8. Mai 2013

Flimmerkasten: “Fünf Jahre Leben”





“Fünf Jahre Leben”: Verfilmung der Murat-Kurnaz-Biografie

Er wird getreten, bespuckt und gequält: Der Film “Fünf Jahre Leben” zeigt, was dem Bremer Murat Kurnaz in Guantánamo widerfuhr. Es ist ein erschütterndes Drama – 95 Minuten, in denen ich mehrmals wegschauen musste, weil ich die Bilder und das Geschehen einfach nicht mehr ertrug. Basis des Films von Stefan Schaller ist Kurnaz’ Biografie: “Fünf Jahre meines Lebens”. Weiterlesen »

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5. Mai 2013

Schmöker: “Lola Bensky” von Lily Brett

“Lola Bensky” von Lily Brett: Stars im Interview

Es sind nicht die besten Rahmenbedingungen für ein Interview mit Jimi Hendrix: Lola sitzt auf einem unbequemen Barhocker und hat sich ein Papiertaschentuch zwischen ihre Strumpfhose geklemmt. Die Nylonfäden sollen so nicht an ihren dicken Oberschenkeln reiben. Doch das Taschentuch zerfällt und das Fleisch quillt durch die Maschen. Lola hat Glück: Jimi Hendrix meint es gut mit ihr, erzählt von seiner Kindheit, seiner Einstellung zu Gott und macht ihr am Ende sogar Avancen.

Mit “Lola Bensky” hat Autorin Lily Brett eine sehr illustre, aber auch vielschichtige Protagonistin geschaffen: Ihre Geschichte beginnt in den 1960ern. Sie ist 19 Jahre alt und Nachwuchsreporterin für ein australisches Musikmagazin. Für dieses interviewt sie Mick Jagger, Janis Joplin, Mama Cass und Jim Morrison. Cher leiht sie falsche Wimpern – die sie nie mehr bekommt. Es ist ein aufregendes Leben. Die Stars gewähren Lola ein Einblick in ihr Leben, ihre Ängste, Probleme. Weiterlesen »

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4. Mai 2013

Flimmerkasten: “Beginners”





“Beginners”: Durch schwere Zeiten!

“Ich bin schwul.” Hal (Christopher Plummer) ist 75 Jahre alt, als er das seinem Sohn Oliver (Ewan McGregor) erzählt. Hals Frau starb wenige Monate zuvor – nach 44 Jahren Ehe. Nun möchte der 75-Jährige nochmals richtig leben. Geht raus, lernt Andy kennen, verliebt sich. Doch dann wird er krank: Krebs. Unheilbar. Vater und Sohn bringt diese Diagnose aber näher zusammen.

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27. April 2013

Melodien: “Ein Kaffee mit Astra van Nelle”

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Astra van Nelle: Ein Treffen mit Kaffee und Kippen

Das Haar ist leicht zerzaust, der Blick ein wenig müde, ein Lächeln huscht ihm aber übers Gesicht. Astra van Nelle ist glücklich. Am Vorabend ging in Mannheim seine erste Tour zu Ende. „Es ist super gelaufen“, erzählt er an diesem verregneten Samstagnachmittag in einem Café in Heidelberg. Zehn Auftritte in ganz Deutschland standen auf seinem Plan. Von Lübeck bis nach Stuttgart ging die Reise. Über Hamburg und Berlin. „Der Titel der Tour ,Konzerte und Kater‘ war sehr passend“, sagt der 21-Jährige und lacht.

In Hamburg stand er bei einer Veranstaltung vor knapp 700 Leuten auf der Bühne. „Das war bislang mein größter Auftritt.“ Eine großartige Erfahrung, meint er und dreht sich eine Kippe. Weiterlesen »

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24. April 2013

Flimmerkasten: “Ein Abend mit The Broken Circle”





The Broken Circle – ein Film, der zutiefst berüht

Puuh. Selten hat mich ein Abend in der Schauburg so sprachlos gemacht wie der heutige. Der Grund: Die Vorpremiere von “The Broken Circle”. Bewegende Bilder, überzeugende Akteure, wunderbare Musik. Es war ein schrecklich emotionaler und erfüllender Abend. Das Besondere: Die Schauspieler waren vor Ort, beantworteten nach der Vorstellung Fragen, die Blue Grass Band  spielte auf der Bühne die Songs vom Soundtrack.

“The Broken Circle” ist ein unendlich trauriger Film. So wie mich “My Girl” mit acht Jahren im Kino völlig aus der Bahn warf, ging es mir heute mit dem Drama von Regisseur Felix van Groeningen. Von ihm sah ich bereits “Die Beschissenheit der Dinge” und hatte eine Menge Spaß. Heute das Kontrastprogramm. Weiterlesen »

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17. April 2013

Schmöker: “Zwei an einem Tag” von David Nicholls

Zwei an einem Tag: Ach, wie schön!

Es ist wohl eine der schönsten Liebesgeschichten überhaupt: Emma und Dexter stürzen nach ihrer Abschlussfeier gemeinsam ab. Beide sind sie Anfang 20. Er ist der smarte, verwöhnte, coole Typ. Sie ist eher bieder, gelegentlich kratzbürstig und hat eine vier Jahre überdauernde romantische Durststrecke hinter sich. Am nächsten Morgen trennen sich ihre Wege. Es ist der 15. Juli 1988. Über einen Zeitraum von 20 Jahren wird nun erzählt, was jeweils am 15. Juli in ihrem Leben passiert. Manchmal kreuzen sich ihre Wege, manchmal nicht….

“Zwei an einem Tag” gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern. Es ist zum einen die Konzeption, die ich sehr gelungen finde. Einmal ist es Emmas, dann wieder Dexters Perspektive auf den 15. Juli. Die Geschichte ist außerdem total abwechslungsreich und nicht vorhersehbar. David Nicholls Buch lässt sich sehr einfach lesen, ist dadurch aber nicht kitschig oder banal.

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15. April 2013

Flimmerkasten: “Der Vorname”





“Der Vorname”: Interessant und vielschichtig

Eigentlich soll es ein netter Abend werden. Elisabeth, genannt Babou, hat marokkanisch gekocht. Gemeinsam mit ihrem Mann Pierre wartet sie nun auf die Gäste: Auf ihren Bruder Vincon, dessen schwangere Freundin Anna und auf ihren langjährigen Freund Claude. Als Vincon erzählt, wie sein Sohn heißen soll, gerät alles außer Kontrolle. Tief verborgene Geheimnisse kommen ans Licht, aufgestaute Dinge werden ausgesprochen. Irgendwann liegt Claude auf dem marokkanischen Büfett –  mit blutender Nase. Weiterlesen »

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10. April 2013

Flimmerkasten: “Girls”





Girls: Mitten aus dem Leben

Prosecco, Manolo Blahniks und ganz viel Glamour und Glitzer? Fehlanzeige. All das gibt es nicht. Die Serie „Girls“ zeigt das Alltagsleben in New York. Im Mittelpunkt stehen Hannah, Marnie, Jessa und Shoshanna. Vier junge Frauen Mitte 20, grundverschieden, aber alle vier kämpfen sich durch das Leben. Es ist ein Blick hinter die Kulissen der jungen, modernen Frau in der Großstadt – ein Blick auf die Schattenseiten der Individualisierung. Alles ist möglich, aber einfacher dadurch nicht. “Girls” ist wie „Sex and the City“ entzaubert. Weiterlesen »

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7. April 2013

Schmöker: “Nathalie küsst” von





Eine etwas andere Liebesgeschichte: “Nathalie küsst” von David Foenkinos

Nathalie und Francois begegnen sich auf einer Straße in Paris. Stammelnd spricht er sie an, schafft es, sie innerhalb einer Minute zum Lachen zu bringen. Es macht klick. Die beiden verlieben sich ineinander, heiraten, sind glücklich mit ihrem Leben. Bis ein Autounfall alles zerstört. Nathalie muss ihr Leben neu sortieren. Zum Glück gibt es da Marcus, ihren wenig attraktiven, aber liebenswerten Arbeitskollegen…

Das Buch “Nathalie küsst” legte mir eine Freundin ans Herzen. Allein wegen des sehr banalen deutschen Titels hätte ich es mir sonst wohl nicht gekauft. Auch die Thematik (Mann stirbt, Frau bleibt traurig zurück) hätte mich ansonsten abgeschreckt. Aber aufgrund der Empfehlung kaufte ich es trotzdem. Und hatte sehr viel Freude damit. Gelesen habe ich es nun während meines Urlaubs innerhalb weniger Tage. Weiterlesen »

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3. April 2013

Heimat: “Sarah Hähnle”

Das ist Sarah. Sie hat netterweise alle Bilder zur Verfügung gestellt.

Das ist Sarah. Sie hat auch alle Bilder zur Verfügung gestellt.

Sarah Hähnle: Atelier “Hinterhaus” in Mannheim

Etwa 13 Jahre war Sarah Hähnle alt, als sie von ihrem Vater ihre erste Spiegelreflex-Kamera geschenkt bekam. Aus Interesse wurde schnell Leidenschaft. Urlaube, Spaziergänge, Partys und Ausflüge mit Freunden: „Überall hatte ich die Kamera dabei“, erzählt die 30-Jährige. Klick. Unzählige Male drückte sie auf den Auslöser, ließ die Fotos entwickeln, klebte sie in Alben. Zahlreiche Erinnerungen hielt sie dadurch aufrecht.

Der Zeitvertreib wurde zum Beruf. Seit Anfang Februar hat Sarah Hähnle in der Uhlandstraße 7 in Mannheim ihr eigenes Atelier. „Hinterhaus“ heißt es. Dort bietet sie in regelmäßigen Abständen Workshops an. Die nächsten Kurse zu „Grundlagen und Geschichte der Fotografie“ sind am Samstag, 13., und Sonntag, 21. April. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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