11. Mai 2016

Heimat: “Begegnungen mit Elvedina”

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Drehend durch die Luft

Ich lerne Elvedina am Abend der Eröffnungsshow der europäischen Kulturtage  kennen. Als wir in der Notunterkunft Kriegsstraße 200 nach Familien suchen, steht sie plötzlich bei uns. Sie grinst mich an und möchte, dass ich sie an den Händen nehme und im Kreis drehend durch die Luft wirble, mir wird ganz schön schnell schwindlig, sie lacht.

An diesem Abend findet sie in Patrick schnell einen Freund. Sie bauen zusammen ein Longboard, machen Quatsch und sind ein Herz und eine Seele. Für uns andere Betreuer ist das schön zu beobachten, wie sich das quirlige und ganz schön freche Mädchen bei ihm sicher fühlt.

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5. Mai 2016

Heimat: “Ein Nachmittag mit Zaahra”

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Zaahra!

Manche Kinder sind bei den Workshops der Freedom Skaters nur an wenigen Wochenenden dabei, andere kommen über Monate hinweg mit. Ein Mädchen sah ich nur zweimal, aber den Platz, den sie in meinem Herzen einnimmt, ist riesig: Zaahra.

Die Sechsjährige scannte schon immer am Tor der Kriegsstraße 200 genau ab, mit welchem Helfer sie den Tag verbringen möchte. An diesem einen verregneten Samstag wandert ihr Blick zu mir. Als sie ihr Namensschild hat, rennt sie sofort schnurstracks auf mich zu, wirft sich in meine Arme – und bleibt. Weiterlesen »

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5. März 2016

Heimat: “Mein neues Hobby”

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Pläne über Bord

Eigentlich wollte ich über die Freedom Skaters nur schreiben. Ich suchte keine neuen Projekte für meine Freizeitgestaltung, mein Leben ist schon turbulent genug. Außerdem kann ich gar kein Skateboard fahren. Als stille Begleiterin wollte ich so für den Blog dabei sein, keine aktive Rolle übernehmen. Deshalb plante ich mir etwa eine Stunde ein, als ich am 12. Dezember um 10.45 Uhr vor dem 1&1 Gebäude auf die Helfer traf. Doch dann war mir schnell klar, dass dieses Zeitmanagement nicht funktionieren wird, ich meine Pläne über Bord werfen muss.

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19. Januar 2016

Heimat: “Das Ehrenamt”

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Langweilige Sonntage!

Es war im Herbst 2014, als ich ins Ehrenamt hineinrutschte. Ich war gerade Single und überlegte mir, was ich mit diesen verdammten Sonntagen nun eigentlich anfangen soll. Denn, ganz ehrlich, als Single können Sonntage ganz schön ätzend sein. Schön reden? Nur begrenzt möglich. Pärchen-Freunde sind meist miteinander beschäftigt, machen Spaziergänge, schauen den ganzen Tag Serien oder kochen mehrgängige Menüs. Zu zweit ist man eben weniger allein.

 

20 Schritte in zwölf Stunden

Die ersten Wochen machte es mir noch Spaß, den ganzen Sonntag nur zwischen Bett, Sofa, Laptop und Fernseher hin und her zu wandern. Der Schlafanzug blieb natürlich an. Ich schaffte maximal 20 Schritte in zwölf Stunden und sprach kein Wort mit jemanden. Eine Premium-Tiefkühlpizza gabs zum Abendessen. Manchmal blickte ich noch aus dem Fenster und goss die Blumen. Doch nach ein paar Wochen bekam ich einen Knall. Ich wollte etwas tun, was Freude macht, sinnvoll ist, und für das es sich lohnt, den Schlafanzug auch mal auszuziehen.

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13. Dezember 2015

Heimat: “Ein Tag mit den Freedom Skaters”

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Das sind Laura, Angela und Gesarda (von links)

Erste Versuche auf dem Skateboard

Vorsichtig stupst Hajar das Skateboard an. Skeptisch schaut sie mich dabei mit ihren großen braunen Augen an. Noch nie ist das kleine Mädchen aus Syrien mit rollenden Brettern in Berührung gekommen. Damit nun beim ersten Versuch nichts schief geht, trägt sie Knie-, Ellenbogen- sowie Handschützer. Ein grüner Helm sitzt außerdem sicher auf ihrem Kopf. Während sie dann einen Fuß auf das Skateboard setzt, holt sie mit dem anderen ein wenig Schwung. Ich halte sie dabei fest an der Hand. Dann kann es los gehen: Hajars erste Fahrt durch die Halle des Rollbrett-Vereins in Karlsruhe. Die Angst in ihren Augen weicht einem Funkeln.

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Das ist Hajar.

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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