem Tag. Also ich will damit sagen: Dass mich Silvester nervt, kommt nicht von ungefähr. Beispiele? Hier. Weiterlesen »

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20. Oktober 2016

Kurioses: “Brügge/Westf”

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Vorerst nix mit Waffeln

Manchmal bin ich einfach zu schnell. Vor allem beim Klicken im Internet und beim Benutzen meines Handys. Das kann schwerwiegende Konsequenzen haben. Ich verschickte beispielsweise in den vergangenen Jahren schon einige Nachrichten an die falschen Menschen. Dadurch verkürzte ich romantische Beziehungen oder schrieb männlichen Vorgesetzten versehentlich Dinge, die sie erröten ließen. Das Wiedersehen im Büro war dann, nun ja, sagen wir mal so: unter Spannung. Weiterlesen »

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8. Oktober 2016

Kurioses: “Tinder”

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Wisch und weg

Immer wenn mir langweilig ist, melde ich mich bei Tinder an. Das passiert meist dann, wenn ich krank im Bett liege oder mir Freunde kurzfristig am Wochenende absagen. Dann sitze ich nämlich plötzlich in meinem Wohnzimmer und denke: Was nun?! Also es ist nicht so, dass ich mich mit Lesen, Schreiben und Serienschauen nicht stundenlang alleine beschäftigen kann. Aber diese vielen Bildchen von paarungswilligen Männern sind doch auch immer ein Erlebnis. Weiterlesen »

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27. September 2016

Kurioses: “Nackt”

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Nackt im WG-Zimmer

Nothing good happens after 2 A.M.: Wäre mein Leben eine Seifenoper, würde diese nächtliche Episode in das Sitcom-Genre fallen. Überdreht, mit ein wenig Sex und doch auch ein bisschen witzig. Es bestünde gar Plagiats-Verdacht. Denn der obskure Vorfall, der sich an einem grauen Winterabend mitten in meinem WG-Zimmer ereignete, ist ähnlich in „How I met your Mother“ zu sehen. In der vierten Staffel mit dem vielversprechenden Titel: „Der nackte Mann“.

Barney als Vorbild

Aber von vorne, der Reihe nach: Ich begegnete dem Herrn an einem Freitagabend. Es war kurz vor Weihnachten. Schneeflocken purzelten vom Himmel, der Duft von Glühwein und Waffeln erfüllte die Innenstadt. Überall leuchteten Lichter in grünen und roten Farben. Okay, stopp, genug Kitsch. Zum Wesentlichen: Also wir kannten uns bereits vom Sehen. Seit längerer Zeit schon verweilten wir in den ähnlichen Clubs, sahen uns vor der Bar, hinter der Bar, auf der Tanzfläche. Er adrett, Architekt, ja ein wenig wie Ted. Weiterlesen »

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7. September 2016

Kurioses: “Computerspiele”

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Schlaflos in Karlsruhe

Seit geraumer Zeit kann ich nachts nicht mehr schlafen. Schuld daran ist mein neuer Nachbar. Ich habe ihn zwar noch nie gesehen, aber in meinem Kopf ist es ein Mann – mit leichtem Bart, kurzem Haar und grauem T-Shirt.

Monster-Jagd per excellence

Als er Anfang August in die Wohnung im Nebenhaus einzog, es rumpelte und krachte, war ich zunächst noch positiv eingestellt. Jeder hat eine Chance verdient, dachte ich mir. Doch dann fing es an. Quietsche-Schreie, Pistolengewitter, Geknattere. Monster-Jagd per excellence – virtuell, auf vollster Lautstärke, die ganze Nacht. Ich bin wach! Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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