
Rezension von „Und alle so still“: Ein Roman, der mitreißt und zum Nachdenken anregt
Was würde geschehen, wenn Frauen plötzlich aufhören würden, sich zu kümmern? Wenn keine Erzieherin mehr in der Kita erscheint, keine Krankenschwester mehr zur Nachtschicht fährt und zu Hause die Wäscheberge einfach liegen bleiben?
Mareike Fallwickl entwirft in ihrem Roman „Und alle so still“ genau dieses Szenario – und es ist erschreckend plausibel. Die Frauen streiken. Sie legen sich auf die Straße und stehen nicht mehr auf. Keine laute Revolution, keine brennenden Barrikaden, sondern stiller Protest. Gerade dadurch entfaltet er eine enorme Wucht.
Nach „Die Wut, die bleibt“ und „Dunkelgrün fast schwarz“ ist „Und alle so still“ nun der dritte Roman von Mareike Fallwickl, den ich sehr gerne gelesen habe – auch wenn er immer wieder Irritationsmomente aufwirft. Aber genau diese Stellen bringen mich zum Nachdenken. Das Buch ist deshalb absolut lesenswert.
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