Schlagwort: Inhaltsangabe

  • Buchkritik: „Hast du uns endlich gefunden“ von Edgar Selge

    Buchkritik: „Hast du uns endlich gefunden“ von Edgar Selge

    „Hast du uns endlich gefunden“: ein trister Blick in die bürgerliche Welt der 1960er-Jahre Wie ist es, in den 1960er-Jahren groß zu werden? Mit Eltern, die im Zweiten Weltkrieg mit dem Regime von Adolf Hitler sympathisierten und nun damit leben müssen, dass sie sich getäuscht haben und jahrelang die Gräueltaten der Nationalsozialisten ignorierten. Der deutsche Schauspieler Edgar Selge weiß darüber…

  • Buchkritik: „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky

    Buchkritik: „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky

    Ein Feuerwerk an grandiosen Ideen: „Was man von hier aus sehen kann“ Dass mir „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky nachhaltig ans Herzen wachsen wird, ist mir bereits nach wenigen Seiten klar. Von meiner Couch aus reise ich durch das Buch in eine Welt, in der die Sprache vor Schönheit trieft, die Charaktere mit liebevollen Kanten…

  • Buchkritik: „Die Diplomatin“ von Lucy Fricke

    Buchkritik: „Die Diplomatin“ von Lucy Fricke

    „Die Diplomatin“: Wirklich so toll oder Geschmackssache? Es kommt nicht oft vor, dass mir mehrere Menschen innerhalb kürzester Zeit schreiben, wie toll ein Buch sei und dass ich es unbedingt lesen müsse. Bei „Die Diplomatin“ von Lucy Fricke war genau das der Fall. Bislang hatte ich mich noch nicht näher mit dem Roman beschäftigt. Nun war ich neugierig und wollte…

  • Buchkritik: „Was wir sind“ von Anna Hope

    Buchkritik: „Was wir sind“ von Anna Hope

    „Was wir sind“: Leben wir so, wie wir es wirklich wollen? Hätte mir jemand vor zehn Jahren gesagt, wie sehr sich Freundschaften zwischen Frauen in den 30ern verändern – ich hätte es selbst kaum geglaubt. Heirat, Kinder, Jobs. Laufen Lebenswege nicht synchron, ist es eine immense Herausforderung, im engen Kontakt zu bleiben, sich nicht zu verlieren. So geht es auch…

  • Buchkritik: „Wenn du mich heute wieder fragen würdest“ von Mary Beth Kane

    Buchkritik: „Wenn du mich heute wieder fragen würdest“ von Mary Beth Kane

    „Wenn du mich heute wieder fragen würdest“: Hoffnung für schwere Tage Wahrscheinlich wäre „Wenn du mich heute wieder fragen würdest“ an mir vorbei gerauscht, wenn nicht ausgerechnet von Meg Wolitzer ein Statement direkt auf der Vorderseite des pistaziengrünen Covers abgedruckt wäre: „Mitreißend und bewegend“ findet die amerikanische Autorin das Werk von ihrer Kollegin Mary Beth Kane. Von Meg Wolitzer bin…

  • Flimmerkasten: Liebe und Anarchie

    Flimmerkasten: Liebe und Anarchie

    „Liebe und Anarchie“: Warum die zweite Staffel fantastisch ist! Sie ist schön, ehrgeizig und erfolgreich: Sofie (Ida Engvoll) hat mit Mitte 30 alles erreicht, was in einem gutbürgerlichen Leben wichtig ist. Mit ihrem Mann und den zwei Kindern lebt sie in einer Designerwohnung mitten in Stockholm, als Beraterin verdient sie eine Menge Geld, ihre Freizeit verbringt sie auf hippen Partys.…

  • Buchkritik: „Blauwal der Erinnerung“ von Tanja Maljartschuk

    Buchkritik: „Blauwal der Erinnerung“ von Tanja Maljartschuk

    „Blauwal der Erinnerung“: Über einen ukrainischen Volkshelden und eine Frau mit Panikattacken Als sie unberechenbare Panikattacken überfallen, ihr das Herz bis in die Kehle drängt, Wörter an Bedeutung verlieren und der Gang aus dem Haus zu einer riesigen Überwindung wird, findet die namenlose Ich-Erzählerin zu Wjatscheslaw Lypynskyj. In einer alten ukrainischen Tageszeitung entdeckt sie eine Todesanzeige des ukrainischen Volkshelden. Im…

  • Schmöker: „Die Anomalie“ von Hervé Le Tellier

    Kritik: „Die Anomalie“ – ein wunderbares Buch, das Unterhaltung mit Philosophie verknüpft Es ist ein großer Wirbelsturm, der die Boeing 787 am 10. März 2021 gehörig ins Schlingern bringt. Es wackelt heftig im Inneren, einer Frau fällt die Brille von der Nase, ein Gepäckfach öffnet sich. Die mehr als 200 Passagiere bekommen Todesangst. Manche fangen an zu beten, andere zu…

  • Buchkritik: „Die verschwindende Hälfte“ von Brit Bennett

    Buchkritik: „Die verschwindende Hälfte“ von Brit Bennett

    „Die verschwindende Hälfte“: ein großer Roman über Rassismus und Liebe Es ist der 14. August 1954, als die Schwarzen Zwillinge Stella und Desiree Vignes nach dem Stadtgründer-Fest spurlos aus Mallard verschwinden. 16 Jahre sind sie damals alt. Keiner im kleinen Südstaaten-Städtchen ahnt, wohin sie gegangen sind. Es herrscht große Aufregung. Vor allem für ihre Mutter, eine mittellose Witwe, ist es…

  • Schmöker: „Der Nachtwächter“ von Louise Erdrich

    Schmöker: „Der Nachtwächter“ von Louise Erdrich

    „Der Nachtwächter“: Über den Kampf eines Indianer-Stammes um Selbstständigkeit Bevor gleich irgendjemand aufschreit und mir rassistische Sprache vorwirft: Bis mir „Der Nachtwächter“ von Louise Erdrich in die Hände fiel, hatte ich selbst das Wort Indianer gemieden. Hatte von Ureinwohnern oder Native Americans gesprochen, also die politisch korrekte Bezeichnung gewählt. Als ich dann vor wenigen Wochen den Roman zu lesen begann,…