29. Januar 2015

Heimat: “Ein Abend mit Hannah”

Schönes Projekt des Staatstheaters

Dicke Schneeflocken purzeln vom Himmel, als Hannah und ich unsere „Kulturlotsen“-Premiere haben. Die Theateraufführung von „Tschick“ soll es sein. Nach dem Roman von Wolfgang Herrndorf. „Eigentlich mag ich lieber Ballett“, erzählt die Zwölfjährige. Der Nussknacker, Dornröschen, Giselle, Momo – mit ihrer alten Kulturlotsin besuchte Hannah fast ausschließlich filigrane Tanz-Aufführungen. „In Schwanensee war ich sogar dreimal“, sagt sie und grinst. Mit mir soll es nun mehr Schauspiel sein. Hannah blickt noch skeptisch.

Weiterlesen »

keine Kommentare
26. Januar 2015

Schmöker: “Der Koch” von Martin Suter

418E-ss1ZIL._SX314_BO1,204,203,200_

Erotik und Krimi

Er zaubert Love-Food, das alle Hemmungen verschwinden lässt: Der tamilische Koch Maravan bietet mit der attraktiven Kellnerin Andrea ein Catering der besonderen Art an. Er kocht spezielle aphrodisierende Menüs zuerst nur für zerstrittene Paare, dann für zwielichtige Politiker und Männer aus der Wirtschaft. Das geht nur eine Weile gut, moralische Fragen kommen auf.

Gut für triste Sonntage
„Der Koch“ von Martin Suter ist eine Mischung aus erotischem Roman (ohne Schlüpfrigkeiten) und ein wenig Kriminalgeschichte. Die erste Hälfte las ich rasend schnell, die zweite zog sich dagegen sehr. Auch das Ende kommt ohne großen Knall aus. Fazit: ein solides Buch für triste Sonntage. Weiterlesen »

keine Kommentare
24. Januar 2015

Heimat: “Ein Abend mit Bott-x Pictures”

Das sind Benjamin (links) und Robert

Das sind Benjamin (links) und Robert.

Schräge Story

Es ist eine ziemlich wirre Geschichte, die hinter dem Namen „Bott-x Pictures“ steht. Ein Vokabeltest, eine Englischlehrerin und eine Begegnung bei den Independent Filmdays haben etwas damit zu tun, erzählt Benjamin Herkert. Der Mediengestalter steht gemeinsam mit dem Fotografen Robert Fuge hinter dem Filmprojekt, das jüngst beim Kulturpreis der Technologie Region Karlsruhe mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde. Gemeinsam produzieren die beiden Jungs Videos für Künstler, Imagefilme für Firmen sowie Kurzfilme. Weiterlesen »

keine Kommentare
17. Januar 2015

Flimmerkasten: “St. Vincent”

Grumpy old Man

Zigaretten, Rum und Pferdewetten: Vincent McKenna (Bill Murray) führt alles andere als ein solides Leben. Das Geld ist knapp, in seinem Haus herrscht Chaos. Stets ist er mürrisch, ein grumpy old man. Für kurzzeitiges Vergnügen sorgt lediglich Daka, eine „Dame der Nacht” (Noami Watts), die regelmäßig bei ihm vorbeischaut. Als ihn seine neue Nachbarin Maggie bittet, nachmittags auf ihren Sohn aufzupassen, willigt er zunächst nur widerwillig ein. Doch der kleine, sensible Junge (Jaeden Lieberher) wächst ihm ganz schön schnell ans Herz. Weiterlesen »

keine Kommentare
7. Januar 2015

Flimmerkasten: “Die süße Gier”

Toller und spannender Film!

Es erwischt ausgerechnet den unschuldigen Kellner. Zu später Stunde wird er auf dem Nachhauseweg auf seinem Fahrrad von einem großen Auto erfasst, er stürzt, stirbt später. Wie es zu diesem tragischen Unfall kommen konnte, wird in „Die süße Gier“ nun aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Der Film rund um die glitzernde Welt der Reichen und Schönen in Italien ist spannend sowie unterhaltsam. Er gehört gar zu den besten Sneak-Filmen, die ich in den vergangenen Jahren sah. Weiterlesen »

keine Kommentare
6. Januar 2015

Heimat: “Schnippeldisko im Vanguarde”

Schnippeldisko

Foodsharing-Projekt: Schnippeln, schnippeln und essen

Tomaten, Gurken, Karotten: Aus gerettetem Gemüse wird bei der ersten Karlsruher Schnippeldisko Suppe gekocht und zu Musik vom Ganja Riddim Soundsystem getanzt. Hinter der Veranstaltung am Freitag, 30. Januar, ab 17 Uhr, im Kulturraum Vanguarde steht die Foodsharing-Gruppe Karlsruhe. Der Eintritt ist frei, jeder Gast sollte aber sein eigenes Messer/Sparschäler sowie Schneidebrett, Löffel und Suppenschüssel mitbringen, heißt es vonseiten des Veranstalters. Weiterlesen »

keine Kommentare
4. Januar 2015

Schmöker: “Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele” von Suzanne Collins

Tribute von Panem

Grausame Geschichte

Was steckt hinter dem Gewinner des Jugendliteraturpreises 2010? Nachdem mir mehrere Freunde begeistert von “Die Tribute von Panem” erzählt hatten, war ich neugierig geworden. Gelesen habe ich den ersten Teil der Trilogie nun innerhalb kürzester Zeit. Fazit: Ich bin hin- und hergerissen. Es ist sehr gelungene Unterhaltung, doch finde ich die Geschichte für Jugendliche äußerst grausam. 24 Heranwachsende, die sich gegenseitig niedermetzeln, davon bin ich alles andere als Fan. Weiterlesen »

keine Kommentare
28. Dezember 2014

Flimmerkasten: “Die Entdeckung der Unendlichkeit”

Ein sehr sehenswerter Film

Auf einer Party lernen sie sich kennen: Stephen, ein schlacksiger Physiknerd, und Jane, eine hübsche Sprachwissenschaftlerin. Anfang 20 sind sie da. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Sie kommen sich näher, alles scheint gut zu werden. Bis Stephen kurze Zeit später an der Autoimmunkrankheit ALS erkrankt. Seine Lebenserwartung: zwei Jahre. Jane bleibt bei ihm. Der Film „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ erzählt die Liebesgeschichte zwischen den beiden Briten und zeigt so einen Ausschnitt aus dem Leben des weltberühmten Physikers. Ein sehr gelungener Film, der trotz einiger Kitschmomente sehenswert ist und nachhaltig berührt. Weiterlesen »

keine Kommentare
26. Dezember 2014

Schmöker: “Flow”

Flow

Auf die „Flow“ stieß ich ganz zufällig. Es war bei der Arbeit, als ich dort den Magazin-Stapel durchstöberte. „Manche Dinge lernt man am besten in der Stille, manche im Sturm“ stand auf dem hübschen Cover des Magazins. Ein Zitat von Willa Cather. Ich wurde neugierig, blätterte mich durch die Seiten und war sofort begeistert. Die „Flow“ ist wunderbar illustriert, bietet gut recherchierte Geschichten sowie tolle Extras, beispielsweise Kalender, ein „Achtsamkeits-Schreibbuch“ oder „27-Mach-dir-keine Sorgen-Karten“. Ein Magazin wie für mich gemacht. Weiterlesen »

keine Kommentare
22. Dezember 2014

Flimmerkasten: “Das Salz der Erde”

Eine Doku von Wim Wenders, die sprachlos macht

Völlig ausgemergelt liegen sie da, alles Leben ist aus ihnen gewichen. Nur noch Haut und Knochen sind übrig. Die Schwarzweiß-Fotografien von Sebastiao Salgado über das menschliche Leid in Afrika bewegen, verstören, rufen tiefstes Mitgefühl aus. Wim Wenders zeigt in „Das Salz der Erde“ das Lebenswerk und die Arbeiten des Brasilianers. Ein Film, so voller Wucht, dass ich mit permanenter Gänsehaut im Kino saß. Noch nie hat mich etwas auf der Leinwand so sprachlos gemacht. Weiterlesen »

keine Kommentare

Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

Newsletter abonnieren

Etwas verloren?
Vergangenes
Facebook
Instagram
Instagram@miriam_steinbach