7. März 2015

Schmöker: “Bienensterben” von Lisa O’Donnell

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Pechschwarzer Humor: “Bienensterben” von Lisa O’Donnell

Es ist eine schöne Bescherung: Ausgerechnet an Heiligabend müssen die 15-jährige Marnie und ihre kleine Schwester Nelly ihre Eltern im Garten begraben. Der Vater liegt tot im Bett, die Mutter erhängte sich in der Garage. Hilfe holen? Das ist keine Option für die beiden Mädchen. Sie haben keine Angehörigen und möchten nicht ins Heim. Also beschließen sie, die beiden Leichen zu verbuddeln. Gar nicht so einfach bei dem frostigen Boden. Es bleibt nicht das einzige Problem.

Lisa O’Donnell erzählt die unendlich traurige Geschichte von Marnie und Nelly so bitterböse und lakonisch, dass die Gefühle Achterbahn fahren. Lachen oder weinen? Es ist eine turbulente Fahrt, die durch das gesamte Buch kaum an Geschwindigkeit verliert. Nicht nur einmal blieb mir bei „Bienensterben“ das Lachen im Hals stecken. Die Frage nach einer Lösung treibt an. Weiterlesen »

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3. März 2015

Flimmerkasten: “Birdman”

 

Voller Dynamik und toller Schauspieler: “Birdman”

Plötzlich fliegt er durch die Lüfte, gleitet zwischen den Hochhäusern umher, begleitet von imposanten Melodien. Im oscarprämierten Film „Birdman“ geraten nicht nur einmal physikalische Gesetze außer Kraft. Der ehemals erfolgreiche Schauspieler Riggan Thomson (Michael Keaton) schwebt anfangs im Yoga-Sitz mitten im Raum und verschwindet später aus dem Fenster. Alles ist möglich in „Birdman“. Einem Film ohne spektakulärer Geschichte – aber voller Dynamik, brillanter Schauspieler und beeindruckender Kameraführung. Weiterlesen »

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10. Februar 2015

Flimmerkasten: Yaloms Anleitung zum Glücklichsein”

 

Kluge Ansätze zum Leben: “Yaloms Anleitung zum Glücklichsein”

Seine Patienten bittet er, eine Linie zu zeichnen. Für die Zeitspanne des Lebens soll diese stehen. Links die Geburt, rechts der Tod. Dann sollen die Patienten einen Punkt machen für die Stelle des Lebens, an der sie vermutlich gerade stehen. Viele Menschen erkennen dadurch, wie wenig Zeit ihnen noch bleibt. Oft ist dieser Moment der Beginn eines Prozesses, in dem sie lernen, anders mit sich umzugehen.

Diese Sätze stammen von Irvin David Yalom. Er ist einer der bekanntesten Psychotherapeuten unserer Zeit. Der Dokumentarfilm „Yaloms Anleitung zum Glücklichsein“ erzählt aus seinem Leben und enthält viele kluge Ansätze über das Leben bereit. Weiterlesen »

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26. Januar 2015

Schmöker: “Der Koch” von Martin Suter

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“Der Koch” von Martin Suter: Erotik und Krimi in einem

Er zaubert Love-Food, das alle Hemmungen verschwinden lässt: Der tamilische Koch Maravan bietet mit der attraktiven Kellnerin Andrea ein Catering der besonderen Art an. Er kocht spezielle aphrodisierende Menüs zuerst nur für zerstrittene Paare, dann für zwielichtige Politiker und Männer aus der Wirtschaft. Das geht nur eine Weile gut, moralische Fragen kommen auf.

Gut für triste Sonntage

„Der Koch“ von Martin Suter ist eine Mischung aus erotischem Roman (ohne Schlüpfrigkeiten) und ein wenig Kriminalgeschichte. Die erste Hälfte las ich rasend schnell, die zweite zog sich dagegen sehr. Auch das Ende kommt ohne großen Knall aus. Fazit: ein solides Buch für triste Sonntage. Weiterlesen »

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17. Januar 2015

Flimmerkasten: “St. Vincent”

 

Grumpy old Man: “St. Vincent”

Zigaretten, Rum und Pferdewetten: Vincent McKenna (Bill Murray) führt alles andere als ein solides Leben. Das Geld ist knapp, in seinem Haus herrscht Chaos. Stets ist er mürrisch, ein grumpy old man. Für kurzzeitiges Vergnügen sorgt lediglich Daka, eine „Dame der Nacht” (Noami Watts), die regelmäßig bei ihm vorbeischaut. Als ihn seine neue Nachbarin Maggie bittet, nachmittags auf ihren Sohn aufzupassen, willigt er zunächst nur widerwillig ein. Doch der kleine, sensible Junge (Jaeden Lieberher) wächst ihm ganz schön schnell ans Herz. Weiterlesen »

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7. Januar 2015

Flimmerkasten: “Die süße Gier”

 

Toller und spannender Film: “Die süße Gier”

Es erwischt ausgerechnet den unschuldigen Kellner. Zu später Stunde wird er auf dem Nachhauseweg auf seinem Fahrrad von einem großen Auto erfasst, er stürzt, stirbt später. Wie es zu diesem tragischen Unfall kommen konnte, wird in „Die süße Gier“ nun aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Der Film rund um die glitzernde Welt der Reichen und Schönen in Italien ist spannend sowie unterhaltsam. Er gehört gar zu den besten Sneak-Filmen, die ich in den vergangenen Jahren sah. Weiterlesen »

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4. Januar 2015

Schmöker: “Die Tribute von Panem – Tödliche Spiele” von Suzanne Collins

Tribute von Panem

“Die Tribute von Panem”: Eine grausame Geschichte

Was steckt hinter dem Gewinner des Jugendliteraturpreises 2010? Nachdem mir mehrere Freunde begeistert von “Die Tribute von Panem” erzählt hatten, war ich neugierig geworden. Gelesen habe ich den ersten Teil der Trilogie nun innerhalb kürzester Zeit. Fazit: Ich bin hin- und hergerissen. Es ist sehr gelungene Unterhaltung, doch finde ich die Geschichte für Jugendliche äußerst grausam. 24 Heranwachsende, die sich gegenseitig niedermetzeln, davon bin ich alles andere als Fan. Weiterlesen »

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28. Dezember 2014

Flimmerkasten: “Die Entdeckung der Unendlichkeit”

 

Ein sehr sehenswerter Film: “Die Entdeckung der Unendlichkeit”

Auf einer Party lernen sie sich kennen: Stephen, ein schlacksiger Physiknerd, und Jane, eine hübsche Sprachwissenschaftlerin. Anfang 20 sind sie da. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Sie kommen sich näher, alles scheint gut zu werden. Bis Stephen kurze Zeit später an der Autoimmunkrankheit ALS erkrankt. Seine Lebenserwartung: zwei Jahre. Jane bleibt bei ihm. Der Film „Die Entdeckung der Unendlichkeit“ erzählt die Liebesgeschichte zwischen den beiden Briten und zeigt so einen Ausschnitt aus dem Leben des weltberühmten Physikers. Ein sehr gelungener Film, der trotz einiger Kitschmomente sehenswert ist und nachhaltig berührt. Weiterlesen »

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22. Dezember 2014

Flimmerkasten: “Das Salz der Erde”

 

“Das Salz der Erde”: Eine Doku von Wim Wenders, die sprachlos macht

Völlig ausgemergelt liegen sie da, alles Leben ist aus ihnen gewichen. Nur noch Haut und Knochen sind übrig. Die Schwarzweiß-Fotografien von Sebastiao Salgado über das menschliche Leid in Afrika bewegen, verstören, rufen tiefstes Mitgefühl aus. Wim Wenders zeigt in „Das Salz der Erde“ das Lebenswerk und die Arbeiten des Brasilianers. Ein Film, so voller Wucht, dass ich mit permanenter Gänsehaut im Kino saß. Noch nie hat mich etwas auf der Leinwand so sprachlos gemacht. Weiterlesen »

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20. Dezember 2014

Heimat: “Ein Abend bei Ida und Philipp von Niller Records”

Das sind Ida und Philipp.

Das sind Ida und Philipp.

Niller Records: Mixtapes und Plattenbrunch

Lichtpunkte tanzen munter an der Wand entlang, passend zu der Musik aus den Lautsprechern. Eine Schallplatte dreht dazu ihre Kreise auf den Turntables. Auf einer alten Vintage-Couch hat es sich Hündin Leika bequem gemacht, Ida Grosse und Philipp Rautzenberg sitzen daneben und erzählen die Geschichte von „Niller Records“, einer Musikplattform mit Sitz ganz in der Nähe des Lidellplatzes. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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