26. Juli 2015

Melodien: “Ein Abend mit The Subways und The Kooks”

Erinnerung an die Studienzeit

Es gab eine Zeit, da purzelten „The“-Bands quasi im Vierwochen-Takt an die Musikoberfläche. Das war Mitte der 2000er-Jahre. Die Bands kamen primär aus Großbritannien und machten meist melodiöse Gitarrenmusik. Zwei Exemplare: The Subways und The Kooks. Ich studierte gerade, als ihre Debütalben 2005/2006 erschienen – und ich hörte die Songs von „Young for Eternity“ und „Inside In/Inside Out“ hoch und runter. Hatte jede Songzeile auswendig im Kopf und konnte stundenlang in Clubs dazu tanzen. Wie oft ich The Kooks schon live sah, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen. Aber sie waren nie in Karlsruhe – und nun endlich: gleich beide Bands bei Das Fest, an einem Abend, hintereinander, wunderbar. Weiterlesen »

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25. Juli 2015

Melodien: “Ein Abend mit Clueso”

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Endlich wieder Clueso

Ein Date mit Clueso in Karlsruhe. Vier Jahre Wartezeit – endlich vorbei. Ort und Uhrzeit wie gehabt: 21 Uhr, Hauptbühne auf dem Fest-Gelände. Nur dieses Mal kommt der Erfurter freitags statt sonntags. Macht aber nix, der Tag ist egal, die Erwartungen sind groß. Ein leicht nervöses Grummeln kommt ab dem frühen Abend in der Magengegend auf. Vorfreude!

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21. Juli 2015

Ein denkwürdiges Abendessen

Quelle: Radio Bremen

Quelle: Radio Bremen

Es passierte neulich beim Abendessen. Ich saß mit einer größeren Gruppe zusammen, als eine Bekannte plötzlich im Gespräch mit mir meinte, dass sie es ja in Deutschland eigentlich nicht laut sagen dürfe, aber es nun doch mal raus muss: Sie könne es schon nachvollziehen, dass Flüchtlingsheime angezündet werden. Also natürlich nicht, dass sie es gut findet, dass Menschen dann sterben. Aber sie könne die Beweggründe der Anwohner verstehen.  Wumm. Ich saß wie versteinert da – und kann es bis heute nicht fassen. Ständig kreisen meine Gedanken um diese Aussage.

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12. Juli 2015

Heimat: “Auf einen Kaffee mit Baske ToBe True”

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Das ist Baske. Alle Bilder sind von TypxTatse.

Ein Karlsruher in Paris

Paris, Luxemburg und nun wieder Karlsruhe: Baske ToBe True hat in diesen Tagen kaum Zeit, um zur Ruhe zu kommen. Trotzdem schaffen wir es an diesem sonnigen Abend auf einen Kaffee am Werderplatz. Viel hat der Streetart-Künstler zu erzählen. Besonders von seiner jüngsten Arbeit mit dem Künstler-Kollektiv „Quai 36“. Gemeinsam mit 16 anderen Künstlern bemalte er zwei Flächen am Pariser Nordbahnhof – mit Schriftzügen und Bildern. Bunt und lebendig. Über 45 Tage ging das Projekt ingesamt, Baske war neun Tage vor Ort, auf etwas mehr als 100 Quadratmetern Fläche verewigte er sich – immer zwischen 9 bis 16 Uhr. “700 000 Menschen tummeln sich täglich am Gare du Nord, es ist der am meisten frequentierte Bahnhof in Europa – ein unglaublich spannendes Projekt“, fasst Baske seine Eindrücke zusammen.

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7. Juli 2015

Flimmerkasten: “Victoria”

Keine Zeit zum Luft holen. „Victoria“ rast durch. Kein Cut, nur ein Take. 140 Minuten im Kinosessel, zack, vorbei. Der Eindruck: berauschend. „Victoria“ ist ein Gewinn für das deutsche Kino – jenseits von Til Schweiger- und Matthias Schweighöfer-Produktionen. Vielmehr flimmern Erinnerungen von „Lola rennt“ im Kopf auf. Dynamisch, spannend, explosiv. Von Anfang bis Ende. Weiterlesen »

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5. Juli 2015

Heimat: “Die Meister-Sammlerin Karoline Luise von Baden”

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Große Landesausstellung anlässlich des Stadtgeburtstags

Ein großes Herz hatte Karoline Luise von Baden für ihre kleine Nervensäge: für das Schosshündchen Bellamina. Jeden Morgen musste sie wegen ihm um 6 Uhr aufstehen und einen Spaziergang machen. „Aber ein süßes Schosshündchen gehört für eine adlige Dame zum eleganten Lebensstil einfach dazu“, schreibt sie in einem ihrer zahlreichen Briefe. Ihren Hofmaler Joseph Melling bat sie um etwa 1770, das „King-Charles-Hündchen“ zu porträtieren. Er kam der Aufforderung nach und verwendete dazu Pastellkreiden. Wie eine Prinzessin thront Bellamina auf ihrem goldbesetzten Kissen, kontrastierend dazu: der leuchtend blaue, samtige Hintergrund (Quelle: Antenna international).

Das Werk “Karoline Luises Schoßhündchen Bellamina” ist anlässlich der Ausstellung „Die Meister-Sammlerin. Karoline Luise von Baden“ in der Staatlichen Kunsthalle noch bis 6. September zu sehen. Bei der Bloggerreise Karlsruhe – Basel bekam ich einen Einblick in das Kooperationsprojekt der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe, des Landesarchiv Baden-Württemberg, dem Generallandesarchiv, und der Università della Svizzera italiana, das im Rahmen des 300. Stadtgeburtstags ins Leben gerufen wurde.

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29. Juni 2015

Heimat: “Ein Besuch bei ,My Heart Beats Vegan'”

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Veganes Restaurant in der Kriegsstraße 94

Nur Pommes. Und dann auch noch ausgerechnet welche, die in Rindernierenfett schwimmen. Die Suche nach Essen bei den „Kölner Lichtern“ im Jahr 2013 löste bei den Veganern David Specht und Daniel Kretz großes Unverständnis aus. „Eine Million Besucher und kein einziges komplett fleischloses Essensangebot – das kann doch nicht wahr sein.“ Die Männer aus dem Raum Mannheim beschlossen, nicht nur zu lamentieren, sondern selbst eine Alternative zu schaffen. Mit ein wenig Glück hatten sie ein paar Monate später auf dem Schwetzinger Weihnachtsmarkt ihren ersten veganen Stand. Der Name: “My Heart Beats Vegan“. Der Andrang war enorm. „Die Besucher lechzten dort förmlich nach unserem frischen Angebot rund um Suppen und Currys“, erinnert sich David. Eine Geschäftsidee war geboren. Der mobile „My Heart Beats Vegan“-Wagen kam im Mai 2014 dazu. Und nun das erste Restaurant. Die Wahl fiel auf die Fächerstadt. Am kommenden Samstag, 4. Juli, geht die Tür in der Kriegsstraße 94 um 11 Uhr zum ersten Mal auf.

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Das sind David, Vanessa und Daniel (von links)

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28. Juni 2015

Heimat: “Ka300 – die ersten Tage des Festivalsommers”

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Die Stadt Karlsruhe feiert ihren 300. Geburtstag – mit mehr als 500 Veranstaltungen in 100 Tagen. Viel Skepsis hörte ich in den vergangenen Monaten über das Programm und den extra für den Festivalsommer geschaffenen Pavillon im Schlossgarten. Er sei zu teuer, hässlich, grünflächenraubend. Die Vielzahl an Events sei irritierend und unübersichtlich. Auch die Eröffnungsshow am 20. Juni polarisierte. Während ich noch in Palma weilte, waren Freunde und Bekannte dort. Sie berichteten von „professioneller Show ohne Herz“ bis zu „langen Warteschlangen an den Getränkewagen“. Meine Erwartungen waren dementsprechend gering, als ich mich am Donnerstag zum ersten Mal selbst in den Schlossgarten wagte. Doch: Ich bin positiv überrascht. Weiterlesen »

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26. Juni 2015

Schmöker: “Was ich liebte” von Siri Hustvedt

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Vom netten Roman zum spannenden Thriller

Es beginnt so harmlos. Als ich die ersten Seiten von „Was ich liebte“ zu lesen begann, dachte ich: „Ach, das liest sich aber schön.“ Bei den ersten rund 200 Seiten handelt es sich um einen netten Roman um zwei Künstler-Ehepaare, die in Brooklyn leben. Es geht um Leo und Erica sowie Bill und Violet. Um die gewöhnlichen Irrungen und Wirrungen der Liebe – mit interessanten Exkursen zur Literatur, Kunst und Psychologie. Doch Seite für Seite steigert sich in „Was ich liebte“ die Spannung – auf so subtile Weise, dass ich zunächst kaum bemerkte, wie sehr mich dieser Roman verschlang und Platz in meinem Denken einnahm. Schließlich konnte ich das Buch nicht mehr weglegen. Erzählte Freunden ständig davon. Schönheit, Spannung, Schwieriges: „Was ich liebte“ vereint alles. Siri Hustvedt hat mit diesem Roman ein kleines literarisches Meisterwerk geschaffen. Weiterlesen »

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23. Juni 2015

Fernweh: “7 Tage Palma – mittendrin”

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Dank eines ganz individuellen Reiseführers (lieben Dank an Petra) bin ich auch im südöstlichen Teil Palmas gelandet. Dort gibt es rund um die Straßen del Socors, Bos und Gerreria quasi ein Open-Air-Museum: Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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