
Kritik von „Auf allen Vieren“: über sexuelles Erwachen und die Wechseljahre
Eigentlich soll die Autofahrt von Los Angeles nach New York Ruhe bringen. Sechs Tage will die namenlose Erzählerin in Miranda Julys neuem Roman „Auf allen Vieren“ allein unterwegs sein, um sich selbst zu finden. Doch schon nach einer halben Stunde ist Schluss – die Reise endet abrupt in der Kleinstadt Monrovia. Dort verliebt sie sich Hals über Kopf.
Was in Monrovia beginnt, ist so unvorhersehbar, dass danach kein Stein mehr auf dem anderen bleibt. Statt innerer Ruhe findet sie Chaos, Verlangen und einen Neuanfang, der alles infrage stellt – vor allem ihre langjährige Ehe.
Miranda July erzählt vom Erwachen einer Frau, die glaubt, alles zu kennen – bis sie merkt, dass das Leben in der Mitte noch einmal völlig neu beginnen kann. „Auf allen Vieren“ ist wild, sinnlich, komisch und klug. Typisch Miranda July eben.
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