24. Juli 2013

Flimmerkasten: “The Company You Keep – Die Akte Grant”

„The Ides Of March“, der „Baader-Meinhof-Komplex” oder auch „Das Leben der Anderen” – ich mag Politthriller sehr gerne. „Argo“ steht seit langem auf meiner DVD-Wunschliste. Nun wurde ich mit „The Company You Keep – Die Akte Grant“ konfrontiert. Regisseur und Hauptdarsteller zugleich ist Robert Redford. An seiner Seite stehen zahlreiche bekannte Hollywood-Schauspieler wie Susan Sarandon oder Shia LaBeouf. Herausgekommen ist ein Film, der spannend beginnt, leider nach 30 Minuten ziemlich nachlässt und am Ende nur noch emotionsüberladenes Popcorn-Kino ist. Sehr schade.

Es ist eine Verhaftung, die ganz am Anfang des Films steht. Sharon Solarz (Susan Sarandon) tankt gerade, als die großen FBI-Wagen anrollen. Sie wirkt wenig überrascht. Als der Vietman-Krieg wütete, gehörte Sharon Solarz der linksradikalen Organisation „The Weather Underground”-an. Jahrzehntelang lebte sie unter einer falschen Identität, nun mag sie so nicht mehr weitermachen, die Polizei kommt nicht zufällig.

Der junge Journalist Ben Shepard (Shia LaBeouf) stößt auf den Fall und beginnt zu recherchieren. Schnell findet er heraus, dass der bekannte Anwalt Jim Grant (Robert Redford) ebenfalls Teil der Organisation und in einen Bankraub mit Mord verwickelt war. Grants Identität wird öffentlich, er muss fliehen, eine Verfolgungsjagd beginnt….

Die Geschichte ist eigentlich ganz nett und interessant. Es gibt viele Parallelen zur RAF und zur Diskussion um Schuld und Sühne. Doch Robert Redford übertreibt. Allein dass er als 76-Jähriger den vitalen und alleinerziehenden Vater einer Tochter spielt, die noch nicht mal in der Pubertät ist – völlig unglaubwürdig. Das Alter ist ihm einfach anzusehen, er könnte mühelos der Opa sein.

Auch die Sprünge in der Handlung sind teilweise zu schnell. Vieles bleibt an der Oberfläche, als solle das Publikum nicht überfordert werden. Nur: Es gibt doch schon so viele triviale Katz-und-Maus-Verfolgungsfilme, warum nicht die Sichtweise der damaligen Untergrundbewegung näher darstellen. So wird viel zu sehr der Schwerpunkt auf die Flucht und den Witwer Grant gelegt, der vor allem Gewissensbisse wegen seiner kleinen Tochter hat.

„The Company You Keep“ ist keineswegs ein völlig missratener Film. Allein das Gespräch zwischen Sharon Solarz und dem Journalisten Ben Shepard, der sie im Gefängnis besucht, ist sehr interessant und zeigt, wie die Sichtweise einer Terroristin 30 Jahre nach der Tat ist. Ich finde es einfach nur schrecklich unnötig, dass der Film irgendwann so kitschig und vorhersehbar wird. Für einen unverfänglichen und kurzweiligen Kino- oder DVD-Abend taugt der Film aber allemal.

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23. Juli 2013

Heimat: Lieblingsmelodien bei “Das Fest'”

Es war der verplante Abgang von Leslie Clio, der mich bei „Das Fest“ am meisten verzückte. „Wo geht ihr denn alle hin?“, fragte sie ihre Bandmitglieder, als diese nach „Told you so“ nacheinander die Bühne verließen. Völlig verdutzt stand sie da, schaute irritiert umher. Ihr Schlagzeuger Max Schröder half ihr grinsend auf die Sprünge: „Leslie, das Konzert ist zu Ende.“

„Oh, achso”, meinte sie dann. „Ok, dann Tschüss.”

Drei Tage lang herrschte in Karlsruhe am Wochenende Ausnahmezustand, mehr als 200 000 Leute waren da und mit Leslie Clio, Bosse und Friska Viljor musizierten einige meiner Lieblingsinterpreten.

Am meisten Freude hatte ich definitv mit Leslie. Die 26-Jährige amüsierte mit ihrer schrägen Show. Ihre Tanzeinlagen: experimentell („die sind ganz neu“), ihr Versuch, bei „I couldn’t care less“ dem Publikum ein Spiel zu erklären: verwirrt. Oder wie sie kurz beim Singen ihr Mikrofon vergisst: upps.

Macht aber alles nix. Im Gegenteil: Nicht nur auf Platte, sondern auch live klingen ihre Retro-Pop-Soul-Songs fabelhaft. Ihre markante Stimme in Kombination mit der Band – das funktioniert hervorragend. Beim Dockville in Hamburg sehe ich sie bald wieder. Toll.

Völlig verquer, aber auch sehr unterhaltsam, das sind die Jungs der schwedischen Band Friska Viljor. Mit ihren weißen Outfits und verzottelten Haaren sahen sie in Karlsruhe aus wie eine Matrosen-Boyband. Sie hatten das Vergnügen am Samstagnachmittag bei hochsommerlichen Temperaturen zu spielen. Trotz der Hitze: Stillstehen kaum möglich. Aber nicht nur Zuhören, sondern auch Zuschauen macht eine Menge Spaß – dank der lustigen Mimik der Bandmitglieder. Immer wieder ziehen sie Grimassen, der Keyboarder grinst quasi das gesamte Konzert durch. Ein Konzert mit den Jungs ist nur zu empfehlen.

Groß war die Freude auch Bosse am Samstagabend auf der Hauptbühne erleben zu dürfen. Ein wenig angespannt wirkte der 33-Jährige. Zig tausend Menschen dürfen aber auch nervös machen. Und Bosse gab alles, erzählte Anekdoten, lustige, politische, tanzte sich in das Publikum, ließ die Fans singen und holte eine Dame auf die Bühne. Am Ende hatte er – auch dank seiner großartigen Band – das „Fest“-Publikum auf seiner Seite.

Neu entdeckt und in mein Musik-Herz geschlossen, habe ich zur späten Stunde am Samstagabend Newton Faulkner. Der Sänger mit den roten Dreadlocks war mir bislang nur durch „Dream catch me“ im Ohr. Eher zufällig bin ich bei dem Konzert gelandet. Ich war begeistert. Was Newton Faulkner mit seiner Gitarre anstellt, das ist großartig.

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16. Juli 2013

Heimat: “Ein Abend bei Luis Leu”

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Es sind eigentlich alltägliche Handlungen, die auf den Gemälden von Alex Feuerstein zu sehen sind. Zwei Personen, die auf einem Fahrrad sitzen, zwei Frauen, die ineinander verschlungen, versuchen, etwas vom Tisch zu holen. Oder Jugendliche, die sich um eine Feuerstelle versammeln. Doch Feuersteins Gemälde und Linolschnitte sind nicht auf den ersten Blick zu erfassen, vielmehr sind die Arbeiten vielschichtig, der Interpretationsspielraum riesig. Eine Auswahl von Feuersteins Arbeiten, die im Jahr 2013 entstanden sind, zeigt nun die experimentelle Kunstplattform “Luis Leu”. „keine Installation, keine Performance, keine Neuen Medien“ lautet der Titel der Ausstellung, die noch bis zum 19. Juli in in der Luisenstraße 32 zu sehen ist.

Es ist die erste Einzelschau des aus Heidelberg stammenden Künstlers. Nach einer Ausbildung als Graphiker studierte der 31-Jährige Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe. Die Leidenschaft für die Kunst begleitet ihn seit der Jugend. „In der Schule zeichnete ich ständig während des Unterrichts“, erinnert sich Feuerstein. Was vorne an der Tafel passierte, das zog an ihm vorüber. „Meine Stifte wurden deshalb vom Lehrer eingesammelt und ich musste in die erste Reihe, direkt vor das Pult sitzen“, erzählt er mit einem Schmunzeln. Seine Liebe für das Zeichnen und Malen linderte das nicht, im Gegenteil, er malte in jeder freien Sekunde weiter.

Feuerstein ist Teil des Künstlerkollektivs „Nordbecken“, in dem 800 Quadratmeter großen Atelier im Rheinhafen hat er seinen Arbeitsplatz – dort setzt er seine Ideen um. Zusammenkünfte von Menschen und Alltagsgeschehnisse werden von ihm dabei als mysteriöse Phänomene dargestellt, heißt es in einem Schreiben über die Ausstellung. „Das Banale wird zu fast religiös aufgeladenen Szenen verklärt“, weiter. „Die Orte, an denen sich die Handlungen abspielen, sind ungewiss.“

Diese Mehrdeutigkeit der Gemälde fasziniert Boris Berber, der hinter dem Projektraum in der Luisenstraße steht. Was passiert da? Diese Frage lasse sich auch nach langem und mehrmaligem Hinschauen nicht definitiv beantworten, meint Berber. Er ist Dozent an der Kunstakademie und bot Feuerstein die Möglichkeit, seine Werke in dem Projektraum auszustellen.

„keine Installation, keine Performance, keine Neuen Medien“ ist die zweite Ausstellung, die in dem Projektraum in der Karlsruher Südstadt zu sehen ist. Im April war die Eröffnung, es gab damals einen Krimiabend. „Wir wollen einen Ort schaffen, an dem sich verschiedene Künste begegnen“, sagt Therese J. Keßler, Co-Partnerin von „Luis Leu“. Ihre Vorstellung: Künstler der Hochschule für Gestaltung, der Kunstakademie und des ZKM sollen hier Platz finden, um ihre Arbeiten zeigen zu können. „Es wäre schön, wenn Schnittpunkte dadurch entstehen, ein Austausch stattfindet“, sagt Keßler. Berber, der Wurzeln in Jugoslawien hat, möchte darüber hinaus auch einmal im Jahr Künstler aus Belgrad einladen.

Die Werke können bis zum 19. Juli jeden Abend zwischen 18 und 20.30 Uhr angeschaut werden.

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7. Juni 2013

Heimat: Daniel Rieck ist “seensüchtig”

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Das ist Daniel (rechts)

 

Daniel Riecks Herz schlägt für Baggerseen. „Sie sind natürlicher, weitläufiger und meist abwechslungsreicher als Freibäder“, begründet der 33-Jährige. Seit Jahren verbringt er dort im Sommer viel Zeit mit Freunden. „Dabei stellte sich in der Vergangenheit immer wieder die Frage: Welcher See in der Region passt am besten zu unseren Bedürfnissen?“, erzählt er. Wo ist Volleyballspielen möglich? Wo gibt es saubere Toiletten? Und wo eigentlich ein Kiosk? Daniel Rieck klickte sich durch das Netz, machte sich vor Ort schlau. Die Ergebnisse hielt er schriftlich fest. Herausgekommen ist der Bade- und Baggerseenführer „Seensüchtig“, den es nun in zahlreichen Buchhandlungen in der Region zu kaufen gibt.

Sommer, Sonne, See: „Meine Intention war es, etwas zu schaffen, das in jede Badetasche und ins Autohandschuhfach passt“, sagt Daniel Rieck, der in Straubenhardt bei Pforzheim aufwuchs und nun in Karlsruhe lebt. Auch der Preis sollte erschwinglich sein und nicht vom Kauf abschrecken. „Ich bin auf die Suche nach Anzeigenkunden gegangen, wurde fündig und kann den Baggerseenführer nun für fünf Euro verkaufen“, erläutert der 33-Jährige.

Neun Monate intensive Arbeit stecken dahinter: „Ich stellte mir zuerst eine Liste mit insgesamt 50 Seen zusammen, suchte Wissenswertes darüber heraus“, erzählt er. Viel Zeit steckte er nach eigenen Aussagen in diese Recherche. „Die Informationen sollten verlässlich und umfassend sein“, betont Daniel Rieck. Danach fuhr er die verschiedenen Seen ab. Zahlreiche Kilometer legte er in seinem Auto zurück. Er fuhr auf der A5 erst in Richtung Norden, dann in Richtung Süden, machte einen Ausflug ins Elsass, überschritt die Bundeslandgrenze und schaute sich in Rheinland-Pfalz um. Er drückte viele Male auf den Auslöser seiner Kamera, begann sich mit dem Layout zu beschäftigen. „Ich habe mir verschiedene Kriterien überlegt und selbst die passenden grafischen Symbole entworfen“, erzählt er. Ein Zelt klärt nun darüber auf, ob Camping erlaubt ist, ein Kleiderbügel, ob es Umkleiden gibt und Besteck, ob Verpflegung am See vorhanden ist. Luftbilder erhielt er von dem Fotografen Werner Riehm. So entstand nach und der Baggerseenführer.

Jedem See ist eine Doppelseite gewidmet. Am Anfang ist eine regionale Übersicht abgebildet. Fünf verschiedene Kategorien gibt es. „Auch Baderegeln, das richtige Verhalten am See und Gefahren werden näher erläutert“, sagt der 33-Jährige. Dem studierten Forstwirt ist es ein Anliegen, dass trotz des Badespaßes die Natur pfleglich behandelt und Tiere geschützt werden.

Geheimtipps? Für Familien empfiehlt Daniel Rieck den „Kaltenbachsee“ in Muggensturm. „Es ist ein Kinderpool vorhanden, die Infrastruktur mit sauberen Sanitäranlagen und vielen Sportmöglichkeiten ist toll.“ Urlaubsfeeling könnten Badefreudige dagegen in Leopoldshafen am Baggersee „Mittelgrund“ erleben. „Das Wasser ist türkisblau, der Strand besteht aus weißem Sand – das ist ein Gefühl wie am Mittelmeer.“
Info: „Seensüchtig“ ist in Karlsruhe unter anderem bei der Buchhandlung Mende, bei Thalia, im Reisebuchladen, beim Fahrradgeschäft „Rad + Tat“ sowie im Café „espresso stazione“ erhältlich. In Durlach ist der Baggerseenführer in der Buchhandlung Mächtlinger zu kaufen, in Langensteinbach in der Buchhandlung Lettera sowie in Straubenhardt beim Biobauernmarkt Reiser. Weitere Informationen unter www.seen-suechtig.de.

 

Der Text ist heute auch in den BNN nachzulesen:

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1. Juni 2013

Heimat: “Schauraum”

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Hamburg? Berlin? Oder doch vielleicht Köln? Nein, die Wahl fiel auf Karlsruhe, als sich Stephanie Schweigert und Alexander Küpper vor knapp zwei Jahren dazu entschlossen, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Beide sind sie zwar hauptberuflich beim Südwestrundfunk tätig. Stephanie Schweigert als freie Fotografin, Alexander Küpper als Cutter und Kameramann. „Wir müssen bei unserer Arbeit aber kreativ auf Abruf sein, genaue Vorgaben einhalten“, sagt die Fotografin. „Unser Wunsch war es, darüber hinaus etwas zu schaffen, bei dem wir freie Hand haben, uns vollkommen verwirklichen können.“ Sie überlegten gemeinsam, ein Mosaiksteinchen fügte sich zum anderen – bis feststand: Eine Möbel-, Kunst- und Fotogalerie soll entstehen, Lesungen und Ausstellungen dort regelmäßig stattfinden.

Die Beiden fanden einen passenden Raum in der Uhlandstraße 32 und im Oktober 2011 öffnete der „Schauraum“. Das Konzept stößt auf große Resonanz: Die Besucher sind zahlreich, unter anderem SWR-Moderator Pierre M. Krause hielt dort bereits eine Lesung, und am 14. Juni ist die Vernissage für die neueste Ausstellung „More, More, More“.

Etwa 50 Quadratmeter groß ist die Galerie, aufgeteilt in zwei Räume, lichtdurchflutet. „Vorher war hier ein Tattoo-Studio“, erzählt Stephanie Schweigert. Selbst schliffen sie den Holzboden ab, strichen die Wände hell, suchten Vintage-Möbel zusammen. „Unser ganzes Herzblut steckt im ,Schauraum‘“, sagt Alexander Küpper. Eine Art Wohnzimmer sollte entstehen, wo sich die Menschen wohlfühlen, gerne vorbeikommen, auch wenn es nur zum Reden oder Espressotrinken ist.

„Kunst To Go“: Zu Bestaunen und Kaufen gibt es im „Schauraum“ die Fotografien von Stephanie Schweigert und von Alexander Küpper. Als Postkarten, Poster, Kalender, gerahmt oder aufgezogen. „Wir wollten ein breites Preisspektrum anbieten“, erklärt Stephanie Schweigert die unterschiedlichen Formate. Jeder solle die Möglichkeit haben, die Kunst mit nach Hause zu nehmen – unabhängig vom Inhalt des Geldbeutels. Auch Werke von anderen Künstlern werden im „Schauraum“ angeboten. Die Porzellan-Lampen des Karlsruher Künstlers Friedrich Emde hängen im Eingangsbereich, Taschen des Modelabels „Turnbeutelfraktion Germany“ baumeln an Ständern.

Auffallend: Karlsruher Motive ziehen sich wie ein roter Faden durch die Fotografien von Stephanie Schweigert und Alexander Küpper. „Wir wohnen seit mehreren Jahren in der Fächerstadt – uns gefällt es hier sehr.“ Alexander Küpper arbeitet gerade an einem Kalender für 2014 mit Bildern aus der Stadt. Auf einem Vesperbrettchen, das es zu kaufen gibt, steht in geschwungener Schrift: Karlsruhe.

Außerdem laufen derzeit die Vorbereitungen für die neue Ausstellung. Hinter „More, More, More“ verbirgt sich eine Poster-Serie, die unter anderem von dem Karlsruher Graphiker Lars Harmsen entwickelt wurde. „Thema ist die kritische Auseinandersetzung mit Medien- und Ernährungskonsum“, erklärt Alexander Küpper, der glücklich ist, wenn er auf die vergangenen 19 Monate zurückblickt. „Unser Angebot wird gut angenommen, das freut uns sehr.“ Stephanie Schweigert fügt hinzu: „Wir haben hier schon viele schöne Stunden erlebt, der ,Schauraum‘ ist immer für eine Überraschung gut.“

Der „Schauraum“ hat geöffnet donnerstags und freitags von 10 bis 18 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr. Weitere Infos unter www.schauraum-ka.de.
www.schauraumkarlsruhe.blogspot.de

Der Text ist heute auch in den BNN nachzulesen:
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MORE MORE MORE im Schauraum Karlsruhe
Vernissage: 14.6.2013
Ausstellung: 14.6. – 29.6.2013

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18. Mai 2013

Heimat: “Ein Nachmittag bei Support the Underground”

Stöbern im Vanguarde:

Schöne Idee: Postkarten verschicken bei Larissa Mantel

Larissas fabelhafte Postkarten

Larissas fabelhafte Postkarten

Das sind Larissa (rechts) und ihre Schwester Michelle

Das sind Larissa (links) und ihre Schwester Michelle

Das ist Melle Munz (Zur Anprobe)

Das ist Melle Munz (Zur Anprobe)

Nähen mit Melle

Nähen mit Melle

Nähen mit Melle II

Nähen mit Melle II

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great handmade.

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Schauraum

Steffi und Alex (Schauraum)

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Amélie Hentschel (AH310)

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Barbara Merzdorf (bm manufakt)

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bienlein store

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Turnbeutelfraktion Germany

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Laura

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Alex

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Karin und Carolin

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Thekenteam

gekauft.

gekauft.

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Lieblingskarte

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29. April 2013

Heimat: “Support the Underground”

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Poster und Postkarten, kreative Turnbeutel und nähen mit der S.E.W. C.R.E.W: Beim Kulturmarkt „Support the Underground“ am Samstag, 18. Mai, im Kulturraum Vanguarde (Hardtstraße 37a) ist das Angebot kunterbunt. Von 13 bis 20 Uhr dürfen Besucher an zahlreichen Ständen stöbern, sich mit Stoffen an ratternden Maschinen austoben oder einfach der Musik von DJane Lola Murphy lauschen. Das Underground Dinner sorgt für kulinarische Leckereien. Zu den Ausstellern gehören unter anderem der Schauraum, wertstoff, Juli Foos, fennek, adorable, Zur Anprobe und die Turnbeutelfraktion Germany.

Turnbeutel

Turnbeutelfraktion Germany (Foto: Friederike Franze Freiseindesign)

Hinter „Support the Underground“ steht Nadine Bers. Sie ist der Kopf der Turnbeutelfraktion Germany und selbst viel auf Kulturmärkten unterwegs. Sie hat festgestellt: „Selbst gemachte Dinge werden oft belächelt und mit basteln am Küchentisch verglichen.“ Dabei sei es für die Künstler so viel mehr, betont Nadine Bers. Eher eine Leidenschaft und Berufung. „Die Veranstaltung im Vanguarde soll zeigen, dass Handgemachtes weit mehr sein kann.” Außerdem dient „Support the Underground“ als Plattform für junge Künstler, um sich austauschen und Kontakte knüpfen zu können. „Es soll keine einmalige Veranstaltung bleiben“, sagt die Organisatorin. Vielmehr soll sie ausgebaut und weiter entwickelt werden. Unterstützt werde sie bei ihrer  Arbeit unter anderem von Stephanie Schweigert, Mona Wingerter und Alexander Küpper.

Stöbern für den guten Zweck: „Es wird kein Eintritt verlangt“, berichtet die Organisatorin. Es steht aber eine Spendenbox bereit: „Der Erlös geht an ein Hilfsprojekt in Zimbabwe.“ Willkommen sind Interessierte, die das Handwerk schätzen und keine Stangenware verlangen, sagt Nadine Bers.

  • Schauraum:

Schauraum

Liebe zum Detail: Der Schauraum zeigt und verkauft bei dem Kulturmarkt im Vanguarde Fotografien. Bunte, schwarzweiße, große, kleine. Gerahmt, auf Alu-Dibond oder Hartschaum. Es gibt sie als Poster und Postkarten sowie auf Vesperbrettchen.

  • wertstoff:

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„wertstoff“ arbeitet mit Abfallmaterialien.  Aus Fahrradschläuchen, Einkaufstüten und Messeteppichen entstehen so Geldbeutel, Hausschuhe oder Handyhüllen.

  • Juli Foos:

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Juli Foos arbeitet mit Müll und Street Art.  Ihre Objekte haben alle eins gemeinsam: eine Geschichte. So wird es bei “Support the Underground” einige in liebevoller Handarbeit entstandene Recyclingstücke sowie ihre Street Animals und den Karlsruher Street Art Comic geben.

  • Turnbeutelfraktion Germany:
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Foto: Friederike Franze Freiseindesign

Bei der Turnbeutelfraktion Germany steht im Vordergrund: „Zurück zum Ursprung, etwas Praktisches, Minimalistisches entwerfen.” Kein Firlefanz. Kein Schnickschnack.

  • S.E.W. C.R.E.W. + Zur Anprobe:
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S.E.W. C.R.E.W.

Modedesignerin Melle Munz ist bei “Support the Underground” gleich zweimal vertreten: Einmal mit der S.E.W. C.R.E.W.  Mit ihr kann vor Ort genäht werden. Anfänger bekommen die Grundlagen gezeigt, Fortgeschrittene lernen Tricks, wie es noch besser geht. Außerdem verkauft Melle Munz ihre selbst entworfenen Mützen, Taschen und T-Shirts, die in ihrem Atelier „Zur Anprobe“ entstanden sind.

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Zur Anprobe

  • Weitere Künstler gesucht:

Derzeit sind noch zwei Meter Plätze für Aussteller frei. „Diese kosten 40 Euro“, sagt Nadine Bers. Auch können Künstler für 35 Euro  Fläche an der Wand erhalten, um dort Bilder aufzuhängen. (Anmeldung per E-Mail an nadine.bers@me.com)

Weitere Infos: https://www.facebook.com/events/469017786480315/

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8. April 2013

Heimat: “Poetry Slam Lesebühne”

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Poetry Slam Lesebühne “An WOrt und Stelle”

Lyrik, Kurzgeschichten und verdichteter Quatsch: In Karlsruhe gibt es mit der Poetry Slam Lesebühne  „An WOrt und Stelle“ eine neue Veranstaltungsreihe. Die Idee dahinter: „Wir möchten der Poetry Slam-Szene einen Spielraum geben und mit diesem Literatur- und Veranstaltungsformat außerdem ein szenefremdes Publikum gewinnen“, erläutert Veranstalter Stefan Unser. Er steht mit Aaron Schmitt hinter dem Konzept. Beide sind selbst Poetry Slammer. Stefan Unser organisiert unter anderem die Poetry Slam-Veranstaltungen im Kohi mit. Kooperationspartner der Lesebühne ist die Badische Bibliotheksgesellschaft. Die nächste Veranstaltung ist so auch in der Badischen Landesbibliothek am Dienstag, 16. April, Beginn 19 Uhr. Insgesamt sechs Veranstaltungen im Jahr sind geplant. Weiterlesen »

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5. April 2013

Melodien: “Liedermachernacht III im Vanguarde”

Ein Abend mit Alex Mayr und Bischler

Er singt von schlaflosen Nächten und der Angst zu versagen. Sie von ihren Sehnsüchten, der Liebe und davon, aus dem Alltag auszubrechen. Patrick Bischler und Alex Mayr waren zu Gast bei der dritten Liedermachernacht im Vanguarde in Karlsruhe – und verzauberten mit ihren Songs. Weiterlesen »

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1. April 2013

Heimat: “Larissa Mantel”

Larissa Mantel

Larissa Mantel

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Es waren bunte Kopffüßler, mit denen Larissa Mantel ihre Zeichenkarriere begann. “Als ich klein war, tobte ich mich hauptsächlich mit Stiften auf Papier aus.”  Stundenlang malte sie mit ihrer Schwester Kreise sowie Kringel.

Kopffüßler malt sie heute keine mehr. Die Leidenschaft für das Zeichnen blieb. Inzwischen studiert Larissa Mantel Kommunikationsdesign an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und ist freiberuflich als Illustratorin tätig. Mehr als 60 verschiedene Postkartenmotive hat sie bereits entworfen, außerdem macht sie Kalender, Etikette, kleine Büchlein und verschiedene Auftragsarbeiten.

Bereits in der Oberstufe fing sie an, ihre ersten Postkarten in einem Secondhand-Laden in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) auszustellen. Etwa 16 Jahre war sie damals alt. Kleine Lebensweisheiten und Zitate standen darauf. “Die Nachfrage war von Anfang an da”, sagt Larissa Mantel mit Blick zurück. Weitere Geschäfte im Stuttgarter Raum kamen dazu. Als sie zum Studieren vor knapp fünf Jahren nach Karlsruhe zog, fand sie außerdem in Karlsruhe im ZKM-Museumsshop und in der Libelle in der Kaiserstraße neue Verkaufsstellen für ihre Postkarten.

Seit rund 18 Monaten besitzt die 24-Jährige außerdem  einen Shop bei Dawanda, bietet dort etwa 50 verschiedene Postkartenmotive an. “Das Sortiment variiert”, erzählt sie.  Neue kommen hinzu, alte fallen weg. Gekauft werden viele. Viel Zeit verbringe sie damit, kleine Päckchen für die Kunden zu packen, diese zur Post zu bringen.

Sehr gefragt sind vor allem die Karten mit Lebensweisheiten. Zum Beispiel die Karte mit “Tipps zum Leben verbessern”: “Hosen flicken” oder “Vögel am Gesang erkennen” steht darauf.  Auch Karten mit Fabelwesen gehörten zu ihrem Sortiment. “Die Idee entstand bei meinem Auslandssemester in Wien, als ich dort für die Oper ein Jahrbuch mitentwarf.”

Eine Schwäche für Schreibwaren: “Mehrere Hundert verschiedene Stifte liegen in meiner Schublade”, erzählt Larissa Mantel mit einem Schmunzeln. Darunter: Bunt- und Kalligraphienstifte, Eddings und ihr Lieblingsstift: ein Fineliner der Marke Muji.

Wie sie ihre Zukunft sieht? “Ich weiß es noch nicht genau”, sagt sie. Ein konkretes Ziel habe sie nicht. Sie könne sich aber vorstellen, in Karlsruhe zu bleiben. “Ich mag die Südstadt und den Werderplatz gerne”, meint Larissa Mantel. “Aber erstmal wolle sie fertig studieren und dann schauen, was kommt.”

Infos unter
www.shop.larissamantel.com
www.larissamantel.com

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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