12. November 2015

Melodien: “Ein Abend mit Friska Viljor”

12241566_10207206888278209_1742092146074324617_n
Tanz dich glücklich

Das Konzert beginnt mit einem Hit. Kaum stehen sie auf der Bühne, stimmen die schwedischen Herren von Friska Viljor „Shotgun Sister“ in Akustik-Version an. Das Publikum in der Alten Feuerwache in Mannheim klingt sich sofort textsicher ein. Die Stimmung ist prächtig – vom ersten bis zum letzten Ton. Die knapp zwei Stunden mit der Indie-Rock-Band verfliegen wie im Nu. Zurück bleiben Schweißperlen auf Stirnen und glückliche Gesichter.

Weiterlesen »

keine Kommentare
23. Juli 2013

Heimat: Lieblingsmelodien bei “Das Fest'”

Es war der verplante Abgang von Leslie Clio, der mich bei „Das Fest“ am meisten verzückte. „Wo geht ihr denn alle hin?“, fragte sie ihre Bandmitglieder, als diese nach „Told you so“ nacheinander die Bühne verließen. Völlig verdutzt stand sie da, schaute irritiert umher. Ihr Schlagzeuger Max Schröder half ihr grinsend auf die Sprünge: „Leslie, das Konzert ist zu Ende.“

„Oh, achso”, meinte sie dann. „Ok, dann Tschüss.”

Drei Tage lang herrschte in Karlsruhe am Wochenende Ausnahmezustand, mehr als 200 000 Leute waren da und mit Leslie Clio, Bosse und Friska Viljor musizierten einige meiner Lieblingsinterpreten.

Am meisten Freude hatte ich definitv mit Leslie. Die 26-Jährige amüsierte mit ihrer schrägen Show. Ihre Tanzeinlagen: experimentell („die sind ganz neu“), ihr Versuch, bei „I couldn’t care less“ dem Publikum ein Spiel zu erklären: verwirrt. Oder wie sie kurz beim Singen ihr Mikrofon vergisst: upps.

Macht aber alles nix. Im Gegenteil: Nicht nur auf Platte, sondern auch live klingen ihre Retro-Pop-Soul-Songs fabelhaft. Ihre markante Stimme in Kombination mit der Band – das funktioniert hervorragend. Beim Dockville in Hamburg sehe ich sie bald wieder. Toll.

Völlig verquer, aber auch sehr unterhaltsam, das sind die Jungs der schwedischen Band Friska Viljor. Mit ihren weißen Outfits und verzottelten Haaren sahen sie in Karlsruhe aus wie eine Matrosen-Boyband. Sie hatten das Vergnügen am Samstagnachmittag bei hochsommerlichen Temperaturen zu spielen. Trotz der Hitze: Stillstehen kaum möglich. Aber nicht nur Zuhören, sondern auch Zuschauen macht eine Menge Spaß – dank der lustigen Mimik der Bandmitglieder. Immer wieder ziehen sie Grimassen, der Keyboarder grinst quasi das gesamte Konzert durch. Ein Konzert mit den Jungs ist nur zu empfehlen.

Groß war die Freude auch Bosse am Samstagabend auf der Hauptbühne erleben zu dürfen. Ein wenig angespannt wirkte der 33-Jährige. Zig tausend Menschen dürfen aber auch nervös machen. Und Bosse gab alles, erzählte Anekdoten, lustige, politische, tanzte sich in das Publikum, ließ die Fans singen und holte eine Dame auf die Bühne. Am Ende hatte er – auch dank seiner großartigen Band – das „Fest“-Publikum auf seiner Seite.

Neu entdeckt und in mein Musik-Herz geschlossen, habe ich zur späten Stunde am Samstagabend Newton Faulkner. Der Sänger mit den roten Dreadlocks war mir bislang nur durch „Dream catch me“ im Ohr. Eher zufällig bin ich bei dem Konzert gelandet. Ich war begeistert. Was Newton Faulkner mit seiner Gitarre anstellt, das ist großartig.

1 Kommentar

Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

Etwas verloren?
Vergangenes
Facebook
Instagram
Instagram@mademoiselle_miriam