Schlagwort: Zusammenfassung

  • Schmöker: „Der Gang vor die Hunde“ von Erich Kästner

    Schmöker: „Der Gang vor die Hunde“ von Erich Kästner

    „Der Gang vor die Hunde“: ein starkes Buch! Arbeitslose Männer auf der Suche nach Sinn, eine pulsierende Berliner Unterwelt und ein erstarkender Rechtsextremismus: Erich Kästner hatte ein unfassbar gutes Gespür für die gesellschaftlichen Verhältnisse, als er Ende der 1920er-Jahre „Der Gang vor die Hunde“ schrieb. Er zog dabei alle Register und brachte die „anatomische Verschiedenheit der Geschlechter“ so genau auf…

  • Schmöker: „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada

    Schmöker: „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada

    Ein eindringlicher Roman: „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada Berlin 1940. Es ist ein Brief, der Otto und Anna Quangel die traurige Nachricht bringt: Ihr einziger Sohn ist im Krieg gefallen. Die Quangels sind fassungslos. Ihnen wird klar: Adolf Hitler und sein Regime bringen nur Unheil, es darf nicht so weitergehen. Otto Quangel greift deshalb zu Tinte und…

  • Schmöker: „Lola Bensky“  von Lily Brett

    Schmöker: „Lola Bensky“ von Lily Brett

    „Lola Bensky“ von Lily Brett: Stars im Interview Es sind nicht die besten Rahmenbedingungen, um ein Interview mit Jimi Hendrix zu führen: Lola sitzt auf einem unbequemen Barhocker und hat sich ein Papiertaschentuch zwischen ihre Strumpfhose geklemmt. Die Nylonfäden sollen so nicht an ihren dicken Oberschenkeln reiben. Doch das Taschentuch zerfällt und das Fleisch quillt durch die Maschen. Lola hat…

  • Buchkritik: „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde

    Buchkritik: „Die Geschichte der Bienen“ von Maja Lunde

    „Die Geschichte der Bienen“: Kein Buch für mich! „Die Geschichte der Bienen“ kam zur Weihnachtszeit in meinen Briefkasten geflattert – ein sehr nett gemeintes Geschenk. Selbst hätte ich mir den norwegischen Bestseller von Maja Lunde wohl aber nicht gekauft, weder das Cover noch die Inhaltsangabe hatten mich beim Stöbern in Buchhandlungen überzeugt. „Drei Familien, getrennt durch Jahrhunderte, unauflöslich verbunden mit…

  • Schmöker: „Ministerium der Träume“ von Hengameh Yaghoobifarah

    Schmöker: „Ministerium der Träume“ von Hengameh Yaghoobifarah

    „Ministerium der Träume“: ein Roman, der Bilder erzeugt und Töne erklingen lässt TRAUM(A)FABRIK. Es braucht nur einen einzigen Buchstaben, um einen Traum platzen zu lassen. Protagonistin Nasrin entdeckt das zusätzliche „a“ im Graffito auf dem Gebäude gegenüber ihres Balkons nur wenige Stunden nachdem ihre Schwester Nushin bei einem Autounfall starb. War es Schicksal, ein Selbstmord oder ein Mord? Es ist…

  • Schmöker: „Tausend strahlende Sonnen“ von Khaled Hosseini

    Schmöker: „Tausend strahlende Sonnen“ von Khaled Hosseini

    Buchkritik: „Tausend strahlende Sonnen“: gegen den Taliban-Terror  Es ist der Selbstmord ihrer Mutter, der Mariams Leben erschüttert. Sie ist gerade 15 Jahre alt, unehelich geboren und wird mit dem Schuhmacher Rashid verheiratet. Er ist 30 Jahre älter, lebt in Kabul und neigt zu Gewalt. Nach einigen Jahren nimmt er sich eine zweite Frau: Laila. Sie hat ihre Eltern bei einem…

  • Flimmerkasten: „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“

    Flimmerkasten: „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“

    Amazon-Prime-Serie „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“: ein teures Desaster! Das Buch „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ fiel mir nur wenige Monate nach dem Heroin-Tod meiner 19-jährigen Nachbarin in die Hände. In den 1990er-Jahren war das. Die Ereignisse um meine Nachbarin waren dramatisch und tieftraurig. Sie spielten sich dabei keineswegs in einer Grossstadt ab, sondern in meinem beschaulichen Heimatdorf im Süden…

  • Schmöker: „Untenrum frei“ von Margarete Stokowski

    Schmöker: „Untenrum frei“ von Margarete Stokowski

    Ein wichtiges Buch nicht nur für Frauen: „Untenrum frei“ von Margarete Stokowski Wer dachte, dass es in diesem Jahrtausend keine verstaubten Sextipps für Frauen mehr gibt, irrt gewaltig. In ihrem Buch „Untenrum frei“ zitiert Autorin Margarete Stokowski einen Liebesratgeber aus den 00er-Jahren, der bekloppter kaum sein könnte. Darin steht unter anderem: „Sie haben jederzeit die Freiheit, nein zum Sex zu…

  • Flimmerkasten: „Fleabag“

    Flimmerkasten: „Fleabag“

    Bitterböse: „Fleabag“ Eine ungewöhnliche Geschichte, pechschwarzer Humor und liebevolle Details: Von „Fleabag“ hörte ich soviel Gutes, dass ich dafür vor geraumer Zeit meinen Amazon-Boykott kurz unterbrach und ein kostenloses 30-tägiges Probe-Abo abschloss. Innerhalb kürzester Zeit habe ich die britische Serie von Phoebe Waller-Bridge nun gesehen und finde: Es ist ein herrliches Vergnügen. „Fleabag“ tut an manchen Stellen weh, ist voll…

  • Schmöker: „Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee“ von Erich Kästner

    Schmöker: „Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee“ von Erich Kästner

    Erich Kästners „35. Mai“: Was für ein Spaß! Ein rollschuhlaufendes Pferd, ein verrückter Apotheker und ein aufgeweckter Junge: „Der 35. Mai oder Konrad reitet in die Südsee“ von Erich Kästner ist eine wunderbare Unsinnsgeschichte. Eigentlich für Kinder, doch wer Freude an Quatsch und Unfug hat, wird sie jeden Alters lieben.