1. April 2013

Heimat: “Larissa Mantel”

Larissa Mantel

Larissa Mantel

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Es waren bunte Kopffüßler, mit denen Larissa Mantel ihre Zeichenkarriere begann. “Als ich klein war, tobte ich mich hauptsächlich mit Stiften auf Papier aus.”  Stundenlang malte sie mit ihrer Schwester Kreise sowie Kringel.

Kopffüßler malt sie heute keine mehr. Die Leidenschaft für das Zeichnen blieb. Inzwischen studiert Larissa Mantel Kommunikationsdesign an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und ist freiberuflich als Illustratorin tätig. Mehr als 60 verschiedene Postkartenmotive hat sie bereits entworfen, außerdem macht sie Kalender, Etikette, kleine Büchlein und verschiedene Auftragsarbeiten.

Bereits in der Oberstufe fing sie an, ihre ersten Postkarten in einem Secondhand-Laden in Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) auszustellen. Etwa 16 Jahre war sie damals alt. Kleine Lebensweisheiten und Zitate standen darauf. “Die Nachfrage war von Anfang an da”, sagt Larissa Mantel mit Blick zurück. Weitere Geschäfte im Stuttgarter Raum kamen dazu. Als sie zum Studieren vor knapp fünf Jahren nach Karlsruhe zog, fand sie außerdem in Karlsruhe im ZKM-Museumsshop und in der Libelle in der Kaiserstraße neue Verkaufsstellen für ihre Postkarten.

Seit rund 18 Monaten besitzt die 24-Jährige außerdem  einen Shop bei Dawanda, bietet dort etwa 50 verschiedene Postkartenmotive an. “Das Sortiment variiert”, erzählt sie.  Neue kommen hinzu, alte fallen weg. Gekauft werden viele. Viel Zeit verbringe sie damit, kleine Päckchen für die Kunden zu packen, diese zur Post zu bringen.

Sehr gefragt sind vor allem die Karten mit Lebensweisheiten. Zum Beispiel die Karte mit “Tipps zum Leben verbessern”: “Hosen flicken” oder “Vögel am Gesang erkennen” steht darauf.  Auch Karten mit Fabelwesen gehörten zu ihrem Sortiment. “Die Idee entstand bei meinem Auslandssemester in Wien, als ich dort für die Oper ein Jahrbuch mitentwarf.”

Eine Schwäche für Schreibwaren: “Mehrere Hundert verschiedene Stifte liegen in meiner Schublade”, erzählt Larissa Mantel mit einem Schmunzeln. Darunter: Bunt- und Kalligraphienstifte, Eddings und ihr Lieblingsstift: ein Fineliner der Marke Muji.

Wie sie ihre Zukunft sieht? “Ich weiß es noch nicht genau”, sagt sie. Ein konkretes Ziel habe sie nicht. Sie könne sich aber vorstellen, in Karlsruhe zu bleiben. “Ich mag die Südstadt und den Werderplatz gerne”, meint Larissa Mantel. “Aber erstmal wolle sie fertig studieren und dann schauen, was kommt.”

Infos unter
www.shop.larissamantel.com
www.larissamantel.com

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28. März 2013

Heimat: “Café Vanguarde”

 

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Nora Braun

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Schnell dreht sich die Mühle in Nora Brauns Hand. Aus den braunen Bohnen wird in Sekundenschnelle feines Pulver. Laut rattert kurz darauf die Kaffeemaschine, die heiße Flüssigkeit schießt in die weiße Porzellantasse, füllt sie aus. Es duftet angenehm im Café Vanguarde.

Wo am Wochenende Hip-Hop und elektronische Klänge ertönen, getanzt wird bis in die frühen Morgenstunden, dort ist seit Mitte März tagsüber auch ein Cafébetrieb. Zwischen 10 und 17 Uhr steht Nora Braun hinter der Theke, bedient die Gäste, sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Auch an diesem Tag stehen Tulpen auf den Vintagemöbeln. Ihre Blüten sind orangefarben, rot und weiß. Magazine warten auf Holztischen auf Leser.

Ein Co-Working-Space: Hinter dem Kulturraum Vanguarde steht Jakob Siegmund. Ihm war es bereits bei der Eröffnung im September wichtig, einen Ort zu schaffen, wo junge Kreative und Selbstständige arbeiten und sich austauschen können. So gibt es im Café nun außer Kaffee, Tee und Fritz-Cola auch freies W-Lan. Oben auf der Galerie hängen an den Wänden noch bis zur ersten Aprilwoche die Werke von David Bruchmann.

Zu Essen gibt es bislang noch nichts. “Wir haben keine Küche”, erläutert Nora Braun. Mittelfristig soll es aber Snacks geben. Bis es soweit ist, dürften beispielweise Sachen zum Frühstücken mitgebracht werden. “Ich sorge dann für die Getränke”, meint die Karlsruherin schmunzelnd. Normalerweise ist das Café am Wochenende geschlossen. Eine Ausnahme ist nun über Ostern. “Sowohl am Karfreitag als auch Ostersonntag ist offen”, erzählt Nora Braun. Über zahlreichen Besuch freue sie sich.

Weitere Informationen unter www.vanguar.de

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Werke von David Bruchmann

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28. März 2013

Heimat: “Pâtisserie Ludwig”

 

Miriam Kungl

Das ist Miriam Kungl.

Es ist wie eine Reise in ein kleines französisches Café: Eclairs und Macarons liegen hübsch drapiert in der Glasvitrine, Croissants, Brioches und Pain de Chocolat warten in Körbchen auf Hungrige und Genießer. Am 22.Februar hat Konditormeister Sven Ludwig mit seiner Freundin Miriam Kungl in der Amalienstraße 39 sein kleines Geschäft eröffnet – eine Kombination aus Pâtisserie, Confiserie und Café. (Anmerkung: Inzwischen ist die Patisserie Ludwig in die Waldstraße 85 umgezogen).

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Nur wenige Wochen nach der Eröffnung herrscht bereits ein munteres Treiben in dem kleinen Lädchen. “Die Resonanz ist toll”, sagt Konditorin Miriam Kungl erfreut. Sie kümmert sich an diesem Morgen um den Verkauf und berät die Kunden. An sieben kleinen Tischen ist Platz, um in der Pâtisserie einen Kaffee zu trinken und eine kleine Köstlichkeit zu probieren.
Sven Ludwig steht wenige hundert Meter weiter im Karlshof in der Backstube und sorgt mit Josia Ockert für Nachschub. “Wir machen alles selbst”, betont Miriam Kungl. Von der Schokolade über die Konfitüre bis hin zu leckeren Keksen. Sven Ludwig wurde für seine Arbeit mit dem Titel “Deutscher Meister im Konditorenhandwerk” belohnt.

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Auch die Osterhasen, die im weißen Holzregal stehen, sind selbst kreiert – sowohl von der Optik als auch vom Geschmack. Ein Knickohr und große Kulleraugen machen sie besonders. Neben ihnen liegen Pralinenostereier. “Es gibt sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen”, verrät die 23-jährige Konditorin. Unter anderem in Himbeer/Rosé/Litchi und in Passionsfrucht/Karamell.

Keine Mogelpackung: “Der Geschmack ist uns sehr wichtig”, sagt sie. Die Törtchen sollen nicht nur schön aussehen, sondern auch gut sein. Sie arbeiteten viel mit saisonalen Lebensmitteln. “Im Sommer beispielsweise mit Erdbeeren und Himbeeren.” Außerdem wird es selbstgemachtes Eis geben. “Wir bereiten kleine Schächtelchen mit zwei verschiedenen Sorten und Soße vor und bieten sie dann in einem Kühlschrank zum Verkauf an”, erläutert sie.

Kennengelernt haben sich Miriam Kungl und Sven Ludwig bei der Arbeit in Köln. Selbstständig machen wollten sie sich aber in Karlsruhe. “Ich mag die Stadt”, sagt Miriam Kungl. Auch die Nähe zu Frankreich schätze sie sehr.

Wer selbst einmal versuchen möchte, Törtchen, Macarons oder Pralinen zu backen, kann freitagabends bei einem Kurs in der Pâtisserie teilnehmen. Die Dauer beträgt zwischen drei und vier Stunden. Mitgebracht werden muss nichts – außer guter Laune, sagt Miriam Kungl schmunzelnd. Eine Anmeldung ist erforderlich. Auf der Homepage sind außerdem Rezepte abrufbar: www.patisserie-ludwig.de.

Schön, dass es sowas in Karlsruhe gibt. Ein Besuch lohnt!

Die Pâtisserie hat auch am Karfreitag und Ostersonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet.
Ansonsten sind die Öffnungszeiten von dienstags bis samstags von 9 bis 18 Uhr. Sonn- und feiertags von 11 bis 18 Uhr. Montags ist geschlossen.

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27. März 2013

Heimat: “Bento”

Interessanter Artikel von meiner Kollegin Karin.

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9. März 2013

Heimat: “Tatort in der Kurbel”

Kinosessel statt Couch

Noch konkurriert leises Gemurmel mit der Stimme der Tagesschausprecherin. Aber es sind nur wenige Minuten, bis die Lichter im Saal 1 in der “Kurbel” ausgehen und das Tatort-Jingle einsetzt. Dann herrscht Ruhe. Gespannt wandern alle Blicke Richtung Leinwand, Popcorn-Tüten werden fest umklammert.

In der “Kurbel” in Karlsruhe läuft jeden Sonntag der Tatort  – auf der großen Leinwand. Der Eintritt kostet einen Euro und es lohnt sich, die Karten vorher zu reservieren – dann ist der Platz gesichert und man muss nicht kurzfristig wieder nach Hause laufen. Es lohnt sich, denn gemeinsames Mitfiebern und Bangen macht im Kino noch mehr Spaß als daheim auf der Couch.

 

 

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5. März 2013

Heimat: “Liedermachernacht Teil 2”

http://creative.arte.tv/fr/space/KAVANTGARDE_TV/message/23875/Liedermacher_Nacht__1_mit_Perry_O_Parson/

Die Premiere mit Perry O’Parson und Kristina Neureuther glückte. Nun steht im Kulturraum „Vanguarde“ die zweite „Liedermachernacht“ an. Mit dabei: Der Sänger Nicolas Sturm sowie Yannik. Eigentlich war Lea Braun vorgesehen, sie ist jedoch krank und wird erst bei der nächsten Veranstaltung am 1. Mai auftreten.

Bei der neuen Veranstaltungsreihe im Karlsruher Westen handelt es sich um ein gefilmtes Konzert, das später auf dem „arte Creative Channel“ zu sehen sein wird. „Es soll damit einem überregionalen Publikum zugänglich gemacht werden“, sagt Constantin Sanders. Der Student steht mit David Bruchmann hinter dem Projekt – unter dem Dach des Karlsruher Netzwerkes Kavantgarde.

Video statt Bares: „Wir wollten im Vanguarde eine Veranstaltung der etwas anderen Art ins Leben rufen“, sagt Constantin Sanders. Er ist in Hamburg aufgewachsen, studiert nun Germanistik am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Bereits in der Vergangenheit arbeitete er für Kavantgarde, schrieb unter anderem für den Blog „Urban Artillery“. Der 22-Jährige erinnert sich: „Wir überlegten uns, lokale Künstler zu suchen, die im Vanguarde auftreten möchten – und als Gage dafür ein Promovideo erhalten.“ Das Besondere: Die musikalischen Auftritte sollen nicht nur gefilmt, sondern in mehrere Blöcke unterteilt und mit Interviews kombiniert werden, erklärt der Organisator. Alexander „Kim“ Bressel übernimmt die Moderation. „Durch die Interviews soll die Distanz zwischen Künstler und Publikum schwinden“, sagt Constantin Sanders: „Jeder darf Fragen stellen.“

Die erste Veranstaltung machte Freude, Moderator Bressel wirkte stellenweise zwar ein wenig aufgesetzt, aber die Auftritte der beiden Künstler und das interessante Konzept ließen diesen kleinen Makel gerne übersehen.

Die „Liedermacher Nacht“ im Kulturraum Vanguarde (Hardtstraße 37a) ist am Mittwoch, 6. März. Beginn ist um 20 Uhr, Einlass ab 19 Uhr. Infos im Internet: www.vanguar.de/liedermacher-nacht

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22. Februar 2013

Schmöker: “Tschick” von Wolfgang Herrndorf

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Auf zur Walachei

Zwei 14-jährige Jungs, ein geklautes Auto und eine spannende Reise: Andrej Tschichatschow, alias Tschick, sitzt nach den Osterferien plötzlich in der Klasse von Maik Klingenberg. Die Jungs kommen aus unterschiedlichen Welten. Tschick ist mit seiner Familie aus Russland übergesiedelt und haust in einem der heruntergekommenen Hochhäuser in Hellersdorf. Maik residiert mit seinen Eltern in einer Villa – Liebe und Aufmerksamkeit sind jedoch Mangelware. Da Tschick in den Sommerferien Langeweile hat und Maik ohnehin alleine zu Hause ist (Mutter auf Entzug, Vater mit der Geliebten auf Geschäftsreise), machen sich die beiden Jungs mit einem gestohlenen, klapprigen Lada auf die Reise. Ihr Ziel: Die Walachei. Es ist der Beginn eines abenteuerlichen Roadtrips. Weiterlesen »

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Hallo, ich bin Miriam

Stets bin ich auf der Reise: durch Karlsruhe, die Kultur und die Welt. Dabei begegnen mir immer wieder interessante Menschen, Bücher, Filme und anderer Krimskrams. Damit all diese Erfahrungen und Eindrücke nicht einsam in meinem Kopf schwirren, gibt es diesen Blog. Aus Grau wird Kunterbunt.

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