24. Juni 2014

Schmöker: “Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag” von Katrin Bauerfeind

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Startschwierigkeiten mit dem Buch von Katrin Bauerfeind

Nach dem ersten Kapitel hätte ich Katrin Bauerfeinds Buch am liebsten aus dem Zugfenster geworfen. Auf der Fahrt nach Mannheim begann ich es am Samstag zu lesen. Bereits nach den ersten Sätzen fing ich an zu fluchen. Katrin Bauerfeind erzählt von ihrem gescheiterten Versuch Yoga mit der Wii zu machen – völlig konstruiert wirkt die Geschichte. Kein guter Start. Weiterlesen »

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14. Juni 2014

Flimmerkasten: “Boyhood”





Erwachsenwerden im Zeitraffer: “Boyhood”

Verträumt liegt der kleine Mason ganz zu Beginn von „Boyhood“ im Gras. Er schaut nach oben in Richtung Himmel, so lange, bis ihn seine Mutter holt, ihn ins Auto setzt und mit ihm nach Hause fährt. Mason ist zu diesem Zeitpunkt sechs Jahre alt. Eine kleine Stupsnase ziert sein Gesicht, seine braunen Haare fallen ihm ins Gesicht, sensibel ist er und seine Schwester nervt ihn mit Britney-Spears-Liedern ganz gewaltig.

Am Ende des Films ist aus dem kleinen Junge ein 18-Jähriger mit kantigem Gesicht geworden – sein Herz schlägt für die Fotografie. Und wie das Leben spielt, versteht er nicht so ganz. Vor allem wenn es um Mädchen geht. Weiterlesen »

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9. Juni 2014

Heimat: “Ein Besuch bei Eis Cassata Karlsruhe”

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Eine der leckersten Eisdielen in Karlsruhe

Als ich in der Oststadt auf den kleinen Laden von Giuseppe “Pino” Cimino stieß, wusste ich schnell: “Eis Cassata” wird mein Stamm-Eiscafe in Karlsruhe. Vor allem der Spaghetti-Eisbecher rettet mir seither jeden noch so verqueren Tag.

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Das ist Pino Cimino

„Etwa 80 Sorten haben wir insgesamt im Sortiment“, erzählt mir der Italiener, als ich ihn an diesen heißen Sommertagen besuche. „32 bieten wir parallel zum Verkauf an“, fügt er hinzu. Ist eine Sorte leer, kommt die nächste an die Reihe. Bitterschokolade wird so durch Tartufo ersetzt. Das Angebot wandelt sich ständig. Weiterlesen »

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3. Juni 2014

Flimmerkasten: “Monsieur Claude und seine Töchter”





Herrlich unterhaltsam: „Monsieur Claude und seine Töchter“

Monsieur Claude hat es nicht einfach. Nur das Beste möchte der Notar aus der französischen Provinz für seine vier adretten Töchter. Mit katholischen Ehemännern sollen sie glücklich werden. Doch es ist wie verhext. Seine drei ältesten Mädchen heiraten statt eines konservativen Franzosen lieber einen Chinesen, einen Juden und einen Muslim. Eine kunterbunte Mischung sitzt so bei Familientreffen am Tisch zusammen. Ein Spiegelbild der Multi-Kulti-Nation im heimischen Wohnzimmer. Das Familienoberhaupt kann es nicht fassen. Sticheleien, Reibereien und Konflikte reihen sich während des Essens aneinander. Handgreiflichkeiten: nicht ausgeschlossen. Weiterlesen »

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29. Mai 2014

Flimmerkasten: “Der Tintenfisch und der Wal”





„Der Tintenfisch und der Wal“ – ein toller Film von Noah Baumbach

Sie tanzt sich durch die Straßen, durchs Leben und macht das Beste aus noch so verqueren Situationen – “Frances Ha” ist einer meiner liebsten Filme aus dem vergangenen Jahr. Regisseur Noah Baumbach steckt dahinter. Mein Interesse an seiner Arbeit war durch den sommerlichen Tanzfilm geweckt. Mehr davon.

So setzte ich mir „Der Tintenfisch und der Wal“ auf meine DVD-Abo-Liste. Ein Film aus dem Jahr 2005 rund um eine dysfunktionale Familie. Wes Anderson wirkte als Produzent mit. Eine wunderbare Zusammenarbeit. Eine Oscar-Nominierung gab es dafür. Weiterlesen »

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24. Mai 2014

Melodien: “Vereinsheim Baldu, die siebte.”





Voller Emotionen: Max Prosa

Und dann steht Max Prosa auf. All seine Wut über das Unrecht in dieser Welt spiegelt sich in seiner Haltung wider. Seine Arme finden keine Ruhe. Seine Mimik: verzerrt. Max Prosa lebt die Musik, wird nahezu eins mit dem Mikrofon. Den Song „Chaossohn“ singt er an diesem Abend im Kulturzentrum „Tempel“ für Menschen, die in Thailand unter den politischen Unruhen leiden. Voller Kraft, Leidenschaft. Überwältigend. Weiterlesen »

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22. Mai 2014

Schmöker: Mit Blick aufs Meer” von Elizabeth Strout

“Mit Blick aufs Meer”: Schön, aber nicht kitschig!

Sie ist launisch, streng und ganz schön oft mürrisch – ein Leben an der Seite von Olive ist nicht gerade einfach. Vor allem ihr Ehemann Henry muss mit ihrem ständigen Gezeter leben. Zusammen wohnt das Ehepaar in Crosby, einer kleinen Stadt an der Küste von Maine. Henry ist Apotheker, Olive Lehrerin. Über Jahrzehnte erfahren sie immer wieder, dass das Leben wunderbar, aber auch sehr hart sein kann.

„Mit Blick aufs Meer“ empfahl mir eine Freundin, als ich dringend ein schönes, aber keinesfalls kitschiges Buch zum Lesen suchte. Der Roman von Elisabeth Strout passt perfekt zu diesem Bedürfnis, zurecht wurde die Autorin mit dem Pulitzerpreis dafür ausgezeichnet. Weiterlesen »

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3. Mai 2014

Heimat: “Kunst im Leerstand”

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Kunst statt Frisuren

Es sind ganz schöne viele Bauklötze, aus denen das riesige Skelett in der Ecke besteht. Lange Angelschnüre halten die einzelnen Elemente zusammen. Wer an dem mehr als zwei Meter großen Kunstwerk zieht, sorgt dafür, dass es sich bewegt, zappelt, tanzt. „Dance Macabre“ lautet der Name des imposanten Werkes, Karolina Jarmolinska schuf es. „Meine Fantasie wird vom Tod, dem Gedächtnis und Lebenserinnerungen angeregt“, erläutert sie.

Karolina Jarmolinska ist eine von insgesamt 13 Künstlern, die ab Donnerstag, 8. Mai, ihre Werke in dem ehemaligen Laden “Chez Bariatou” in der Blücherstraße 16 in der Karlsruher Weststadt ausstellen. Anlass ist die Aktion “Kunst im Leerstand”. Dort, wo in diesen Tagen die unterschiedlichen kreativen Arbeiten ihren Platz finden, wurden bis vor geraumer Zeit Haare nach afrikanischer Art geflochten, früher Brötchen verkauft. Eine Thekenbeleuchtung im ehemaligen Verkaufsraum erinnert daran. Und die Leuchtreklame an der Hauswand. Weiterlesen »

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26. April 2014

Fernweh: “Hongkong – Ein Tag am Meer”

IMG_7964Raus aus der stressigen Stadt, ab zu einem der schönsten Strände Südostasiens in Sai Kung. Das war nach knapp einer Woche Hongkong ganz dringend nötig. Die schmutzige Luft, das hektische Treiben auf der Straße und der ständige Lärm, der von den unzähligen Baustellen ständig auf uns einprasselte, wirkten wenig entspannend. Natur und Ruhe, bitte schnell. Das war mein einziger Gedanke.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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