18. August 2016

Kurioses: “Das Fahrrad”

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Abenteuer auf dem Rad

Wenn ich mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre, erlebe ich des Öfteren Abenteuer. Das liegt daran, dass ich sowohl morgens als auch abends zur Rush Hour durch die ganze Stadt muss. Den Ampeln gehe ich dabei gerne aus dem Weg. Deshalb habe ich mir in den vergangenen zwei Jahren einen individuellen Weg zusammengetüftelt. In der Praxis bedeutet das: Ich fahre ziemlich kreuz und quer durch die ganze Stadt – erst zwei Mal rechts, dann links, später auch mal eine Weile geradeaus. Dann geht es nochmals rechts, links und auch mal über Schienen. Gradlinig läuft das alles nicht. Eher ergebnisorientiert und effizient. Weiterlesen »

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11. August 2016

Kurioses: “Single”

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Alleine in der Küche!

Manchmal habe ich das Gefühl, dass Menschen mit langjährigen Beziehungen denken, dass irgendetwas nicht mit mir stimmt. Erst neulich passierte es wieder: Ich saß bei einem Meeting und es ging es um das Thema Kochen und Rezepte. Einstimmig kamen alle zu der Erkenntnis, dass man sich ja alleine keine fancy Dinge in der Küche zubereitet. Da musste ich intervenieren. „Nein“, sagte ich, das könne man so nicht verallgemeinern. „Ich mache das sehr wohl.“ Stille. Dann meinte eine Kollegin: „Ja, du vielleicht. Du bist ja auch anders.“ Weiterlesen »

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5. Juli 2016

Kurioses: “Ismael”

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Wo ist Ismael? Oder: Lost in Translation

Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin in einer Soap-Opera gefangen. So wie Truman Burbank in dem Film „Die Truman Show“. Ich stelle mir vor, wie ein betrunkener Regisseur das Drehbuch schrieb. Ein bisschen Comedy mit Romantik mixte und dann noch eine Brise Drama hinzugab. Eine Freundin meinte mal zu mir, „Miriam, dein Leben ist wie die ,Fabelhafte Welt der Amelie’ – nur verfilmt von Tim Burton“. Andere sagen, ich lebe auf Crazy-Island. Dem stimme ich uneingeschränkt zu. Die nun folgende Episode könnte unter dem Sitcom-Genre laufen, etwas Leichtes zum Einstieg sozusagen. Titel: Wo ist Ismael? Oder: Lost in Translation. Weiterlesen »

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14. Mai 2016

Kurioses: “Dates”

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Karlsruhe ist die Single-Hölle

Das Leben als Single ist in Karlsruhe nicht ganz so einfach. Es gibt Stimmen, die sagen: Karlsruhe ist die Single-Hölle. Ich widerspreche dem nie, ich nicke meist, minutenlang.

Als ich vor acht Jahren zum Arbeiten in die Fächerstadt zog, war ich zunächst nicht auf Männer-Suche. Deshalb fielen mir die Unterschiede zu Heidelberg erst gar nicht auf. Dort hatte ich studiert, Soziologie mit Politik und Psychologie. Ich muss sagen: Meine männlichen Kommilitonen waren nicht verkehrt. Freigeister, zu Diskussionen geneigt, weltoffen. Mit diesem Männerbild kam ich nach Karlsruhe – und wohnte in Wohngemeinschaften mit Maschinenbauern, Informatikern, Verfahrenstechnikern. Ich lernte dort schnell: Diese alleinstehenden Männer mögen Maultaschen und Pesto. Und sie ziehen Blockbuster Art-House-Filmen vor. Weiterlesen »

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5. April 2016

Kurioses: “Die Tür”

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Schöner Altbau

Manchmal laufe ich Umwege, um zum Ziel zu kommen. Auch heute wieder: Ich wollte nach der Arbeit bei der Organisatorin der Freedom Skaters einen Schlüssel holen. Sie wohnt in einer Wohngemeinschaft in einem wundervollen Altbau ganz in meiner Nähe. Jedes Mal, wenn ich in diesem Treppenhaus stehe, bewundere ich den prächtigen Stuck, das edle Holzgeländer und die bunten Fliesen.

Wenn ich bei anderen Menschen zu Besuch bin, merke ich mir selten, ob sie im ersten, zweiten oder dritten Stock wohnen. Allerhöchstens sie leben in einem ganz schön hohen Haus unter dem Dach – dann setzt sich das in meinem Gehirn fest. Dort flimmert dann bei jeder Einladung auf: Vorsicht, Anstrengung. Bei der Organisatorin der Freedom Skaters hatte ich diese Assoziation aber nicht im Kopf. Als ich so die Stufen zur ersten Etage passiert hatte und dort eine Wohnungstür offen stand, dachte ich, ach gut, schon da. Ich trat ein. Weiterlesen »

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30. März 2016

Kurioses: “Das Essen”

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Was passiert nur auf Instagram?

Ich esse gerne. Diäten und Kalorienzählen sind nicht so meins. Ich muss mir mein Leben ja nicht noch selbst komplizierter machen, als es eh schon ist. Also es ist jetzt nicht so, dass ich den ganzen Tag unbeherrscht Torten, Snickers und Pizzen in mich hineinstopfe, aber dieser ganze Schönheits- und Fitnesswahn irritiert mich doch zunehmend. Weiterlesen »

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20. März 2016

Kurioses: “Das Telefon”

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1056 whatsapp-Nachrichten in zwei Tagen

Ich war vor kurzem mit einer 13-Jährigen im Ballett. Wir schauten uns „Das kleine Schwarze“ an. Die Konversation in der Pause war zunächst ein wenig schwierig, kam dann aber richtig in Schwung, als meine Begleitung sah, dass ich ein Iphone dabei habe. „Ich bekomme zum Geburtstag auch eines“, erzählte sie mir mit leuchtenden Augen. Ich war irritiert. So ein teures Geburtstagsgeschenk? „Ja, aber fast jeder in meiner Klasse hat eines“, sagte sie und fügte schnell hinzu: „Heute tauscht man sich doch nur noch über whatsapp und Snapchat aus.“

An einem Wochenende sei sie mal handylos gewesen, das Ergebnis: 1056 (!!!) ungelesene Nachrichten in ihrem Klassen-Chat. Ich war sprachlos. „Telefoniert ihr nie?“, fragte ich sie. „Nö, telefonieren macht man doch heute nicht mehr.“ Weiterlesen »

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8. März 2016

Kurioses: “Geister”

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Streit vor dem Kino

Ich mag Männer eigentlich ganz gerne. Nur manchmal ist es mit der Kommunikation ein wenig schwierig. Das begann schon in der elften Klasse. Damals hatte ich einen richtig coolen Freund. Er war mit 17 Jahren schon ganz schön viel tätowiert, hatte ein Piercing und verdrehte mir richtig den Kopf. Nach sechs Wochen kam es vor dem Kino jedoch zum Streit. Ich schrieb ihm danach aufgebracht über mein Prepaid-Handy, dass ich das so nicht mitmache. Danach hörte ich tagelang gar nichts. Weiterlesen »

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1. März 2016

Kurioses: “Das Alter”

Foto: Paul Gärtner

Foto: Paul Gärtner

Keine Party-Maus mehr

Ich werde gerne unterschätzt. Das liegt daran, dass ich seit einigen Jahren optisch fast nicht gealtert bin. Okay, ich muss gestehen, die Augenringe sind nicht weniger geworden. Aber ansonsten kann ich mich nicht beschweren. Vor allem Männer denken, ich sei noch sehr jung. Erst neulich passierte es wieder: Ich wollte ausnahmsweise meinen Freitagabend in einem Club verbringen. Das ist inzwischen ein Highlight. Denn die Abende, in denen ich meist erst um 2 Uhr aus dem Haus gehe und nach 5 Uhr ins Bett finde, sind in den vergangenen Jahren deutlich weniger geworden. Diese Regenerationszeiten kollidieren eben deutlich mit meinen Arbeitszeiten.

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22. Februar 2016

Kurioses: “Einbrecher”

Keine Zeit fürs Putzen

Ich muss gestehen: Ich hätte gerne eine Putzfrau. Nicht weil ich zu faul zum Aufräumen bin. Nein, das ist es ganz und gar nicht. Wirklich. Es ist eher eine Frage dieser sogenannten Priorisierung. Denn in meinem Alltag finden sich sehr schlecht Zeitfenster für Dinge wie Kleiderberge sortieren, Geschirr in Schränke räumen oder Schreibkram sortieren. Schließlich muss ich außerhalb meines 40-Stunden-Jobs auch mal abhängen und ganz wichtig: soziale Kontakte pflegen. Von diesen Lebensmittel-Einkäufen mal ganz abgesehen. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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