26. August 2014

Schmöker: “Zweier ohne” von Dirk Kurbjuweit

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Es ist eine Schullektüre, die für ziemlich viel Wirbel sorgte: Die wenigen, aber doch detaillierten Sexszenen in „Zweier ohne“ überforderten in diesem Jahr Neuntklässler, brachten Eltern auf. Interessiert verfolgte ich die Diskussion. Berechtigt oder nicht? Ich war neugierig und kaufte mir deshalb die Novelle von Dirk Kurbjuweit. Weiterlesen »

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22. August 2014

Flimmerkasten: “Das Mädchen Wadjda”

Einblick in das Leben in Saudi-Arabien

Sie trägt Chucks sowie Jeans unter ihrem Schleier und vertickt Mixtapes: Wadjda ist elf Jahre alt und weiß genau, wie sie am besten Geschäfte macht. Sie ist lebenslustig und voller Energie. Ihr größter Traum: Ein grünes Fahrrad, mit dem sie ein Rennen mit dem Nachbarsjungen fahren kann. Das große Problem: Wadjda lebt in Saudi-Arabien, dort ist das für ein Mädchen quasi unmöglich. Statt mit Rädern durch die Gegend zu flitzen, tragen bereits kleine Damen einen Schleier und müssen brav und anständig sein. Wadjda ist aber eine Kämpferin und gibt ihren Traum nicht so schnell auf. Weiterlesen »

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19. August 2014

Schmöker: “Der Schwimmer” von Zsuzsa Bánk

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Tief bewegende Geschichte

Es ist das Ende von „Der Schwimmer“, das mich regelrecht erschütterte und nachhaltig mitnahm. Selten saß ich nach der letzten Seite eines Buches einfach nur da und dachte: „Oh nein.“ Die Geschichte um die beiden Geschwister Kata und Isti hat mich tief berührt. Weiterlesen »

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10. August 2014

Flimmerkasten: “Searching for Sugar Man”

Ein Pop-Märchen: Die Doku “Searching for Sugar Man”

Es ist ein wenig wie ein Pop-Märchen, ein schöneres Ende könnte es kaum geben: Der Dokumentarfilm „Searching for Sugar Man“ handelt von der Suche nach dem amerikanischen Sänger Rodriguez, der in den 1970er-Jahren in seiner Heimat erfolglos blieb, in Südafrika aber großen Erfolg hatte. Niemand wusste in dem zerrütteten Land mehr über ihn, Gerüchte über seinen Selbstmord auf der Bühne kursierten. Die beiden Südafrikaner Stephen „Sugar“ Segerman und Craig Bartholomew Strydom wollen nun wissen, was hinter dem Mythos „Rodriguez“ steckt. Sie beginnen zu recherchieren – mit überwältigenden Ergebnissen. „Searching for Sugarman“ bekam 2013 den Oscar als besten Dokumentarfilm. Weiterlesen »

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1. August 2014

Flimmerkasten: “Wir sind die Neuen”

Nicht überzeugend: „Wir sind die Neuen“

Ein neuer Film von Ralf Westhoff. Juchei. Nachdem ich vor wenige Wochen mein Herz an die Komödie „Der letzte schöne Herbsttag“ verlor, war meine Freude groß, als ich den Trailer von „Wir sind die Neuen“ sah. Nun schaffte ich es vor wenigen Tagen endlich ins Kino – und hatte einen leicht schrägen Abend. Weiterlesen »

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22. Juli 2014

Heimat: “Werders Wohnzimmer mit ,die Anstoß e.V.'”

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Viel Kunst bei Werders Wohnzimmer

Kunst inmitten von fünf Privatwohnungen, Kneipen und sogar einer Kirche – der  Ausstellungsrundgang „Werders Wohnzimmer“ findet am Samstag, 2. August, von 16 bis 21 Uhr zum vierten Mal statt. Seit 2011 gibt es die Veranstaltung in der Karlsruher Südstadt. Zum ersten Mal hat ihn nun der Verein „die Anstoß e.V.“ organisiert – und das Konzept ein wenig verändert. Lisa Kuon und Norina Quinte sind zwei von insgesamt zehn „die Anstoß“-Vereinsmitgliedern. Mit ihnen traf ich mich im „Gold“ auf einen Kaffee.

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Das sind Lisa (links) und Norina.

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20. Juli 2014

Flimmerkasten: “Borgen – Gefährliche Seilschaften”

Eine wunderbare Serie aus Dänemark: Borgen

Eine moderne Frau zwischen Karriere und Familie: Die dänische Serie „Borgen“ zeigt genau diesen Zwiespalt. Und lässt darüber hinaus einen Blick zu hinter die Kulissen des Politikbetriebs. Es wird deutlich, wie nützlich Netzwerke sein können, wie Intrigen entstehen und welche Rolle die Medien dabei spielen. Ich bin ein großer Fan dieser Serie und habe mir allein an diesem verregneten Sonntag fünf Folgen hintereinander angeschaut. Weiterlesen »

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13. Juli 2014

Heimat: “Ein Kaffee mit Aaron Schmitt”

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Foto: Aaron Schmitt

Zurück in Karlsruhe

Auf einer Couch im „Bento“ hat es sich Aaron Schmitt gemütlich gemacht, als ich ihn an diesem sonnigen Samstagabend treffe. Ein WM-Spiel läuft auf der großen Leinwand im Hintergrund, die Stimme des Kommentators schallt immer wieder kurz auf, emotional, toreslustig. Ansonsten ist nur das Rattern der Kaffeemaschine zu hören. „Ich bin gerne im Bento“, sagt Aaron. 2012 lebte er für ein Jahr lang in Karlsruhe, studierte an der Kunstakademie, gründete mit Stefan Unser die Lesebühne. Danach zog er nach Braunschweig. Nun ist der Wortakrobat für ein Wochenende in die Fächerstadt zurückgekehrt. Zwei Poetry Slam-Auftritte sind der Anlass dafür. Weiterlesen »

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12. Juli 2014

Schmöker: “Traumsammler” von Khaled Hosseini

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Wunderbare Geschichten aus Afghanistan: Khaled Hosseinis Bücher habe ich bislang mit Begeisterung gelesen. Sowohl „Drachenläufer“ als auch „Tausend strahlende Sonnen“ wuchsen mir ans Herz, brachten mich zum Nachdenken – über das, was da in dem zerrütteten Land alles passiert.

Ich freute mich deshalb sehr, als ich vor Monaten entdeckte, dass es ein neues Werk von ihm gibt: „Traumsammler“. Groß waren meine Erwartungen, enttäuscht bin ich nun. „Traumsammler“ ist sprachlich nett erzählt, aber die Geschichte um die zwei Geschwister Abdullah und Pari überzeugt mich nicht.

Die kleine Pari wird von ihrem Vater an eine reiche Familie in Kabul verkauft. Abdullah bleibt zurück in einem kleinen afghanischen Dorf, zutiefst traurig. Das ist die Basis des Buchs. Danach geht es kreuz und quer. Eigentlich mag ich es sehr, wenn eine Handlung nicht chronologisch aufgebaut, sondern verschachtelt ist. Doch letztlich verliert sich Hosseini in den einzelnen Strängen. Immer wieder neue Personen werden eingeführt, jedes Kapitel wirkt dadurch wie eine neue Kurzgeschichte. Das kann spannend sein, ist es in diesem Fall aber nicht. Vielmehr strengt es an, sich ständig mit neuen Geschichten zu beschäftigen, deren Ende oft nur angerissen, aber nicht erzählt wird.

Auch von Pari und Abdullah erfährt man lange Zeit gar nichts mehr, ich blätterte von Seite zu Seite, wartete auf die Fortschreibung ihrer Geschichte. Von Abdullah ist gar mehrere Hundert Seiten überhaupt nicht mehr die Rede. Erst gegen Ende wird dann seine Geschichte wie im Zeitraffer erzählt, das wirkt aber lieblos und ist absolut nicht befriedigend. Ich hatte mir mehr von Khaled Hosseinis neuestem Werk erhofft. Schade.

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6. Juli 2014

Heimat: “Kunstfestival im Nordbecken”

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Das Nordbecken: eine Kunstoase in Karlsruhe

Performances, Lesungen, Filme, Konzerte – es sind nur noch wenige Tage, bis die Jungs vom Nordbecken zum zweiten Mal ein Kunstfestival in ihrem rund 900 Quadratmeter großen Atelier (Nordbeckenstraße 9) veranstalten. Vor einem Jahr besuchte ich sie zum ersten Mal, freute mich nun über eine erneute Einladung. Tobias Talbot, Ross Jago, Marius Walter und Nemanja Sarbaic erzählen mir an diesem Abend, wie es im vergangenen Jahr lief und was sie nun geplant haben. Außerdem mit dabei am Tisch: der Musiker Jonathan Zacharias, der das Programm am 18. Juli mitgestaltet. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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