10. August 2014

Flimmerkasten: “Searching for Sugar Man”

Ein Pop-Märchen: Die Doku “Searching for Sugar Man”

Es ist ein wenig wie ein Pop-Märchen, ein schöneres Ende könnte es kaum geben: Der Dokumentarfilm „Searching for Sugar Man“ handelt von der Suche nach dem amerikanischen Sänger Rodriguez, der in den 1970er-Jahren in seiner Heimat erfolglos blieb, in Südafrika aber großen Erfolg hatte. Niemand wusste in dem zerrütteten Land mehr über ihn, Gerüchte über seinen Selbstmord auf der Bühne kursierten. Die beiden Südafrikaner Stephen „Sugar“ Segerman und Craig Bartholomew Strydom wollen nun wissen, was hinter dem Mythos „Rodriguez“ steckt. Sie beginnen zu recherchieren – mit überwältigenden Ergebnissen. „Searching for Sugarman“ bekam 2013 den Oscar als besten Dokumentarfilm. Weiterlesen »

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1. August 2014

Flimmerkasten: “Wir sind die Neuen”

Nicht überzeugend: „Wir sind die Neuen“

Ein neuer Film von Ralf Westhoff. Juchei. Nachdem ich vor wenige Wochen mein Herz an die Komödie „Der letzte schöne Herbsttag“ verlor, war meine Freude groß, als ich den Trailer von „Wir sind die Neuen“ sah. Nun schaffte ich es vor wenigen Tagen endlich ins Kino – und hatte einen leicht schrägen Abend. Weiterlesen »

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22. Juli 2014

Heimat: “Werders Wohnzimmer mit ,die Anstoß e.V.'”

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Viel Kunst bei Werders Wohnzimmer

Kunst inmitten von fünf Privatwohnungen, Kneipen und sogar einer Kirche – der  Ausstellungsrundgang „Werders Wohnzimmer“ findet am Samstag, 2. August, von 16 bis 21 Uhr zum vierten Mal statt. Seit 2011 gibt es die Veranstaltung in der Karlsruher Südstadt. Zum ersten Mal hat ihn nun der Verein „die Anstoß e.V.“ organisiert – und das Konzept ein wenig verändert. Lisa Kuon und Norina Quinte sind zwei von insgesamt zehn „die Anstoß“-Vereinsmitgliedern. Mit ihnen traf ich mich im „Gold“ auf einen Kaffee.

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Das sind Lisa (links) und Norina.

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20. Juli 2014

Flimmerkasten: “Borgen – Gefährliche Seilschaften”

Eine wunderbare Serie aus Dänemark: Borgen

Eine moderne Frau zwischen Karriere und Familie: Die dänische Serie „Borgen“ zeigt genau diesen Zwiespalt. Und lässt darüber hinaus einen Blick zu hinter die Kulissen des Politikbetriebs. Es wird deutlich, wie nützlich Netzwerke sein können, wie Intrigen entstehen und welche Rolle die Medien dabei spielen. Ich bin ein großer Fan dieser Serie und habe mir allein an diesem verregneten Sonntag fünf Folgen hintereinander angeschaut. Weiterlesen »

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13. Juli 2014

Heimat: “Ein Kaffee mit Aaron Schmitt”

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Foto: Aaron Schmitt

Zurück in Karlsruhe

Auf einer Couch im „Bento“ hat es sich Aaron Schmitt gemütlich gemacht, als ich ihn an diesem sonnigen Samstagabend treffe. Ein WM-Spiel läuft auf der großen Leinwand im Hintergrund, die Stimme des Kommentators schallt immer wieder kurz auf, emotional, toreslustig. Ansonsten ist nur das Rattern der Kaffeemaschine zu hören. „Ich bin gerne im Bento“, sagt Aaron. 2012 lebte er für ein Jahr lang in Karlsruhe, studierte an der Kunstakademie, gründete mit Stefan Unser die Lesebühne. Danach zog er nach Braunschweig. Nun ist der Wortakrobat für ein Wochenende in die Fächerstadt zurückgekehrt. Zwei Poetry Slam-Auftritte sind der Anlass dafür. Weiterlesen »

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12. Juli 2014

Schmöker: “Traumsammler” von Khaled Hosseini

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Wunderbare Geschichten aus Afghanistan: Khaled Hosseinis Bücher habe ich bislang mit Begeisterung gelesen. Sowohl „Drachenläufer“ als auch „Tausend strahlende Sonnen“ wuchsen mir ans Herz, brachten mich zum Nachdenken – über das, was da in dem zerrütteten Land alles passiert.

Ich freute mich deshalb sehr, als ich vor Monaten entdeckte, dass es ein neues Werk von ihm gibt: „Traumsammler“. Groß waren meine Erwartungen, enttäuscht bin ich nun. „Traumsammler“ ist sprachlich nett erzählt, aber die Geschichte um die zwei Geschwister Abdullah und Pari überzeugt mich nicht.

Die kleine Pari wird von ihrem Vater an eine reiche Familie in Kabul verkauft. Abdullah bleibt zurück in einem kleinen afghanischen Dorf, zutiefst traurig. Das ist die Basis des Buchs. Danach geht es kreuz und quer. Eigentlich mag ich es sehr, wenn eine Handlung nicht chronologisch aufgebaut, sondern verschachtelt ist. Doch letztlich verliert sich Hosseini in den einzelnen Strängen. Immer wieder neue Personen werden eingeführt, jedes Kapitel wirkt dadurch wie eine neue Kurzgeschichte. Das kann spannend sein, ist es in diesem Fall aber nicht. Vielmehr strengt es an, sich ständig mit neuen Geschichten zu beschäftigen, deren Ende oft nur angerissen, aber nicht erzählt wird.

Auch von Pari und Abdullah erfährt man lange Zeit gar nichts mehr, ich blätterte von Seite zu Seite, wartete auf die Fortschreibung ihrer Geschichte. Von Abdullah ist gar mehrere Hundert Seiten überhaupt nicht mehr die Rede. Erst gegen Ende wird dann seine Geschichte wie im Zeitraffer erzählt, das wirkt aber lieblos und ist absolut nicht befriedigend. Ich hatte mir mehr von Khaled Hosseinis neuestem Werk erhofft. Schade.

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6. Juli 2014

Heimat: “Kunstfestival im Nordbecken”

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Das Nordbecken: eine Kunstoase in Karlsruhe

Performances, Lesungen, Filme, Konzerte – es sind nur noch wenige Tage, bis die Jungs vom Nordbecken zum zweiten Mal ein Kunstfestival in ihrem rund 900 Quadratmeter großen Atelier (Nordbeckenstraße 9) veranstalten. Vor einem Jahr besuchte ich sie zum ersten Mal, freute mich nun über eine erneute Einladung. Tobias Talbot, Ross Jago, Marius Walter und Nemanja Sarbaic erzählen mir an diesem Abend, wie es im vergangenen Jahr lief und was sie nun geplant haben. Außerdem mit dabei am Tisch: der Musiker Jonathan Zacharias, der das Programm am 18. Juli mitgestaltet. Weiterlesen »

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29. Juni 2014

Flimmerkasten: “Der letzte schöne Herbsttag”

Eine wunderbare Komödie über die Liebe: „Der letzte schöne Herbsttag“

Es kommt selten vor, dass ich mir einen Film gleich zweimal innerhalb von wenigen Tagen anschaue. Bei „Der letzte schöne Herbsttag“ war es der Fall. Eigentlich reizte mich der Film gar nicht, den Titel fand ich viel zu melancholisch. Noch so eine Geschichte über das Scheitern einer Liebe, nein danke. Nur über Wirrungen fand die Leih-DVD überhaupt den Weg zu mir.

Zum Glück. Die 89 Minuten über das Paar Claire und Leo haben mich verzaubert. Ich bin so begeistert von der Komödie von Ralf Westhoff, dass ich mir die DVD nun sogar gekauft habe. Ein wirklich schöner Film aus Deutschland.

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24. Juni 2014

Schmöker: “Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag” von Katrin Bauerfeind

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Schlechter Start

Nach dem ersten Kapitel hätte ich Katrin Bauerfeinds-Buch am liebsten aus dem Zugfenster geworfen. Auf der Fahrt nach Mannheim begann ich es am Samstag zu lesen. Bereits nach den ersten Sätzen fing ich an zu fluchen. Katrin Bauerfeind erzählt von ihrem gescheiterten Versuch Yoga mit der Wii zu machen – völlig konstruiert wirkt die Geschichte. Kein guter Start. Weiterlesen »

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20. Juni 2014

Heimat: “Kunstauktion am Bundesverfassungsgericht”

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Versteigerung von Bürgerrechten!

Hoch in die Luft hält das kleine Mädchen das weiße Stück Papier. „Ehe und Familie stehen unter dem besonderen Schutze der staatlichen Ordnung“ steht in schwarzen Buchstaben darauf. Mitten auf einem Spielplatz befindet sie sich, die Füße im Sand, andere Kinder und zwei Männer umringen sie.

Seit knapp drei Jahren hängt dieses Plakat neben anderen großflächigen Kunstarbeiten an dem Bauzaun beim Bundesverfassungsgericht. Alle Werke haben die Auseinandersetzung mit dem Grundgesetz gemeinsam. Studenten der Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe und das Staatliche Hochbauamt Baden-Baden stehen hinter dem Projekt. Nun werden die Arbeiten am Samstag, 28. Juni, ab 11 Uhr versteigert.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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